Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie

  das Logo MPI

Plön ist Sitz der international renomierten wissenschaftlichen Forschungseinrichtung  Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie (MPI) mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Institut erfuhr in den letzten dreieinhalb Jahren eine umfangreiche Erweiterung um ein 1.260 Quadratmeter großes Tierlabor mit einer Investitionssumme von 14 Millionen Euro. Das am 2. Juli 2013 der Öffentlichkeit vorgestellte neue Tierlabor, in dem Laborversuche mit Hausmäusen durchgeführt werden, hatte im August 2013 seinen Betrieb aufgenommen.

Im Jahr 2017 feierte das Max-Planck-Institut sein 125-jähriges Jubiläum.


Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie
Straße:
August-Thienemann-Straße 2
PLZ/Ort:
24306 Plön
Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. Diethard Tautz
Telefon
+49 4522 763-0
Fax
+49 4522 763-351


Das Foto zeigt das Max Planck Institut für Evolutionsbiologie in Plön



Infos zum Max-Planck-Tag

  • Datum: 14.09.2018
  • Uhrzeit: 13:00 - 19:00
  • Ort: MPI Plön

Das Bild zeigt das Logo zum Max-Planck-Tag am 14.09.2018 Am Freitag, den 14. September beteiligte sich das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön am bundesweiten Max-Planck-Tag. Anlässlich dieses "Science Festivals" führte das MPI drei grosse Aktionen durch:

Am Vormittag sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 19 Schulen im gesamten Gebiet von Schleswig-Holstein gegangen, um einmal einen anderen Blickwinkel auf das Thema Evolutionsbiologie zu gewähren.

Eröffnung des Plöner Evolutionspfades
Um 13:00 Uhr wurde auf der Schiffsanlegestelle Marktbrücke ein Evolutionspfad eröffnet. Dieser Evolutionspfad ist angelehnt an die Idee des bereits bestehenden Planetenpfads in Plön. In insgesamt elf Stationen auf der 1,3 km langen Strecke über den Strandweg, die Eutiner Straße bis zum MPI wird die Geschichte und Evolution des Lebens auf der Erde dargestellt.
Den Flyer zum Evolutionspfad erhalten Sie hier.

"Forschen ist Neugier!" - Tag der offenen Tür am Max Planck Institut für Evolutionsbiologie
Zwischen 13:00 und 19:00 Uhr wurde interessierten Besucherinnen und Besuchern ein spannender Einblick in die Arbeit der Forschungsstätte gewährt. Auf einer WIssenschaftsralley für Jung und Alt konnte Forschung zum Anfassen erlebt werden, die neugierig machte.
Näheres kann dem Programm-Flyer entnommen werden.


Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie
Max Planck Institute for Evolutionary Biology
MPI-Pressemitteilung 02/17

Paul Rainey aus Neuseeland wechselt als neuer Direktor an das Plöner Max-Planck-Institut

Neuer Direktor des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön wurde auf dem Gebiet der mikrobiellen Populationsbiologie berufen.

Prof. Dr. Paul Rainey aus Neuseeland ist neuer Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön. Er war bislang Professor am New Zealand Institute for Advanced Studies sowie Leiter des Labors für Genetik und Evolution am Forschungszentrum Ècole Supérieur de Physique et de Chimie Industrielles in Paris (ESPCI Paris-Tech).
Nun freuen sich die Leitung sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Plöner Max-Planck-Instituts sehr, dass der hochkarätige Wissenschaftler als neuer Direktor zum 01. Februar 2017 beginnen wird, seine eigene Abteilung aufzubauen.


Die neue Abteilung Mikrobielle Populationsbiologie wird in ihrer Gänze ab Frühjahr 2018 bestehen und sehr vielschichtig arbeiten. Im Wesentlichen sollen anhand von Kleinstlebewesen, wie beispielsweise Bakterien, evolutionäre Prozesse experimentell erforscht werden. Diese experimentelle Evolution ist ein für das Institut besonders interessantes Feld, das den derzeitigen wissenschaftlichen Fokus optimal ergänzt.
„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, einen so herausragenden internationalen Wissenschaftler für unser Max-Planck-Institut zu gewinnen und somit nach Deutschland und Schleswig-Holstein zu holen“, sagt Arne Traulsen, der Geschäftsführende Direktor der Plöner Forschungsstätte.

