Planetenpfad

Ueberschrift

Der Plöner PlanetenPfad geht auf eine Idee von Erhard Wehrend zurück. Seine Realisierung am Strandweg des Großen Plöner See wurde allerdings erst möglich, nachdem die Internationale Astronomische Union den Pluto im Jahre 2006 als Zwergplanet umdefinierte und damit Neptun der äußerste Planet wurde. Erst dadurch konnte unser Sonnensystem auf der vorgegebenen Strecke von etwa 2500 Meter im Maßstab 1 : 2 Milliarden abgebildet werden.

Der PlanetenPfad wurde im Frühjahr 2008 unter der Regie von Erhard Wehrend und mit Unterstützung mehrerer Förderer und Sponsoren realisiert. Zwischenzeitlich unterstützte der gemeinnützige Verein Plöner PlanetenPfad e.V. die Pflege und Erhaltung des Pfades. Im Mai 2013 übernahm dann die Stadt Plön den Plöner PlanetenPfad.

Übersicht PlanetenPfad Plön (Bildquelle: Google Earth)

Übersicht PlanetenPfad Plön (Bildquelle: Google Earth)

Erbauer Erhard Wehrend beim Aufstellen der Sonne
Erbauer Erhard Wehrend beim Aufstellen der Sonne

Blick auf Plön und den Startpunkt (S) des Plöner PlanetenPfades
Blick auf Plön und den Startpunkt (S) des PlönerPlaneten Pfades

Der Plöner PlanetenPfad ist einfach einzigartig. Inmitten der Holsteinischen Schweiz macht er Sie unmittelbar und auf eine beeindruckende Weise mit den Größenverhältnissen in unserem Sonnensystem vertraut. Mit der weithin sichtbaren Modellsonne auf der Anlegestelle Marktbrücke (direkt unterhalb des Marktplatzes im Plöner Zentrum) und den maßstabsgerechten Planetenmodellen in den einzelnen Schaukästen längs des Wanderweges am Großen Plöner See bildet er unser Sonnensystem im Maßstab 1 : 2 Milliarden ab. Sie begehen ihn mit etwa 10-facher Lichtgeschwindigkeit und erreichen schon mit wenigen Schritten die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und den Mars. Für die äußeren Planeten - Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun - ist es dann schon etwas weiter. Allerdings, in weniger als einer Stunde -nach etwa 2,5 km Wanderweg - erreichen Sie schließlich den äußersten Planeten Neptun am Südende der schönen Prinzeninsel. Und wie erwartet, von dort können Sie die Modellsonne auf der Marktbrücke gerade noch erkennen.

 
Mit dem Fahrrad geht es natürlich noch flotter und falls gewünscht, können Sie den Besuch des PlanetenPfad Plön auch mit einer Seerundfahrt kombinieren. Der Strandweg ist weitgehend eben und auch mit dem Rollstuhl zu befahren.

 
Saturn Ringe

 

Marktbruecke

Die Marktbrücke am Plöner Strandweg

mit dem Modell der Sonne

im Maßstab 1:2 Milliarden

Plan der Innenstadt mit Planetenpfad:

Lageplan

Grußwort des Plöner Bürgermeisters Jens Paustian:

Als am 07. Oktober 2007 Herr Wehrend bei mir erschien, wusste ich noch gar nicht, was er auf dem Herzen hatte. Nach einem halbstündigen Gespräch war ich Schirmherr des Plöner Planetenpfades.

Diese kurze Einleitung soll deutlich machen, mit welchem Engagement und   Schirmherr Bürgermeister Jens Paustian mit welcher Begeisterung Herr Wehrend mich auf seinem Weg zu den Planeten mitgenommen hat.

Ich weiß noch genau, wie er sagte, dass der Planetenpfad – ob nun in Plön oder anderswo – kommen werde.

Herr Wehrend wollte ihn aber gerade in Plön, in seiner Heimatstadt, haben.

Und dann begann seine Arbeit. Unermüdlich gelang es ihm, Sponsoren zu werben, mit Schulen Projekte zu starten, mit Firmen zu verhandeln und weitere Mitbürgerinnen und Mitbürger für den Planetenpfad zu begeistern.

