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ALLRIS - Auszug

17.06.2021 - 5 Einwohner:innenfragestunde

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Wortprotokoll

Beratungsverlauf:

 

Der Vorsitzende erläutert die Regularien für eine Teilnahme.

 

Herr Kai Böhrens, Wehrführer der Stadt Plön, ist sowohl personell als auch sachlich verantwortlich für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt. In diesem Zusammenhang möchte er über den Ausbauplan für den Pkw Parkplatz am Feuerwehrhaus informieren. Bereits im Jahr 2018 wurde ein Antrag gestellt, den Schotterplatz auszubauen. Der jetzige Zustand entspricht nicht den Sicherheitsvorschriften der Hanseatischen Feuerwehr Unfallkasse Nord. Es haben sich bisher mehrere Unfälle mit Personenschäden oder Sachschäden an Pkw ereignet. Er gibt zu bedenken, dass die Kamerad:innen bei jeder Witterung, so auch im Winter bei Schneelage und noch ungeräumten Straßen, alarmiert werden können. Bei der Anlage des Schotterplatzes war der seinerzeitige Grundgedanke gewesen, eine vollständige Bodenversiegelung zu vermeiden und die Wasserdurchlässigkeit zu erhalten. Diese eigentlich positive Intention hat sich im Laufe der Jahrzehnte leider ins Gegenteil verkehrt: Der Schotter hat sich mittlerweile durch die Auflast der Fahrzeuge verdichtet bzw. es haben sich Absenkungen gebildet, in denen nach Regenfällen Wasser steht. Bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt bildet sich Eis. Beide Zustände führen zu Glätte und erhöhen die Sturzgefahr, was in einigen Fällen zu Verletzungen führte. Die Hanseatische Feuerwehr Unfallkasse rät z. B. auch von Rasengittersteinen ab, da feuchtes Gras die Rutschgefahr erhöht. Rasenschotteroberflächen fördern die Bildung von Spurrillen und  erschweren die Schneeräumung. Die beste Homogenität bietet hingegen eine trittsichere und ebene Pflasterung. Es geht allein darum, dass die freiwilligen Einsatzkräfte ihre Fahrzeuge gefährdungsfrei dort abstellen können. Aus Sicht der Wehrführung erscheint eine Ertüchtigung des Unterbaus für Schwerlastverkehr als nicht notwendig.

 

Stellvertretender Wehrführer Dührkoop ergänzt, dass sich durch die festgelegten Einsatzgrundzeiten regelmäßig Stresssituationen ergeben. Infolge der dadurch bedingten beschleunigten Bewegungsabläufe erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen durch Stürze, Ausrutschen u. ä. auf unebenem Boden, noch bevor der eigentliche Einsatz begonnen werden kann. Nicht jede Blessur wird auch gemeldet; ein verstauchter Fuß kann nach einigen Tagen wieder genesen sein, ohne dass eine offizielle Unfallanzeige erfolgt ist. Auch er erkennt einen dringenden Handlungsbedarf.         

 

Hauptausschussvorsitzender Buth bedankt sich und räumt ein, dass ihm noch nicht alle Aspekte, die für einen Ausbau der Stellplätze sprechen, bekannt gewesen sind.

 

rgermeister Winter hat Überwegungsrechte zugunsten der Bahn prüfen lassen. Diese bestehen nicht. Der viele Tonnen schwere Spülwagen muss jedoch den Sandfang unterhalb der B 430 anfahren können. Dieses Teilstück wäre für eine höhere Belastungsklasse besonders zu ertüchtigen.

 

r Ratsherrn Jagusch steht es außer Zweifel, dass die Sicherheit der Feuerwehrleute gewährleistet sein muss. Das Thema Schwerverkehr ist nach den Ausführungen der Feuerwehrvorstandsmitglieder für diese nicht von Relevanz und müsste, unabngig von der Parkplatzfrage, separat diskutiert werden.

 

Stellvertretender Wehrhrer Dührkoop hält eine Teilfläche entlang des vorhandenen Zaunes für die Pkw von 80 Feuerwehrangehörigen für ausreichend.

 

Ausschussvorsitzender Buth sieht eine grundsätzliche Diskussion darüber für erforderlich an, ob der ganze Platz schwerlastverkehrhig sein muss, nur eine Teilfläche davon oder ob eine bedarfsweise Befestigung, z. B. mit Stahlplatten, ausreichend wäre. Dies sollte auch von der Verwaltung geprüft werden.

 

Ratsfrau Meyer merkt an, dass der Parkplatz für die Privatfahrzeuge der Feuerwehrangehörigen nicht schwerlastfähig sein muss.

 

Ratsherr Jagusch rät dazu, die Mittel nicht zu streichen, sondern mit einem Sperrvermerk zu versehen, bis eine Klärung über die Art der baulichen Ausführung erfolgt ist.