Der Forschungsschwerpunkt der Experimentellen Evolution stellt auch eine vielversprechende Fortführung der bahnbrechenden Arbeit Raineys über die Ursprünge von Vielzelligkeit dar. Der Evolutionsbiologe konnte mit seinem Team im Labor die Entstehung vielzelliger Lebewesen in Echtzeit beobachten. So haben sich in ihren Experimenten aus Einzelzellen eines Bakteriums einfache fortpflanzungsfähige Zellverbände entwickelt, die als Vorstufe eines vielzelligen Organismus bezeichnet werden können. Dieser Übergang von einzelnen Zellen zu mehrzelligem Leben und die Mechanismen, die diesen Prozess steuern, sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Evolution höherer Lebewesen.

Darüber hinaus möchte sich der Wissenschaftler aber auch mit der Entwicklung dieser mikrobiellen Gemeinschaften beschäftigen. Hier interessieren den Neuseeländer insbesondere die Übertragung des Erbguts von einem Organismus dieses Verbundes in einen anderen, im Gegensatz zu von einer Generation auf die andere, und welche Auswirkungen das auf die Zellgemeinschaft hat. Theoretisch wird dieser sogenannte horizontale Gentransfer als mögliche Erklärung von wichtigen Entwicklungsschritten, wie eben von der Einzelligkeit zur Vielzelligkeit, gesehen.

In Verbindung mit dem Forschungszentrum Ècole Supérieur de Physique et de Chimie Industrielles in Paris (ESPCI Paris-Tech), wo Paul Rainey derzeit noch als Laborleiter arbeitet, möchte er die dort entstandene Millifluid-Technologie am MPI in Plön weiterentwickeln. Die revolutionäre Technologie beruht auf einem Mechanismus, nach dem die verwendeten Proben in Tausende von millimetrischen Tröpfchen aufgeteilt werden kann, wodurch die Zusammensetzung fein kontrolliert wird. Dies kann Rainey auf die Untersuchung von mikrobiellen Populationen und Gemeinschaften anwenden.

Der Forscher selbst empfindet seine Berufung als große Ehre und Gelegenheit.
„Ohne die große Unterstützung aus dem Institut wären die positiven Verhandlungen nicht möglich gewesen. Ich bin hocherfreut, nun als neuer Direktor Mitglied des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie zu werden“, meint der Professor. „Ich freue mich auf die Herausforderungen und Chancen, die sich durch den Aufbau der neuen Abteilung und auch die Weiterentwicklung des Instituts ergeben.“
Neben der wissenschaftlichen Arbeit freue er sich aber auch auf die weitläufige Umgebung von Plön und würde die vielfältigen Möglichkeiten zum Laufen, Segeln oder Radfahren in vollen Zügen genießen.

Paul Rainey wurde in Christchurch, Neuseeland, geboren und studierte Biologie an der University of Canterbury, wo er 1986 seinen Master und nur drei Jahre später seine Doktorarbeit fertigstellte. Direkt im Anschluss ging er für zwei Jahre an die Cambridge University in England. Zwischen 1991 und 2003 bekleidete der nun 54-Jährige verschiedene hochkarätige Stellen an der Universität und anderen Forschungsinstitutionen und Hochschulen in Oxford. 2003 kehrte er zunächst an die Auckland University und schließlich 2007 als Professor für Evolutionäre Genetik am New Zealand Institute for Advanced Studies nach Neuseeland zurück. Paul Rainey wurde 2011 als Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und externes wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie ernannt.
Paul Rainey ist ein hoch angesehener Wissenschaftler und auch die Max-Planck-Gesellschaft beschreibt ihn als einen der weltweit prominentesten Vertreter der experimentellen Evolutionsbiologie. Zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen oder renommierte Mitgliedschaften wurden ihm im Laufe seiner Forscherkarriere verliehen, darunter die Einstein Professur der Chinesischen Wissenschaftsakademie (Chinese Academy of Sciences, CAS), die Mitgliedschaft der Königlichen Gesellschaft von Neuseeland (Royal Society ofNew Zealand) oder die Mitgliedschaft der European Molecular Biology Organization (EMBO), der europäischen Wissenschaftsorganisation auf dem Gebiet der Molekularbiologie.

Das Bild zeigt den Wissenschaftler Paul Rainey

Bildunterschrift:
Prof. Dr. Paul Rainey ist neuer Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön.

Copyright: Paul Rainey


In der wintermonatlichen Vortragsreihe, die nun schon zum sechsten Mal veranstaltet wird, erklären Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anhand von wichtigen evolutionsbiologischen Themen die Forschung des Institutes. Diese Veranstaltungen richten sich an alle interessierten Personen, Fachwissen wird nicht vorausgesetzt.

Hier können Sie diesen Flyer im PDF-Format herunterladen.

AbendVortraege_flyer_2019


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