Schon am 26. April 2008 konnte der Plöner Planetenpfad unter einer sehr großen Beteiligung von Plöner Bürgerinnen und Bürgern und auch Gästen feierlich eingeweiht und in die Obhut der Stadt übernommen werden. Ein derartiges Engagement verdient großen Respekt und auch Anerkennung. Und dieser Planetenpfad ist nicht der Planetenpfad allein von Herrn Wehrend, nein, von der gesamten Bevölkerung, die dieses Projekt begeistert mit verfolgt und unterstützt hat.

Somit lade ich Sie alle ein, unseren Planetenpfad zu begehen, um eine Reise durch Raum und Zeit anzutreten.

Ich danke allen Beteiligten für die Mitwirkung und insbesondere Herrn Wehrend für die Umsetzung seiner Idee.

Jens Paustian

Bürgermeister

 

 

Schirmherr: Jens Paustian,
               Bürgermeister der Stadt Plön

Initiator: Erhard Wehrend
               Studiendirektor a.D., Plön
               Idee, Planung, Entwurf und Konstruktion

Der Plöner Planetenpfad soll einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität als Kur- und Fremdenverkehrsort und zur Imagewerbung für die Stadt Plön als Ort mit vielen interessanten Angeboten. Darüber hinaus dient er der Förderung der naturwissenschaftlichen und astronomischen Allgemeinbildung

Der Planetenpfad soll auch daran erinnern, dass Plön bereits durch Ihren berühmten Sohn, Prof. Karl Christian Bruhns eine astronomische Adresse ist.

Christian Bruhns

Gedenktafel am Geburtshaus von Bruhns in Plön, Johannisstraße 32.
Er verließ 1851 das Elternhaus als Schlossergeselle, bildete sich autodidaktisch weiter und startete in Berlin eine astronomische Karriere. 1881 starb er als Direktor der Leipziger Sternwarte.
Zum Lebensweg des Plöner Astronomen, Karl Christian Bruhns siehe auch:
Download: www.uni-kiel.de/anorg/lagaly/group/klausSchiver/bruhns1.pdf

 

Die Plöner Stadtbucht ist wie geschaffen für den Plöner Planetenpfad.
Der Planetenpfad fügt sich hier in eine besonders reizvolle Landschaft harmonisch ein und ist durch seine zentrumsnahe Lage sowie die gute Erreichbarkeit eine gerne angenommene Bereicherung des Spazierweges. Der ganz besondere Reiz dieses Planetenpfades liegt vor allem darin, dass die Stadtbucht beinahe von jedem Planetenstandort aus den Blick zurück zur Modellsonne, gestattet. Durch diesen direkten Größenvergleich werden die Größenverhältnisse im Sonnensystem besonders anschaulich gemacht! Der auf dem stark frequentierten Strandweg bereits vorhandene Naturlehrpfad erfährt mit dem Plöner Planetenpfad eine sinnvolle thematische Ergänzung.


Zum Begriff:
„Ein Planetenpfad ist die besondere Art eines Naturlehrpfades, der entlang eines Wanderweges das maßstäblich verkleinerte Modell unseres Sonnensystems darstellt". [nach Wikipedia]


Der Plöner Planetenpfad ist ein Fußweg von ca. 2,6 km Länge. Er beginnt auf der Marktbrücke, unweit des Plöner Marktplatzes am Großen Plöner See mit dem Modell der Sonne. Über der Marktbrücke in ca. 4 m Höhe steht weithin sichtbar die Modell-Sonne im Maßstab 1 : 2 Milliarden. Entlang des Strandweges erreichen Sie nach wenigen Schritten die im exakten Abstand aufgestellten Schautafeln der Planeten Merkur, Venus und Erde. Bis zum Mars beträgt der Fußweg gut 100 Meter. Nach weiteren 270 Metern erreicht man den Jupiter auf einer Aussichtsplattform unterhalb des Plöner Schlosses. Weiter geht es danach zum Saturn, der direkt vor dem Schüler-Ruder und Segel Verein (SRSV) steht. Danach, auf halbem Wege zum Niedersächsischen Bauernhaus, passieren Sie den Uranus und nach knapp einem weiteren Kilometer erreichen Sie auf dem Bootsanleger der Große Plöner See-Rundfahrt den Endpunkt des Pfades mit dem Neptun.


Die Fußwanderung dauert bei gemütlichen Tempo und bei ausgiebigem Studium der Planetenschaukästen zwischen einer Stunde und 1 ½ Stunden.
Ein Meter auf dem Strandweg entspricht 2 Millionen km am Himmel!
Sie bewegen sich daher auf dem Strandwege als gemütlicher Spaziergänger mit beinahe 10-facher Lichtgeschwindigkeit im Sonnensystem!


