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Luftbild Stadt Plön
Die Stadt Plön war auf Grund des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes (EWKG) verpflichtet, die Kommunale Kälte- und Wärmeplanung (KWP) bis Dezember 2024 aufzustellen und dem Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) zu übersenden.
Für die Bearbeitung stellte das Land Konnexitätsmittel in Höhe von knapp 34.000€ zur Verfügung. Von Seiten der Stadt Plön wurden auf Grund der politischen Beschlüsse keine weiteren finanziellen Mittel hinzugegeben. Der Prozess in Plön begann schon 2022 mit dem Aufstellungsbeschluss durch die Ratsversammlung und wurde Mitte 2023 intensiviert. Die gesellschaftliche Bedeutung der KWP war zu der Zeit noch nicht so groß. Die Verzahnung auf Bundeebene mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) kam erst Ende des Jahres 2024. Schleswig-Holstein war hier mit anderen Bundesländern, wie Baden-Württemberg in einer Vorreiterrolle.
Die Leistungserbringung der KWP wurde ordnungsgemäß durch die Stadtverwaltung ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt das Büro Zeiten°Grad aus Kiel, dass den sehr engen Zeitplan bis Ende 2024 eingehalten hat. Die KWP wurde fristgerecht beim MEKUN eingereicht.
Ziel der KWP ist es als strategisches Instrument den Klimaschutz bei möglichst allen anderen Projekten und Prozesses innerhalb der Stadt mitzudenken. Sie ermöglich keine konkreten Aussagen zu belastbaren Kostenschätzungen einzelner potenzieller Wärmenetzprojekte. Allerdings kann sie aufzeigen, welche Bereiche in Plön, die Quartiere genannt werden, hohe Wärmeverbräuche aufweisen und damit für ein potenzielles Wärmenetz geeignet sein könnten und welche nicht. Es wurden noch zahlreiche anderen Untersuchungen und Prognosen vorgenommen.
Die in der KWP genannten Maßnahmen sind lediglich Empfehlungen des Planungsbüros dahingehend, wie das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 am besten erreicht werden kann.
Zentrale Ergebnisse für Plön:
In folgenden Quartieren zeigen sich hohe Wärmedichtelinien (also ein hoher Wärmeverbrauch auf einen Meter pro Jahr), weswegen dort Wärmenetze eine potenzielle und wirtschaftliche Lösung darstellen können – zumindest in bestimmten Bereichen in diesen Quartieren. Für detaillierte Aussagen müssten weitere Untersuchungen durchgeführt werden.
Weitere Bereiche in Plön, wie die Quartiere Appelwarder, Behler Weg oder Kieler Kamp sind nur unter bestimmten Bedingungen für ein Wärmenetz geeignet. Zuerst muss die konkrete Netzeignung in den priorisierten Quartieren geprüft werden. Anschließend kann dann untersucht werden, ob die Netze in den genannten angrenzenden Quartieren erweitert werden können. In allen anderen Bereichen Plöns werden Einzellösungen die wirtschaftlichste Lösung darstellen.
Faustformel für Plön: je geringer die Priorität des Quartiers in dem sich ihr Gebäude befindet, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine Einzellösung für Sie am wirtschaftlichsten ist und kein Wärmenetz entstehen wird.
Zusatz:
Im Rahmen der politischen Beratungen wurde fraktionsübergreifend und einstimmig beschlossen, dass die zukünftige leitungsgebundene Wärmeversorgung nach Möglichkeit durch geeignete externe Unternehmen zu planen und umzusetzen ist.
Der Prozess der Ausschreibung und Vergabe netzgebundener Wärmeversorgung wird derzeit seitens der Verwaltung vorangebracht. Es werden weitere politische Beratungen notwendig sein. Sie finden Information hierzu in der Präsentation in den Downloads auf den Folien 39-44.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an den Klimaschutzmanager der Stadt Plön
Mail: sebastian.welte@ploen.de
Tel.: 04522 – 505-741