Frau Jürina Groeneveld beklagt den derzeitigen Zustand des Kadettenfriedhofs, der sich nach ihrer Meinung in den letzten Jahren zum Negativen verändert hat. Für sie handelt es sich bei dieser Stätte nicht um einen normalen Friedhof, sondern um eine Art von Denkmal. Insbesondere vermisst Frau Groeneveld ausreichende Informationen über die erfolgte Umgestaltung.
Bürgermeister Paustian legt klar, dass es sich nicht um eine städtische Liegenschaft handelt, sondern um Eigentum des Landes Schleswig – Holstein, das demnach An-sprechpartner ist.
Frau Groeneveld bemängelt weiter, dass die Stadt Plön trotzdem aufgrund der histo-rischen Bedeutung nicht in die Umgestaltung einbezogen worden ist.
Frau Kirsten Hinrichsen kennt den Friedhof als Spaziergängerin. Für sie ist nicht der Eindruck entstanden, dass sich dort in den vergangenen zwei Jahren etwas verändert haben soll.
Herr Stefan Thomsen, Seestraße, gibt seinen Eindruck als Mitglied der Initiative Schönes Plön wieder. Seit einigen Jahren hat man sich über die unter Denkmalschutz stehende Anlage Gedanken gemacht. Er bezeichnet den damaligen Zustand als überwiegend ungepflegt und teilweise desolat. Sowohl der Verein Prinzenhaus Plön als auch die Initiative Schönes Plön haben unter Einbezug der Familien von dort beigesetzten Personen an der Neugestaltung mitgewirkt. Nunmehr ergäbe sich ein würdigeres Bild. In der Presse ist seither im Zusammenhang mit den geführten histo-rischen Rundgängen über Schlossgebiet und Prinzeninsel eine positive Resonanz zu vernehmen gewesen. Zwar sind einige Gräber eingeebnet worden, da sich die Nach-kommen nicht mehr ermitteln ließen. Nach seiner Kenntnis ist die Aufarbeitung jedoch in einem angemessenen Rahmen erfolgt.
Frau Groeneveld legt Wert auf die Feststellung, dass sie den Friedhof keineswegs als verwahrlost bezeichnet hat; vielmehr seien zahlreiche Grabmale entfernt worden, so dass der ursprüngliche Charakter stark verändert worden ist. Für sie wäre ein öf-fentlicher Aufruf zu einer Bürgerbeteiligung, ähnlich wie für die Gedenkstätte an der Bieberhöhe, das geeignetere Mittel gewesen.
Herr Achim Kuhnt, Spitzenort, fügt an, dass der Friedhof sich zwar im Landeseigentum befindet, Verwalter aber die Kirchengemeinde Plön ist. Die Friedhofsverwaltung wäre deshalb auch der richtige Ansprechpartner, nicht aber die Initiative Schönes Plön. Nach seinem Dafürhalten war die vormalige intensive Eingrünung der Anlage angemessener als der jetzige Zustand, den er als kahl bezeichnet. Vor einiger Zeit wurde anlässlich einer internen Veranstaltung von einem Landschaftsarchitekten eine neue Planung vorgestellt. Es sollte zunächst die weitere Entwicklung abgewartet werden.
Herr Klaus Beha zeigt sich darüber verwundert, dass die Stadt Plön an den laufenden Planungen über die zukünftige Gestaltung nicht beteiligt wird. Seines Wissens finden seit einiger Zeit diesbezüglich Abstimmungsgespräche ohne die Stadt statt.
Frau Kricheldorff, Bauamtsleiterin der Stadt Plön, verdeutlicht, dass sich der Kadet-tenfriedhof im Eigentum des Landes befindet und somit wie ein Privatgrundstück zu behandeln ist, wobei natürlich eine gewisse Außenwirkung besteht. Dies ist die rein rechtliche Betrachtungsweise. Somit ist eine Einbindung der Stadt Plön nicht zwingend geboten, wohl aber wünschenswert.
Bürgervorsteher Krüger nimmt es als Anregung auf, dass die Stadt mit dem Land Kontakt aufnimmt und darum bittet, zumindest über die vorgesehenen Veränderungen unterrichtet zu werden.
Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.