Die Planeten werden ebenfalls im Maßstab 1 : 2 Milliarden dargestellt. Sie sind in Glaskörpern in den einzelnen Schautafeln zu sehen und geben zusammen mit den erläuternden Texten ein anschauliches Bild von unserer irdischen „Umwelt“. Auch ein Vergleich mit unseren Nachbarn im Sonnensystem wird durch die kurzen Wege auf dem Plöner Planetenpfad gut veranschaulicht.


Viel Spaß beim Wandern!

 

Unser Sonnensystem als Teil des Universums
Das Universum
ist von schier unvorstellbarer Größe! Es entstand nach allem, was wir heute wissen, mit dem „Urknall“ vor ca. 13,8 Milliarden Jahren aus einem einzigen Punkt, der sogenannten Singularität. Seither dehnt sich das Universum mit großer, zunehmender Geschwindigkeit ständig weiter aus.
Es umfasst etwa 100 Milliarden Galaxien und Sternenhaufen. Eine von diesen vielen Galaxien ist unsere Heimatgalaxie, die auch Milchstraße genannt.
Diese Milchstraße besteht ihrerseits aus 100 - 300 Milliarden Sternen, von denen ständig einige Sterne vergehen und andere neu entstehen.
Und ein Stern aus dieser unvorstellbar großen Zahl ist unser Heimatstern, die Sonne!


Unsere Sonne hält in ihrem Schwerefeld viele kleinere und größere Körper als Überbleibsel aus der Zeit ihrer Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren fest. Zu den größeren Körpern zählen die 8 Planeten und einer dieser Planeten ist unser Heimatplanet, unsere Erde.

Sonnensystem

Das System der Planetenbahnen mit dem Asteroidengürtel
Weiter außerhalb der Neptunbahn folgen die „Kleinplaneten“, die durchaus deutlich größer sein können als unsere Erde und dann noch die Planetisimale.


Letztere sind Rückstände und Überbleibsel aus der Zeit, als sich die Planeten um die Sonne formten. Sie bestehen aus Staub- und Eisklumpen von wenigen Millimetern bis zu etlichen Kilometern Größe. Gelegentlich geraten solche Planetisimale in das Innere des Sonnensystems und kreuzen die Planetenbahnen. Dann werden sie Kometen oder Meteoroiden genannt.

Sollten sie jedoch die Erde treffen oder in ihrer Atmosphäre mit Lichterscheinung verglühen, so heißen sie Meteoriten oder Sternschnuppen.

Ansicht von Sonne und Planeten, (nicht maßstabsgerecht )

Sonne und Planeten

aus Wikipedia


Jenseits der Neptunbahn, im sogenannten Kuipergürtel, sind außer dem Kleinplaneten Pluto heute bereits einige Tausend Zwergplaneten entdeckt worden. Der Radius des Kuipergürtels erstreckt sich als Ringscheibe in unserem Modellmaßstab etwa von der Mitte bis zum südlichen Ende des Großen Plöner Sees. Dann folgt weiter außen erst mal nur wenig. Erst viel weiter draußen folgt in großem Abstand die „Oortsche Wolke“. Sie umhüllt als riesige kugelförmige Wolke das gesamte Sonnensystem und reicht weit in den Weltraum hinein. Im Modellmaßstab würde die Oortsche Wolke etwa von Süditalien bis Mittelafrika reichen.

Oortsche Wolke

Skizze der Oort´schen Wolke
URL= http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Oortschewolke.jpg&filetimestamp=20090601193341


Der nächste Nachbarstern unserer Sonne ist der Proxima Centauri. Dieser Nachbarstern steht in einer Entfernung, für die das Sonnenlicht 4,3 Jahre unterwegs ist.

Dabei legt das Licht in jeder Sekunde 300 000 km zurück.

