Beratungsverlauf:
Auf Bitten des Vorsitzenden trägt Herr Neufeind, Wirtschaftsförderungsbeauftragter der Stadt Plön, hierzu vor.
Das Jahr 2020 war weitgehend von den Auswirkungen der Corona – Pandemie dominiert, die in vieler Hinsicht auf das Wirtschaftsleben, auch in der Stadt Plön, Einfluss nahm und natürlich noch weiterhin nimmt. Ein Dauerziel bleibt die Attraktivierung der Innenstadt und die Förderung und Verbesserung der Umbedingungen für Handel, Gewerbe und Handwerk. Zu Beginn der Pandemie wurde das Projekt PLÖN.hiflt Unternehmen ins Leben gerufen, das es den vom ersten Lockdown betroffenen Unternehmen ermöglichte, mit ihrem Liefer- und Abholservice im Internet präsent zu werden. Die Resonanz war mit 23 Beteiligten durchaus zufriedenstellend, wobei die Ergebnisse von den Beteiligten unterschiedlich beurteilt wurden.
Ein Betrieb hat sich unmittelbar mit einem Hilfeersuchen an die Stadt Plön gewandt. Die hierbei zu überwindende Hemmschwelle darf dabei nicht unterschätzt werden.
Gebündelt werden Wirtschaftsinformationen über die Auswirkungen der Corona – Krise auf der Website der Stadt Plön veröffentlicht. Darüber hinaus wurden im Jahr 2020 gezielt 27 Infos per E – Mail an die Mitglieder des Stadtmarketingvereins zeitnah versandt. Die Inhalte bezogen sich z. B. auf Hilfsprogramme monetärer Art, Angebote von Unternehmensberatungen, Seminare u. a.. Ab März 2021 kann ein echter Newsletter kostenlos über die Homepage der Stadt Plön abonniert werden.
Bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung ging eine Anzahl von Anfragen nach Ansiedlungs- und Umsiedlungsflächen für Gewerbebetriebe ein. Topografiebedingt ist die verfügbare Fläche in Plön relativ gering. Es wird eine Kooperation mit der Stadt Preetz angestrebt; es ist naheliegend, einen Interessenten in der Region zu halten, als eine Abwanderung, z. B. ins Hamburger Umland, zu fördern.
Das Leerstandsmanagement gestaltet sich nach wie vor recht schwierig. Eine direkte Einwirkung ist nahezu unmöglich; die Stadt kann immer nur als Vermittlerin auftreten. Konkret lässt sich in diesem Zusammenhang der Einzug des Blumengeschäftes Vivaldi in das Gebäude Markt 16 nennen. Auch für die Verkaufsräume im Gebäude der ehemaligen Bäckerei Leptien gibt es einen Interessenten, der sich jedoch, krisenbedingt, derzeit noch zurückhält.
Erste Schritte zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sind z. B. die Absperrung der Fußgängerzone durch variable Poller. Die Anzahl der Kraftfahrzeuge hat dadurch stark abgenommen, was durch verminderte Abgasemissionen insbesondere der Außengastronomie zugutekommen wird.
Die Kooperation mit der Stadt Preetz könnte auch auf dem Sektor des Onlinehandels intensiviert werden. Nicht jedes Gewerbe zeigt sich hierfür als geeignet, wohingegen ein Internetauftritt heute praktisch auf allen Gebieten von Handel, Dienstleistungen, Gewerbe und Handwerk unverzichtbar ist.
Die Optimierung der Weihnachtsbeleuchtung wird in enger Zusammenarbeit mit der „Initiative Schönes Plön“ und deren reger Unterstützung konsequent weiterverfolgt.
Dauerthemen sind ferner eine transparente Öffentlichkeitsbeteiligung, die Koordinierungsrunden sowie der aktive Einbezug von Bereichen, wie z. B. der Schwentineplattform und deren Umgebung.
Nachdem keine Fragen aus der Ratsversammlung gestellt werden, bedankt sich der Vorsitzende bei Herrn Neufeind für dessen Ausführungen.