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ALLRIS - Auszug

29.09.2021 - 6 Anfragen der Ratsmitglieder

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Wortprotokoll

Beratungsverlauf:  

 

6.1 Elektronische Beschlusswiedergabe

 

Ratsfrau Meyer bezieht sich auf den TOP ö 8 Jahresabschluss 2019 - . Sie fragt ab, für wen auf den Endgeräten der Beschluss die Beschlussempfehlung des Hauptausschusses an die Ratsversammlung sichtbar ist, bittet um entsprechende Handzeichen und nimmt sodann ihren Platz im Plenum wieder ein.

 

6.2 Verkehrswende in Plön

 

Ratsherr Gampert trifft die Feststellung, dass in Plön sehr häufig von der Verkehrswende die Rede ist, wozu auch die so genannte Sprottenflotte als ein Bestandteil zählt. Bevor dafür Mengen an Geld ausgegeben werden, der ÖPNV aber nicht gestärkt wird, so hält er dies für überzogen und sieht darin keineswegs eine Verkehrswende. Plön ist eine Flächenstadt mit sehr vielen Ecken und Kanten; wenn dann von „Sprottenflotte“ gesprochen wird, der letzte Stadtbus aber am Samstag um 20.00 Uhr zum letzten Mal fährt und es z. B. kein Anruftaxi gibt, fühlen sich viele in den Außenbezirken wohnende, vor allem ältere Einwohner:innen, die dann nicht mehr von A nach B kommen, vernachlässigt. Wer über ein Kfz verfügt, wird ohnehin dieses nutzen und nicht ein Fahrrad. Die meisten Plöner haben ein Fahrrad zu Hause. Nutzer:innen der Sprottenflotte werden vornehmlich Touristen sein. Ob dafür so viele Stationen gebraucht werden, muss jeder für sich entscheiden. Aber das Geld, das hierfür aufgewendet wird, sollte sparsamer verwendet werden und in die Stärkung des ÖPNV fließen. Dieser kann dann auch ältere Bürger:innen in andere Orte befördern, was derzeit durch die Bauarbeiten jedoch nicht möglich ist. Der Schienenersatzverkehr funktioniert mangelhaft, und selbst das PlönBad ist mit seinen Öffnungszeiten sehr eingeschränkt erreichbar. Zur Verbesserung müssten auch hierfür Mittel eingesetzt werden. Dennoch werden zigtausend Euro für die „Sprottenflotte“ ausgegeben. Ratsherr Gampert bittet darum darüber nach zu denken, wie hier umgeschichtet werden könnte.

 

rgermeister Winter korrigiert die Kostenangabe Ratsherrn Gamperts von zigtausend Euro auf 6.000 € im Jahr. Der ÖPNV wird dadurch nicht eingeschränkt. Mit 6.000 € pro Jahr ist beim ÖPNV gar nichts zu erreichen. Die Stadt Plön ist weder für den Stadt- noch für den Überlandverkehr zuständig und hat darauf keinen Einfluss. Dies ist Aufgabe des Kreises Plön. Die Stadt kann sich des Umstands erfreuen, dass sie in diesem Bezug von Kosten freigehalten wird. Ein gebührenfreier Stadtverkehr würde für die Stadt eine jährliche Belastung von etwa 1 Mio. € bedeuten. Die Sprottenflotte zielt nicht auf Touristen ab, die E Fahrräder vor der Förde Sparkasse hingegen schon. Die Stationen für die Räder der Sprottenflotte sind so positioniert, dass die Einpendler kostenfrei parken und mit dem Rad, ebenfalls zum 0 Tarif, in die Innenstadt einfahren können. Das ist ein Teil der Verkehrswende und trägt dazu bei, den Autoverkehr aus der Stadt fernzuhalten. Dies kommt einem schöneren Aufenthalt und Wohnen in Plön zugute. Alle Ausschüsse haben dem zugestimmt. Ursprünglich waren zehn Stationen geplant, nunmehr sollen noch drei verwirklicht werden. Der Bürgermeister ist der Auffassung, dass damit der Haushaltskonsolidierung genügend Beachtung entgegengebracht wurde.