Der Plöner Planetenpfad müsste ca. 20 000 km lang sein, um die Strecke von der Sonne zum nächsten Stern maßstabsgetreu darstellen zu können.
Seit der Kleinplanet Pluto im August 2006 auf Beschluss der Internationalen Astronomischen Gesellschaft (IAO) seine Anerkennung als Planet verlor, ist Neptun nunmehr der äußerste Planet unseres Sonnensystems.
Der neue Merksatz zur Reihenfolge der Planeten lautet daher jetzt:

 Mein

Merkur

Vater

Venus 

 Erklärt

Erde

 Mir

Mars

Jeden

Jupiter 

Sonntag

Saturn 

 

Unseren

Uranus 

Nachthimmel

Neptun 

 

 

 

 

Zu den Modellen im Einzelnen:


Die Sonne
In der Stadtbucht ergibt sich die seltene Gelegenheit, dass die Modellsonne von beinahe jedem Planetenstandort aus eingesehen werden kann!

Marktbruecke mit Sonne

Die Marktbrücke, nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt, ist der Ausgangspunkt für die 2,6 km lange Wanderung entlang des Strandweges bis zum Planeten Neptun, der sich auf der Anlegebrücke der Prinzeninsel befindet. Dort auf der Südspitze der Prinzeninsel lädt das historische Niedersächsische Bauernhaus mit seinem Cafe & Restaurant zum Verweilen ein. Von dort können Sie, evtl. nach einem Inselrundgang, mit der Plöner See-Rundfahrt hierher an den Ausgangspunkt zurückkehren.

Angaben zur Sonne
Die Sonne ist der Zentralkörper unseres Sonnensystems
. Alle Planeten, die Monde der Planeten, die Planetoiden (Asteroiden) und die Planetisimale (Kometen) sind durch Gravitation an die Sonne gebunden. In der Sonne selbst sind 99,87% der Gesamtmasse des Sonnensystems vereinigt.
Nur die restlichen 0,13% entfallen auf sämtliche Planeten und Asteroiden.

Die Sonne ist ein feuriger Gasball, sie besteht zu 73% aus Wasserstoff und zu 25% aus Helium. Die restlichen 2% verteilen sich auf Sauerstoff, Kohlenstoff, Eisen, Neon, Stickstoff, Silicium, Magnesium und Schwefel. Der Druck und die Temperatur im Inneren der Sonne sind so groß, dass dort das “atomare Feuer“, die Kernfusion, vor ca. 4,5 Milliarden Jahren zündete. Der Wasserstoff reicht als „Brennstoff“ heute noch einmal für den gleichen Zeitraum.

Die Energiemenge, die die Sonne in einer Sekunde abstrahlt würde ausreichen, um ganz Europa 50 Millionen Jahre lang mit Energie zu versorgen. Die Sonne verliert durch diese “Energieverschwendung“ in jeder Sekunde 4 Millionen Tonnen (!) ihrer Masse. Sie würde dadurch allerdings am Ende ihrer Zeit, in 4,5 Milliarden Jahren nur 0,5 Promille „leichter“ sein.

 


Der Merkur

Benannt nach dem römischen Gott Mercurius Symbol Merkur   Maßstab Merkur

Merkur 

Der Abstand zur Modellsonne beträgt 30 m Luftlinie

Angaben zum Merkur:
Merkur
ist der kleinste und sonnennächste Planet. In Gestalt und Oberfläche ähnelt er dem Erdmond. Beim inneren Aufbau zeigen sich jedoch die Unterschiede. So lässt die hohe Dichte und das starke Magnetfeld auf einen mächtigen Eisenkern schließen, der von einem nur dünnen Gesteinsmantel umhüllt ist. Die Theorie geht davon aus, dass der Merkur einen großen Teil seines Gesteinsmantels in der frühen Phase unseres Sonnensystems durch den Zusammenprall mit einem anderen Himmelskörper verloren hat.
Durch seine ständige Nähe zur Sonne ist er von der Erde aus nur kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang zu beobachten.
Durch die langsame Eigenrotation dauert ein Tag- und Nachtwechsel auf dem Merkur beinahe zwei Erdmonate. Weil Merkur infolge der Sonnennähe und der geringen Schwerkraft praktisch keine Atmosphäre besitzt, heizt sich die jeweilige Tagseite auf über 400 ° C auf. Die lange Verweildauer auf der Nachtseite führt danach zur Abkühlung auf unter minus 200° C. Erst 1974 gelang es der Sonde „Mariner 10“ durch erste Fotos einen Eindruck von der Merkuroberfläche zu erhalten.

Das Sonnenlicht benötigt 3,2 Minuten bis es den Merkur erreicht!

