Die Würfel sind gefallen

Das Bild zeigt die Rathäuser Plön und Ascheberg Die Gemeinde Ascheberg hat vertraglich das Recht, die Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Plön zum Ende eines jeden Jahres, mit einer zweijährigen Kündigungsfrist, zu beenden. Davon hat die Gemeindevertretung Ascheberg am 15.11.2018 Gebrauch gemacht. Das ist nicht und das wird nicht von der Stadt Plön beanstandet. Allerdings wird es bedauert. Denn gesellschaftspolitisch begibt man sich andernorts auf den Weg die interkommunale Zusammenarbeit weiter auszubauen. Mit dem Vertrag wurde eine zweite Verwaltung gestärkt. Nun wird ein dritter Verwaltungssitz aufgebaut.

Die Stadt Plön beanstandet die Begründung, die zu dem gefassten Beschluss geführt hat. Wenn es nach den Worten der Gemeindevertretung Ascheberg geht, verwundert es doch, dass die Stadt Plön immerhin fünf Jahre „den Laden in Ascheberg am Laufen gehalten hat.“ Denn mit einem unfähigen Personal und einer unfähigen Leitung mit mangelhafter Qualität dies zu bewerkstelligen, ist doch eigentlich nicht möglich. Und so ist das auch nicht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Plön sind hoch qualifiziert und motiviert. Sie versuchen für die ihnen betrauten Kommunen, für Ascheberg, Bösdorf und Plön, immer nur das Beste zu erreichen. Die Verwaltung hat in den vergangenen Jahren immer gute Arbeit geleistet. Es ist ein Schlag ins Gesicht einer jeden Mitarbeiterin und eines jeden Mitarbeiters, den durch den Beschluss die gesamte Gemeindevertretung Ascheberg zu verantworten hat. Auf dieser Grundlage ist eine Zusammenarbeit nicht mehr denkbar. Aus diesem Grund schlägt die Verwaltung den Gremien der Stadt Plön vor, dass Vertragsverhältnis möglichst frühzeitig zu beenden und nicht noch zwei Jahre darauf zu warten.

Die in dem Beschluss konstatierte nicht zufriedenstellende Zusammenarbeit zwischen Stadt und Gemeinde kann von hier nicht nachvollzogen werden. Die Gemeinde Ascheberg hatte immer einen besonderen Stellenwert bei der Sachbearbeitung, war doch die kritische Haltung von Bürgermeister Menzel gegenüber der Verwaltungsgemeinschaft bekannt. Deshalb fiel es der Gemeinde Ascheberg offensichtlich auch schwer, konkrete Gründe zu benennen. Deshalb musste man sich mit pauschalen Begründungen helfen.

Und diese Begründungen entsprechen zum Teil auch nicht der Wahrheit. Die Gemeindevertretung Ascheberg hat in der Amtszeit von Bürgermeister Winter keinen Antrag zur Errichtung einer Außenstelle in Ascheberg an die Stadt Plön gegeben.

Die Feststellungen aus der gemeindlichen Pressemitteilung zur Beschlusslage, dass es eine Fülle von Versäumnissen gegeben hat (welche?), dass mangelnde Kompetenzen (von fachausgebildeten Mitarbeiter/innen?) und fehlerhaften Prozessen eine Schädigung der Gemeinde Ascheberg nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, entbehrt jeder Grundlage und wird aufs Schärfste zurückgewiesen.
   

Hier können Sie diese Pressemitteilung als PDF herunterladen.