Das Quartier Plön Südwest wurde im Rahmen des Programms „Energetische Stadtsanierung“ durchgeführt und von der KfW Bank (KfW 432) und der IB.SH mit insgesamt 95% gefördert. Im Rahmen des Sanierungsmanagements konnten verschiedene Themenfelder erarbeitet werden. Der Fokus in Plön im Quartier Südwest, lag auf den zwei Themen „potenzielle Wärmenetzlösungen“ und „Sanierungen von Gebäuden“. Ein weiteres Randthema war zum Beispiel die Klimafolgenanpassung im Quartier.
Potenzielle Wärmenetze im Quartier Plön Südwest
In diesem Themenschwerpunkt wurden verschiedene Wärmeerzeugungsquellen und -techniken untersucht und mit bestimmten Angaben berechnet, welche Variante der Wärmversorgung sich für die Hausbesitzer:innen als die wirtschaftlichste Lösung darstellt. Zu beachten war unter anderem die sehr enge Bebauung in Teilen des Quartiers.
Das Ergebnis war, dass eine Großwärmepumpe, die dem Seewasser des großen Plöner Sees Wärme entzieht und in ein potenzielles Nahwärmenetz die so gewonnene Wärme einspeist, die wirtschaftlichste Lösung für die Bereiche Markt, Klosterstraße, Schlossberg, Lange Straße und Johannisstraße darstellt. In den restlichen Bereichen des Quartiers kann auf einen Anschluss an das bereits existierende Wärmenetz von HanseWerk Natur (welches bisher die Kreisliegenschaften und das Gymnasium versorgt) gehofft werden. Auch diese soll in Zukunft dekarbonisiert werden. Ansonsten sind hier Einzellösungen als wirtschaftlichste Variante ermittelt worden.
Die Umsetzung eines potenziellen Netzes wird nach aktuellen politischen Beschlüssen jedoch nicht von Seiten der Stadt durchgeführt werden (sehen Sie hier auch den Eintrag zur Kommunalen Wärme- und Kälteplanung). Dennoch ist hervorzuheben, dass durch das Sanierungsmanagement das Thema „Wärmenetze in Plön“ gut vorbereitet wurde.
Sanierung von Gebäuden – Beratungen für Hausbesitzer:innen
Im zweiten wichtigen Kernthema des Programmes wurden zahlreiche Hausbesitzer:innen in unterschiedlichem Maße beraten. Sieben Gebäude wurden sich auf einem Thermographiespaziergang angeschaut. Es wurden Energie Checks an drei Kreisliegenschaften durchgeführt sowie bei den Ankerkunden (also wichtige potenzielle Großabnehmer von Wärme) im Quartier und bei acht Privatpersonen. Zusätzlich wurden neun individuelle Sanierungsfahrpläne für Gebäude erstellt. Diese sind im Abschlussbericht des Projektes enthalten und stehen hier zum Download bereit. Sie sollen als Leitbilder dienen, sodass Sie sich selbst einen ersten Eindruck über Ihr Gebäude verschaffen können.
Weitere Infos zum Thema „Wie kann ich mich der zukünftigen Wärmeversorgung meines Hauses nähern“ finden Sie auch der Homepage und im erwähnten Bericht.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an den Klimaschutzmanager der Stadt Plön
Mail: sebastian.welte@ploen.de
Tel.: 04522 – 505-741