 


Die Venus

Benannt nach der römischen Göttin der Liebe Symbol Venus   Maßstab Venus

Venus

Abstand zur Modellsonne beträgt 54,1 m Luftlinie

Angaben zur Venus
Venus
ist nach Merkur der zweite Planet. Gleichzeitig kommt er unserer Erde von allen Planeten am nächsten. Dadurch ist er nach Sonne und Mond für uns Erdbewohner der dritthellste Himmelskörper.
Durch die Lage ihrer Umlaufbahn innerhalb der Erdbahn kann die Venus für uns mal Morgen- und mal Abendstern sein. Aus dem gleichen Grunde sehen wir die Venus einmal sichelförmig und danach wieder voll, ähnlich wie bei den Mondphasen des Erdmondes.
Diese Venusphasen waren es letztlich, mit denen Galileo Galilei das Geozentrisch, Ptolemäische Weltbild im 17. Jahrhundert widerlegte.
Von allen Planeten ist die Venus in Aufbau und Größe der Erde am ähnlichsten. Jedoch hat sie eine besonders dichte, heiße und lebensfeindliche Atmosphäre. Sie besteht aus Kohlendioxid (96,5%), Stickstoff, wenig Sauerstoff, giftiges Kohlenmonoxid, Schwefelsäure und Argon. Die Oberfläche der Venus bleibt daher der direkten Beobachtung verborgen, sie konnte inzwischen jedoch durch mehrere Radarsonden erkundet werden. Der Luftdruck in Bodennähe ist 90-100 mal höher als auf der Erde. Würde ein Astronaut die Venusoberfläche
betreten, so würde er durch den hohen Atomsphärendruck sofort zerdrückt werden. Eine weitere Besonderheit ist die gegenläufige und extrem langsame Eigenrotation der Venus. Das führt zusammen mit dem Treibhauseffekt zu Bodentemperaturen von über 470° C.

Das Sonnenlicht benötigt 6,0 Minuten bis es die Venus erreicht.

 

 

Die Erde

Der „Blaue Planet“ ist unser Heimatplanet. Symbol Erde   Maßstab Erde

Erde

Abstand der Erde zur Modellsonne beträgt 74,8 m Luftlinie


Angaben zur Erde:
Die Erde trägt Leben!
Sie ist daher ein ganz besonderer Planet in unserem Sonnensystem. Sie hat eine ganze Reihe von chemischen und physikalischen Eigenschaften, die in einem empfindlichen Gleichgewicht zusammen wirken und als Voraussetzung für das Leben gelten. Wird dieses sensible maßstabsgerechter Gleichgewicht an irgendeiner Stelle gestört, kann es unabsehbare Folgen für das Gesamtsystem Erde, also auch für das Leben auf der Erde, nach sich ziehen.
Inzwischen hat man eine Vielzahl von weiteren Planeten, auch im Bereich anderer, ferner Sonnen entdeckt. Es ist heute daher nicht mehr undenkbar, sondern viel eher wahrscheinlich, das vergleichbare Voraussetzungen für die Entstehung von Leben ebenso in anderen entfernten Sonnensystemen vorliegen.

Der Erdmond ist als Trabant der Erde unser naher Begleiter. Erde und Mond sind durch Gravitation aneinander gebunden. Durch diese gegenseitig wirkenden Kräfte hat der Mond vielfältigen Einfluss auf die Erde. Ebbe und Flut sind die sichtbaren Beweise dafür. Der Mond selbst hat aufgrund seiner geringen Masse nur eine geringe Gravitationswirkung und kann daher keine Gasatmosphäre halten. Aus diesem Grunde gibt es auf der Mondoberfläche auch keine Wetter- und Erosionserscheinungen.

Das Sonnenlicht benötigt mehr als 8,3 Minuten bis es die Erde erreicht.

Aktuelle Zeitungsmeldungen
kann man bequem umrechnen auf den Maßstab des Plöner Planetenpfades. Dadurch lassen sich die Ereignisse sehr gut anschaulich machen:

2000 km am Himmel ist nur 1 mm auf dem Planetenpfad!

