Stadt Plön und Johanniter unterzeichnen den Vertrag über den Bau der neuen Kindertagesstätte

Das Bild zeigt den Lageplan der KiTa Plauer Weg   Die Stadt Plön hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: Bevor der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten im April 2017 den Neubau einer Kindertagesstätte beschloss, wurden viele Alternativen geprüft und die Entwicklung der Bedarfszahlen kritisch im Auge behalten.

Bis zum 28.02. eines Jahres haben die Eltern in der Stadt Plön Zeit, ihre Kinder in einer der sechs Kindertagesstätten anzumelden. Erst dann ist für die Kindertagesstätten und die Stadt Plön endgültig absehbar, ob der Bedarf mit den vorhanden frei werdenden Plätzen befriedigt werden kann.

Schon Anfang 2017 war zu erkennen, dass der Bedarf die vorhandenen Plätze übersteigen wird, auch wenn der volle Umfang noch nicht absehbar war. Gemeinsam mit den Kindertagesstätten begann die Stadt Plön mögliche Maßnahmen zu prüfen:

•    Nutzung von Räumlichkeiten in der Rodomstorschule für eine Kita Gruppe von 20 Kindern. Die Idee scheiterte an den räumlichen und baulichen Auflagen.
•    Anbau an der Kindertagesstätte Regenbogenhaus. Das wäre aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Fläche problematisch.
•    Umbau des TSV Sportheims. Der Umbau ist sehr teuer und würde eine hohe Investition in fremdes Eigentum bedeuten.
•    Nutzung des ehemaligen ALDI Marktes in Stadtheide. Der ist für eine andere Verwendung vorgesehen.
•    Nutzung von Räumlichkeiten in der ehemaligen Pestalozzzi Schule. Aufgrund der Räumlichkeiten und des Außengeländes nicht geeignet.

Zeitgleich zu diesen Überprüfungen wurde Ende Februar in der ersten Vergabekonferenz mit den Plöner Kindertagesstätten klar, dass der Bedarf der Eltern so groß ist, dass die Einrichtung einer einzigen Kitagruppe mit 20 Plätzen nicht ausreicht. Es fehlten zu dem Zeitpunkt 15 U3 Plätze und 13 Ü3 Plätze. Durch Zuzüge und veränderte Lebensbedingungen in Familien (z.B. plötzlich allein erziehend) hat sich die Zahl der Unversorgten noch erhöht. Hinzu kommt, dass das Max Planck Institut und die Marineunteroffiziersschule für ihre Lehrgangsteilnehmer*innen auf der Suche nach Belegplätzen sind.

Entgegen der Prognosen der demografischen Entwicklung sind bislang die Kinderzahlen in Plön nicht zurückgegangen. Durchschnittlich leben 60 bis 70 Kinder pro Jahrgang in Plön. Gleichzeitig ist zu verzeichnen, dass die Bedarfe der Eltern nach Kinderbetreuung immens gestiegen sind.
Die dann favorisierte Lösung zur Deckung des Bedarfs war ein Neubau. In einem aufwendigem Interessenbekundungsverfahren wurden freie Träger angefragt, ob sie Interesse an dem Bau und der Betriebsführung einer Kindertagesstätte mit 40 Plätzen (20 U3 und 20 Ü3 Plätze) haben und wenn ja, zu welchen Konditionen. Unter den eingegangenen Bewerbungen wurden nach Abwägung aller relevanten Faktoren, wie z.B. Raumplanung, pädagogisches Konzepts, Finanzierung, Wunsch- und Wahlrecht der Eltern) die Johanniter Unfallhilfe Nord e.V. als Bauherrin und Träger der neuen Kindertagesstätte ausgewählt.


Die Stadt Plön ist sicher, dass die Johanniter mit ihrer Kindertagesstätte, die am 01.08.2018 ihren Betrieb aufnehmen soll, die Kita Landschaft für die Plöner Eltern positiv bereichern wird und freut sich auf die Zusammenarbeit!

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Das Bild zeigt den Schnitt Kita Plauer Weg - Ansicht von Norden   Das Bild zeigt den Schnitt Kita Plauer Weg - Ansicht von Norden, Westen und Osten