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Aktueller Sachstand zur Sanierung der B 76 Trent bis Plön
Stadt Plön sucht dringend Wohnraum zur Unterbringung von Geflüchteten
Aufgrund personeller Engpässe - Einschränkung der Sprechzeiten im Bürgerbüro
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Beratungsverlauf:
Ausschussvorsitzender Melzer leitet den TOP ein. Er bittet Herrn Henning Bergmann von der KielRegion GmbH, dem Auditorium das Projekt „Sprottenflotte“ vorzustellen.
Herr Bergmann referiert mit Unterstützung einer Powerpoint – Präsentation und nennt die wichtigsten Eckdaten des Bikesharing – Programms. Dieses wurde vor knapp einem Jahr in Kiel gestartet. Das Programm ist inzwischen auch in Kronshagen, Altenholz. Schönkirchen, Mönkeberg, Heikendorf und Laboe etabliert. In Kürze folgt Schwentinental. Zu Beginn umfasste die Flotte 150 Fahrräder an 14 Stationen. Inzwischen stehen 300 Räder an 32 Punkten zur Verfügung. Die Nutzung ist über eine App, eine Internetseite oder per telefonische Anmeldung möglich. Zurzeit ist die erste halbe Stunde jeder „Ausleihe“ kostenfrei. Weitere 30 Minuten werden mit einem Euro abgerechnet. Die Tagesmiete beträgt maximal 9 Euro. Die Pilotphase läuft noch bis Ende des Jahres und lässt einen weiteren erfolgreichen Verlauf des Projektes erwarten, denn bisher sind über 13.000 Nutzer:innen und 120.000 Ausleihen seit Juni 2019 erfolgt. Im kommenden Jahr sollen Plön, Preetz, Eckernförde und Rendsburg hinzugewonnen werden. In Plön ist ein Beginn im März 2021 denkbar. Die Kosten für die Stadt hängen von der Ausstattung der Räder ab, die sowohl als Normalversion und als Pedelecs vorgehalten werden können. Weiterhin ist die Anzahl der Stationen ein mit entscheidender Faktor. Die Kosten für die Stadt lägen nach allerersten Schätzungen bei rd. 4.000 Euro p. a.. Der letztliche Betrag ist auch von der Förderquote (90 %) abhängig. Für Plön wurden zunächst 15 potenzielle Stations – Standorte angedacht, wobei hier, je nach Erfahrungswerten in Abhängigkeit von der Frequentierung, flexibel reagiert werden könnte.
Die Räder können z. B. in Plön gemietet und in Kiel wieder abgestellt werden. Die Firma Nextbike, ein weltweit operierendes Unternehmen der Fahrradverleih - Branche als Kooperationspartner, ist auch für die „Verteilung“ und ggf. den Rücktransport der Räder zuständig.
Ratsherr Möller weist darauf hin, dass der Bedarf in der Stadt Kiel mit ihren zahlreichen Studierenden ein anderer ist, als in der Stadt Plön. Auch unterscheiden sich die Altersstrukturen erheblich. Er wünscht zu wissen, ob diesbezügliche Statistiken geführt werden.
Herr Bergmann bestätigt dies im Prinzip; es werden vierteljährliche Statusberichte mit Bewegungsprofilen erstellt. Mit dem Angebot verändert sich aber auch die Nutzung.
Bürgermeister Winter sieht für Plön ein größeres Potenzial bei Pendlern, die ihr Fahrzeug auf Parkplätzen am Stadtrand abstellen könnten und den weiteren Weg zur Arbeitsstätte mit einem Mietbike zurück legen. Im Übrigen wird sich keine Konkurrenzsituation zu den ortsansässigen Fahrradverleihern ergeben; deren Kundenkreis ist weitestgehend dem Fremdenverkehr zuzurechnen.
Ratsfrau Meyer erachtet es als sinnvoll, die Gebietsabdeckung z. B. um die Gemeinden rund um den Großen Plöner See, auch aus touristischen Gründen, zu erweitern.
Bürgermeister Winter sieht durchaus wünschenswerte Erweiterungsmöglichkeiten auf den Bereich der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz. Hier wären allerdings noch entsprechende Gespräche zu führen. So wäre von Bosau, Eutin oder Malente eine Rückfahrt mit Boot oder Zug denkbar, eine durchaus reizvollen Kombination. Ein Fragezeichen steht lediglich hinsichtlich der unterschiedlichen Regionen im Raum: Eutin und Bosau zählen zur Metropolregion, die „Sprottenflotte“ hingegen ist ein Projekt der KielRegion.
Hinsichtlich der Stationsstandorte im Stadtgebiet sind noch konkretisierende Überlegungen anzustellen; so wären der bisher nur gering genutzte Parkplatz an der früheren „Todeskurve“, die Fläche am alten Güterbahnhof oder auch an der Marineunteroffzierschule überlegenswert. Diese Optionen sollten auch im Fahrradforum diskutiert werden.
Ratsherr Buth merkt an, dass bei einem „Routensplitting“ auch längere Strecken kostenlos zurückgelegt werden können.
Bürgermeister Winter hält fest, dass das Fahrradkonzept vom StEP am 12. August 2020 zu beschließen ist, wenn eine Auftragserteilung zum 31. August 2020 erfolgen soll.
Die Nachfrage Ratsherrn Buths nach der Notwendigkeit eines Ratsversammlungsbeschlusses beantwortet Bürgermeister Winter dahingehend, dass über den Haushalt 2021 Mittel bereitgestellt werden bzw. schon im laufenden Haushaltsjahr berücksichtigt worden sind.
Der Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Bergmann für seinen Vortrag.
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