Beispiele:
Am 18.März 2009 meldeten die Kieler Nachrichten:
„ Asteroid raste knapp an der Erde vorbei.
Pasadena – Mit knapp 24.000 km/h ist ein kleiner Asteroid an der Erde vorbei gerast. Das Objekt, dessen Durchmesser zwischen 13 und 29 Meter geschätzt wird, passierte die Erde um 13.17 Uhr (MEZ) in nur 80.000km Entfernung, wie die NASA bestätigte “
Im Maßstab des Planetenpfades wäre der staubkorngroße Asteroid vom gegenüber liegenden Ufer des Sees, etwa aus dem Raum Bosau gekommen und hätte die Modell-Erde um nur 4 cm verfehlt!
Oder:
„Am 13. April 2029 wird der z. Zt. erdnächste, bekannte Asteroid, die Erde mit einer Geschwindigkeit von 26 700km/h im Abstand von 29.470 km passieren. “
Er wird umgerechnet auf den Plöner Planetenpfad in einem Abstand von nur 1,5 cm pfeilschnell an der Modellerde vorbeiziehen

Das ergäbe aus astronomischer Sicht einen „Beinahe-Treffer“!

 

 

Der Mars
Benannt nach dem gleichnamigen römischen Kriegsgott Symbol Mars   Maßstab Mars

Mars

Der Abstand zur Modellsonne beträgt 119,8 m Luftlinie

Angaben zum Mars
Mars
ist der 4. Planet im Sonnensystem. Er hat einen festen Gesteinskern und eine sehr dünne Atmosphäre aus Kohlendioxid, Stickstoff und dem Edelgas Argon. Wettererscheinungen wie Sandstürme, Wolkenbildung und weiße Polkappen aus Wasser- und Kohlendioxideis sind zu beobachten.

Die staubige und steinige Marsoberfläche ist durch Eisenoxid rot gefärbt und zeigt starke Erosionsspuren, die frühere größere Wassermengen vermuten lassen. Auch Spuren von Methangas in der Marsatmosphäre deuten einerseits auf früheren Vulkanismus hin, sind möglicherweise aber auch Zeichen für frühere einfache Formen des Lebens.

Aus diesen Gründen ist es sehr spannend, dort nach Spuren primitiven Lebens zu forschen.

Das Sonnenlicht benötigt mehr als 12,7 Minuten bis es den Mars erreicht.

Der Jupiter
Benannt nach dem römischen Göttervater Symbol Jupiter  Maßstab Jupiter
 maßstabgerechter Durchmesser 71,5 mm

Jupiter

Der Abstand zur Modellsonne beträgt 389,3 m Luftlinie.

Angaben zum Jupiter
Jupiter
ist bereits bei Anbruch der Dämmerung mit bloßem Auge gut sichtbar. Er ist der größte Planet in unserem Sonnensystem. Daher wurde ihm schon früh eine wichtige Bedeutung zugeschrieben. Benannt wurde er nach dem mächtigsten Gott der römischen Mythologie, nämlich Jupiter, der dem griechischen Zeus entspricht.
Jupiter ist ein riesiger Gasplanet. Er besteht überwiegend aus Wasserstoff und wenig Helium. Man geht davon aus, dass er einen etwa erdgroßen festen Gesteinskern besitzt, darüber folgt erst metallisch fester, dann flüssiger und schließlich gasförmiger Wasserstoff. Die Atmosphäre enthält außer Wasserstoff und Helium auch Spuren von Ammoniak, Acetylen und Methan. Mächtige Stürme toben auf dem Jupiter. Der bekannteste unter ihnen ist der GRF, der Große Rote Fleck, ein riesiger Wirbelsturm, in den die Erde mehrfach hineinpassen würde. Auffällig sind auch die gut mit einem Fernglas zu beobachtenden vier größten, die Galileischen Monde. Insgesamt sind bis heute 16 Jupitermonde bekannt, die gemeinsam mit einem schwachen Ringsystem den Jupiter umkreisen.

Das Sonnenlicht benötigt mehr als 43,2 Minuten bis es Jupiter erreicht.

 

 

Der Saturn
Benannt nach dem römischen Gott des Landbaus Symbol Saturn   Maßstab Saturn
 maßstabgerechter Durchmesser 60 mm

Saturn

Der Abstand zur Modellsonne beträgt 725 m Luftlinie.

Angaben zum Saturn
Saturn
ist bereits in der Dämmerung mit bloßem Auge gut sichtbar. Daher gehört er auch seit der Antike zu den sechs bekannten Planeten. Er ist der zweitgrößte, jupiterähnliche Gasplanet und besteht zu 94% aus Wasserstoff und ca. 6% aus Helium. Man geht davon aus, dass er einen etwa erdgroßen festen Gesteinskern besitzt, darüber folgt erst metallisch fester, dann flüssiger und schließlich gasförmiger Wasserstoff.
Die Atmosphäre enthält außer Wasserstoff und Helium auch Spuren von Methan und Ammoniak. Auffällig ist das gut mit einem Fernglas zu beobachtende klassische Ringsystem, dadurch ist er von den anderen Himmelskörpern gut zu unterscheiden.

