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ALLRIS - Auszug

15.12.2021 - 4.2 Mitteilungen des Bürgermeisters

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Wortprotokoll

Beratungsverlauf:  

 

4.2.1 Stadtentwicklungskonzept

 

Nach dem erfolgten Beschluss konnte die Ausschreibung abgeschlossen werden. Die erste Vorbesprechung hat stattgefunden. Er berichtet deshalb an dieser Stelle darüber, weil ein sehr enger Zeitplan vorgegeben ist. Bis zum 27. September 2022 müssen alle Vorbereitungen abgeschlossen sein. In der Vorbesprechung wurde thematisiert, dass eine Lenkungsgruppe eingesetzt wird und dass diese wie folgt besetzt werden sollte: Je Fraktion ist ein Mitglied vorgesehen. Er bittet die Bürgervorsteherin um Mitteilung an Frau Zemite, welche jeweiligen Mitglieder teilnehmen werden. Verwaltungsseitig werden der Bürgermeister, Frau Schulz, Frau Zemite, Herr Homeyer, Herr Hartmann und Frau Dahmke als Umweltschutzbeauftragte, Frau König für den Seniorenbeirat, ein Mitglied des heute neu konstituierten Kinder- und Jugendrates, das noch zu benennen ist, für den Tourismus Frau Backmann als Leiterin der Tourist Info, Frau Wacks als Vertreterin der Belange für Menschen mit Behinderungen, Frau Torges als Gleichstellungsbeauftragte und Frau Kißr das Stadtmarketing. Insgesamt sind es ungefähr 18 Personen, die der Bürgermeister als das obere Limit bezeichnet. Noch im Februar 2022 soll zu der ersten Zusammenkunft eingeladen werden. Die Bestandsaufnahme muss bis März 2022 abgeschlossen sein. Bis Juli 2022 sollen erste Maßnahmen und Projekte vorgestellt und beschlossen werden. Die entsprechende Sitzung im StEP, der dort federführend ist, ist bereits vorterminiert und wird noch mit dem Ausschussvorsitzenden abgestimmt. Er hat seine Mitteilung bewusst heute unter „Berichte“ gefasst, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Er bittet um Verständnis für den gewählten Weg und wird rechtzeitig zur ersten Lenkungsgruppensitzung einladen. Er bittet darum, dass die Fraktionen und die Beiräte bereits vorab Überlegungen anstellen, wie sie sich Plön 2030 / 2040 vorstellen, was an Bedürfnissen für die Zukunft besteht, was aus heutiger Sicht vielleicht gut oder auch schlecht ist, so dass sich daraus die weiteren Schritte ergeben. Die Lenkungsgruppe wird den Namen „Lenkungsgruppe Ortsentwicklungskonzept“ tragen.

Die Schreiben an die Fraktionen und die Beiräte sollen noch in dieser Woche versandt werden.

Es liegt noch ein weiterer Bericht vor, den er aber nicht selber halten wird. Heute fand die konstituierende Sitzung des Kinder- und Jugendrates statt. Die Wahlzeit war abgelaufen. Nunmehr hat sich ein Kinder- und Jugendrat in neuer Zusammensetzung formiert. In Absprache mit der Bürgervorsteherin ist der frühere Vorsitzende, Herr Jonas Paustian, gebeten worden, seine Amtszeit Revue passieren zu lassen und den neuen Vorstand vorzustellen.

 

4.2.2 Abschlussbericht des 1. Kinder- und Jugendrates

 

Herr Paustian bedankt sich bei der Bürgervorsteherin für die Gelegenheit, einen Rückblick auf seine Zeit als Vorsitzender des Kinder- und Jugendrates verlautbaren zu können. Er beginnt seinen Vortrag mit einer kleinen Anekdote vom heutigen Tag: Als er sich für die heutige Neuwahl umgekleidet hat, hat er zufällig dasselbe Hemd wie zu der konstituierenden Sitzung seiner Wahlperiode ausgewählt. Dazu empfand er eine schwarze Krawatte als passend. Seine Mutter fragte ihn daraufhin, weshalb er denn eine Trauerkrawatte trage. Dies hat für ihn durchaus eine Berechtigung, da für ihn eine besondere Zeit mit viel Freude endet, der er doch ein wenig nachtrauert. Etwas Trost findet er in den Worten der ehemaligen Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, die einmal bemerkte, dass Demokratie durch Veränderung lebt; er glaubt, dass auch heute im Kinder- und Jugendrat eine Veränderung ein Stück weit spürbar geworden ist.

