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Aktueller Sachstand zur Sanierung der B 76 Trent bis Plön
Stadt Plön sucht dringend Wohnraum zur Unterbringung von Geflüchteten
Aufgrund personeller Engpässe - Einschränkung der Sprechzeiten im Bürgerbüro
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Beratungsverlauf:
Hauptausschussvorsitzender Buth bezieht sich auf das Verwaltungspapier VO/RV/2020/2014 und übergibt sodann an Herrn Ohms, leitender Bürobeamter und Autor der Vorlage.
Herr Ohms trägt vor, dass der Hauptausschuss darum gebeten hatte, welche Auswirkungen z. B. das Ausscheiden der Gemeinde Ascheberg aus der Verwaltungsgemeinschaft, die Einführung des Bürgerbüros sowie personelle Veränderungen auf den Raumbedarf der zentralen Verwaltung haben.
Die Ausgangslage ließ einen künftig sinkenden Platzbedarf vermuten, so dass der angedachte Verkauf des Gebäudes Schlossberg 12 sich zu konkretisieren schien. Dieser, wie Herr Ohms das Ergebnis bereits vorweg nimmt, ist derzeit nicht realisierbar. Dort haben derzeit 6 Mitarbeiter*innen ihre Arbeitsplätze. Diese auf die vorhandenen weiteren Baulichkeiten zu verteilen, ist in der Praxis undurchführbar.
Ein zusätzlicher Faktor ist der Brandschutz; ein diesbezügliches Konzept in Verbindung mit einem Flucht- und Rettungswegenetz wird derzeit von Fachkräften im Hause entwickelt.
Er richtet anschließend die Bitte an die Ausschussmitglieder, gezielte Fragen zu stellen, aber auch Anregungen einzubringen.
Ratsherr Jagusch ruft den Anwesenden ins Gedächtnis, dass mit der Inbetriebnahme des Bürgerbüros die Aussicht verknüpft worden war, die Liegenschaften Schlossberg 12 und Kaaktwiete 1 verkaufen zu können. Er bringt seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass, trotz der Eröffnung des Bürgerbüros, hier kein Fortschritt erkennbar ist.
Der vor längerer Zeit gestellte Antrag, die Mehrkosten durch das Bürgerbüro in Zahlen zu fassen, ist bisher nicht beantwortet. Er bittet zu bedenken, dass in Zukunft neue Arbeitsplatzkonzepte, wie z. B. Homeoffice, Desksharing u. a.. immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.
Auch die Nebenkosten müssen Gegenstand der Gesamtbetrachtung sein.
Ratsherr Koll bittet darum, auch die zum Teil ungenutzten Dachgeschosse im Komplex Schlossberg 3 / 4 auf eine Nutzungsmöglichkeit für Bürozwecke hin zu überprüfen. Ebenso steht die zweite Etage im Otto – Haack – Haus Lange Straße 22 leer.
Bürgermeister Winter macht darauf aufmerksam, dass die genannten Räumlichkeiten die für Arbeitsplätze geltenden DIN – Normen nicht erfüllen.
Ratsherr Schröder warnt davor, auf vorhandenen Raum ohne zwingenden Grund zu verzichten. Dies insbesondere im Zusammenhang mit Presseberichten über Unstimmigkeiten zwischen dem Amt Lütjenburg – Land und der Stadt Lütjenburg, die eine neue Verwaltungspartnerschaft anstrebt. Hierin könne eine Chance für die Stadt Plön liegen.
Herr Ohms betont, dass die 2014 vom Amt Großer Plöner See übergeleiteten Fachkräfte nach dem Fortfall der Tätigkeiten für Ascheberg größtenteils in der Zwischenzeit neu hinzu gekommene Aufgaben wahrnehmen. Darüber hinaus waren Stellenzuwächse zu verzeichnen, wie die des Klimaschutzmanagers oder im bautechnischen Bereich.
Die Auslagerung von Büroarbeit und Personal in deren Privatwohnräume, wie in der Corona – Krise übergangsweise geschehen, war aus der Not heraus improvisiert worden.
Bürgermeister Winter hat von Desk – Sharing bisher nur überwiegend negatives gehört, z. B. einen erhöhten Krankenstand. Außerdem verwendet die Stadt noch physisches Aktenmaterial, was Desk – Sharing nicht gerade förderlich wäre.
Homeoffice ist nicht gleichbedeutend mit einem Notebook und einer Datenübertragung. Da es sich faktisch um einen Arbeitsplatz handelt, gelten hier gleiche Vorschriften, z. B. hinsichtlich der Ergonomie (Sitzplatz, Schreibtisch, Beleuchtung u. a.).
Aufgrund des notwendig gewordenen Stellenzuwachses besteht jetzt schon ein Handlungsdruck; so sind einige Büros mit zwei Mitarbeiter*innen belegt, was zu Beeinträchtigungen führen kann.
Das Rathaus selbst weist erhebliche Sanierungsrückstände, z. B. hinsichtlich der Elektrik, auf.
Der Verkauf von Schlossberg 12 und Kaaktwiete 1 wird noch länger eine Wunschvorstellung bleiben.
Die Kosten für das Bürgerbüro, das mit rd. 300 Kundenkontakten im Monat sehr gut angenommen wird, sind nicht einfach zu ermitteln. Es ist genau zuzuordnen, was auf die Stadt und was auf die Versorgungs GmbH entfällt. Hinzu kommen steuerliche Problemstellungen.
Der Hauptausschuss nimmt Kenntnis.
Vorsitzender Buth unterbricht die Sitzung von 20:42 Uhr bis 20:49 Uhr.