Dieser Saturnring ist ein System aus unterschiedlich großen Gesteinsbrocken, die den Saturn in einer flachen Scheibe gemeinsam mit den Monden umkreisen.

Im Jahre 2009 entdeckte das Weltraumteleskop „Spitzer“ einen weiteren, wesentlich größeren Saturnring, der den Saturn im Abstand von 26 Mill. km umkreist. (Im Modellmaßstab wären das 6,50 m Radius.)


Das Sonnenlicht benötigt etwa 79,3 Minuten bis es Saturn erreicht.

Der Uranus
Benannt nach dem griechischen Gott Uranos  Symbol Uranus   Maßstab Uranus
 maßstabgerechter Durchmesser 25,6 mm

Uranus 

Der Abstand zur Modellsonne beträgt 1449 m Luftlinie;


Angaben zum Uranus

Der Uranus
wurde erst im Jahre 1781 durch F. Wilhelm Herschel entdeckt. Diese Entdeckung war eine große Sensation, da man seit der Antike glaubte, dass es nur sechs Planeten geben könne. Man hat lange um einen Namen gerungen. Erst 60 Jahre später einigte man sich auf den Namen Uranus.
Er ist nach Jupiter und Saturn der drittgrößte Gasplanet und besteht ebenfalls überwiegend aus Wasserstoff (ca. 83%) und Helium (ca. 15%). Er besitzt einen erdgroßen Metall- und Gesteinskern. Eine Besonderheit des Uranus ist die starke Neigung seiner Rotationsachse. Sie liegt beinahe in der Ebene der Ekliptik. Möglicherweise rührt diese „unnatürliche“ Achsneigung von einem früheren Zusammenstoß mit einem anderen Himmelskörper her.

Unter günstigen atmosphärischen Bedingungen kann der Uranus mit einem guten Fernglas gerade noch als grünliche Scheibe beobachtet werden.

Das Sonnenlicht benötigt mehr als 2 ½ Std. bis es Uranus erreicht.

Der Neptun
Benannt nach dem römischen Gott der Meere  Symbol Neptun   Maßstab Neptun
 maßstabgerechter Durchmesser 28,8 mm

Neptun 

Der Abstand zur Modellsonne 2.228 m Luftlinie


Angaben zum Neptun
Dieser Standort beendet den Plöner Planetenpfad mit dem Neptun. Mit etwas Glück, guten Augen oder mit dem dort installierten Fernglas können Sie zurück zur Modellsonne auf der Marktbrücke schauen.

Angaben zum Neptun

Neptun ist ähnlich dem Uranus ein zwar kleinerer aber jupiterähnlicher Gasplanet von blassblauer Färbung. Auch er besitzt einen etwa erdgroßen festen Metall- und Gesteinskern. Durch seine große Entfernung von irdischen Fernrohren und sein geringes Reflexionsvermögen für das Sonnenlicht konnte er erst 1846 durch Vorausberechnungen (Le Verrier) entdeckt werden. Diese Entdeckung gelang auch nur, weil er aufgrund seiner Schwerkraft Störungen in der Umlaufbahn des Uranus hervorruft. Seit der Kleinplanet Pluto im August 2006 auf Beschluss der Internationalen Astronomischen Gesellschaft (IAO) seine Anerkennung als Planet verlor, ist Neptun nunmehr der äußerste Planet unseres Sonnensystems.

Das Sonnenlicht benötigt mehr als 6 Std. bis es Neptun erreicht.

 

 

Die Prinzeninsel selbst lädt zu einem Spaziergang auf dem Rundweg und zur Einkehr und Stärkung im Cafe´& Restaurant "Prinzeninsel" ein.
Für den Rückweg zur Plöner Marktbrücke bietet sich die Plöner See-Rundfahrt an.
Der Pavillon an der Südspitze dieser "Insel" war der Lieblingsplatz der letzten Deutschen Kaiserin, wenn diese ihre Söhne besuchte, die hier auf der Prinzeninsel die Landwirtschaft erlernten.

 

Saturn Ringe

 

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Danksagung:
Ich danke allen Sponsoren, Mitwirkenden und Förderern des Plöner Planetenpfades für ihre Unterstützung.
Erhard Wehrend
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Die Sponsoren sind:
Bingo Projektförderung, SH; Förde Sparkasse, Plön; Bauunternehmen Paustian, Tramm; e-on-Hanse, Quickborn; Uta und Hans Hermann Fromm, Plön; Carmen und Sönke Wehrend, Bad Schwartau; Restaurant Prinzeninsel, Plön; Fa. J. Hauser, Wetzlar; Anja und Carsten Struck, Plön; Plöner Motorschifffahrt; Ilse Katharina Wehrend; AS-Verlag, Panker; Anke und Hartwig Plate, Plön; Imke Wegener, Plön; Kentschmedia, Plön; Christa und Jochen Heidemann, Sandkaten; Renate und Rolf Wehrend, Plön; Sabine und Peter Radtke, Eutin.
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Anhang:
Von der Idee zum fertigen Plöner Planetenpfad

Erhard Wehrend


Am 9. Oktober 2007 stellte ich das Konzept des Plöner Planetenpfades zunächst dem Bürgermeister der Stadt Plön und dann der Presse und der Öffentlichkeit vor und bat um Unterstützung für die Realisierung.
Zunächst stellte ich den Prototyp einer Planeten-Schautafel her, um potentielle Sponsoren von der Schlüssigkeit des Projektes zu überzeugen.
Das Werben um die nötigen Mittel war der schwierigste Teil des Projektes und von vielen Rückschlägen begleitet. Parallel dazu wurde entworfen, verworfen, berechnet, getextet, gegrübelt und konstruiert. Schließlich mussten Angebote eingeholt werden und die Entwürfe immer wieder an die mittlerweile zugesagten Sponsorengelder angepasst werden. Die Auftragsvergabe eilte den Sponsorenzusagen stets weit voraus. Dadurch hatte ich auch ständig die Gefahr vor Augen, dass die Endabrechnung für mich selbst in einem finanziellen Fiasko enden könnte. – Aber das Glück war auf meiner Seite. Auch machten gute Freunde mir immer wieder Mut und standen mir mit Rat und Tat zur Seite. Am 12. März 2008 passte alles zusammen und der Startschuss zum Bau des PPP fiel.
Die Aufträge an die Stahlbaufirma, die Erd- und Beton arbeiten, sowie die Druckaufträge für die Info-Folien gingen an Firmen der Kreise Plön und Ostholstein. Die Sonne jedoch und die Planetenkörper, musste ich aus vielerlei Gründen in Eigenleistung selbst anfertigen.

Die Herstellung der Modell-Sonne:
Schon die Unterkonstruktion musste bereits eine exakte Kugelform haben. Das setzte genaue Berechnungen und eine gute Werkstatt voraus. Dafür war die Plöner Tischlerei Ploog genau die richtige Adresse.

Rohsonne

Hier fand ich den geeigneten Arbeitsplatz für die Herstellung der „Roh-Sonne“ und wurde mit Rat und Tat sehr unterstützt.

 

 

 

 

 

 

 

GasplanetenObere Reihe:
Die großen Gasplaneten sind aus präzise geschliffenen Gläsern, ein Geschenk der Fa. Hauser aus Wetzlar an den Plöner Planetenpfad. Darunter: Die Edelstahl-Modelle der kleineren Gesteinsplaneten.

 

 

 

 

In der Kellerwerkstatt:

Kellerwerkstatt

Die Planetenkörper bekommen hier in der eigens dafür gebauten Rotations-Halterung ihr endgültiges Aussehen.

Die Einweihung des Planetenpfades am 26.April 2008

Erbauer und Schirmherr

der Erbauer, Erhard Wehrend,
der Schirmherr, Bürgermeister Jens Paustian,
sowie die Gäste

Sonne Gaeste

und
selbst die Sonne,
alle strahlen sie

mit dem jungen Plöner Planetenpfad um die Wette! Saturn Ringe

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Daten zum Planetensystem:

Tabelle

Am 8. Mai 2013 wurde der Planetenpfad per Schenkungsurkunde an die Stadt Plön übergeben.

Das Heft zum Plöner Planetenpfad gibt es hier als PDF zum Herunterladen (Größe der Datei: 2,341 MB).


Homepagewww.ploener-planetenpfad.de