r ihn startete die Reise in den Kinder- und Jugendrat im Herbst 2019. Er hatte im Landtag von § 47 f der Gemeindeordnung für Schleswig Holstein gehört und begeisterte sich sofort für den Gedanken, den Interessen von Kindern und Jugendlichen Gehör zu verschaffen, so dass ihm die Wahl in den Kinder- und Jugendrat der Stadt Plön sehr gelegen kam. Die Kandidatur war für ihn von dem Augenblick an, als er erfuhr, dass er überhaupt kandidieren durfte, keine Frage mehr. Dies sei für ihn als Bösdorfer kein selbstverständlicher Umstand gewesen. Schließlich handelt es sich um den Kinder- und Jugendrat der Stadt Plön. Er bedankt sich an dieser Stelle herzlich dafür, dass auch die Kinder und Jugendlichen hierfür wählbar sind, die nicht in Plön wohnen und ihre Interessen vertreten können. Das schafft einen ganz anderen Blickwinkel für den Kinder- und Jugendrat, was er als sehr löblich ansieht. Gleichzeitig mit der Kandidatur begann dann auch der Wahlkampf. Im Gegensatz zu den Angehörigen des Nachfolgegremiums stand der Konkurrenzgedanke seinerzeit im Hintergrund. Es ging zuerst um eine hohe Wahlbeteiligung. Die Themen wurden dabei eher beiläufig positioniert. Für ihn stand dabei der ÖPNV im Fokus, was auf seinen Wohnort in der Gemeinde Bösdorf zurückzuführen war. Am 20. November 2019 fiel der Startschuss im Gymnasium Schloss Plön. Tag darauf folgte die Gemeinschaftsschule Am Schiffsthal mit einer grandiosen Wahlbeteiligung. Nach Beendigung der Wahlhandlung ergab die Auszählung insgesamt 553 Stimmen, also nahezu eine Beteiligung von fast der Hälfte der Wahlberechtigten. Damit handelte es sich um die zweithöchste Wahlbeteiligung in Schleswig Holstein. Dieses hat die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates stets mit Stolz erfüllt und den Rücken gestärkt. Am 10. Dezember 2019 fand dann die konstituierende Sitzung statt. Es folgte zunächst die Verpflichtung durch Herrn Bürgermeister Winter nach seiner Wahl zum Vorsitzenden. Dann durfte er, wie seine Nachfolgerin heute, die Sitzungsleitung übernehmen und die Wahlen seiner Stellvertretung, Celine und Muhamed, leiten. Sodann wurde vereinbart, eine Geschäftsordnung zu erarbeiten, die trotz Corona Chaos, in diesem Jahr, mit Unterstützung des Bürgermeisters, erstellt werden konnte. Es folgten Vorstellungen in der Ratsversammlung und in den Ausschüssen, zuerst im Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus. Er und sein Stellvertreter wiesen auf erste Problematiken hin, die ihnen aufgefallen waren, gaben Hinweise und vertraten ihre Auffassung in der Diskussion. Es wurden Kontakte zu anderen Kinder- und Jugendräten in Kiel und Eutin geknüpft. Es wurden auch Projekte verfolgt, die älter als der eigentliche Rat sind. Im Gegensatz zu dem Außentrampolin hinter der Aula, war die Dirtbahn nicht ohne weiteres umzusetzen. Erst fiel der sicher geglaubte Standort an der Övelgönne weg. Die ohnehin schwierige Standortsuche wurde durch die untere Naturschutzbehörde des Kreises erschwert: Der alte Trainingsplatz an der Fünf Seen Allee kam ebenfalls nicht in Frage. Er zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass eine adäquate Lösung mit hohen Erfolgschancen auf den Weg gebracht werden konnte. Er freut sich darauf, dem jetzt amtierenden Rat zu einem Abschluss dieser Projekte beglückwünschen zu können. Zu einem großen Anteil bewegte zu Beginn seiner Amtszweit den Kinder- und Jugendrat der öffentliche Nahverkehr: Überfüllung, Verspätung, Probleme mit Alfa Taxen, Bushaltestellen, und auch der Einsatz von Minibussen zum Marktplatz. Auch die Idee einer vernftigen Basketballanlage wurde im Kinder- und Jugendbeirat geboren. Eine Erweiterung der Ehrenamtskarte und Vergünstigungen für Juleica waren weitere Themen. Einen großen Raum nahm der Klimaschutz ein, ebenso der Radverkehr, der damit im Zusammenhang gesehen werden kann. Ein weiteres Ziel ist es, eine Kooperation mit dem Seniorenbeirat einzuleiten. Bei machen Themen biss man auf Granit, andere begleiteten die gesamte Amtszeit.

Noch vor der 100 Tage Bilanz mit den Kieler Nachrichten, markierte der 13. März 2020 eine Zäsur. Über den pädagogischen Begleiter, Herrn Jörg Jaudzim, erreichte den Kinder- und Jugendbeirat die Hiobsbotschaft, dass auch dieser von den Kontaktminderungen zu dieser Zeit betroffen war. Wie viele andere Lebensbereiche, war der Kinder- und Jugendrat in seiner Arbeit massiv eingeschränkt. Online konnte man zwar weiterhin Kontakt halten, dennoch gestaltete es sich häufig schwierig. Die Motivation war durch die veränderten Umstände angeschlagen. Der Kontakt zu Jugendlichen ließ sich in dieser Zeit schwer herstellen, da keinerlei Veranstaltungen möglich waren. Selbst mit dem neu geschaffenen Instagram Account ließ sich dieser Entwicklung kaum entgegenwirken. Alle sind herzlich eingeladen unter kijurat_ploen, einmal vorbeizuschauen, wenn jemand diese Plattform nutzt. Zwar war die Teilnahme an den Sitzungen der Ratsversammlung und der Ausschüsse in dieser Zeit noch ein Lichtblick und es wurde der Eindruck vermittelt, konstruktiv mitwirken zu können. Dennoch liefen viele Planungen ins Leere: Das Medientraining mit dem Seniorenbeirat oder jüngst die Abschlussfeier für den ersten Kinder- und Jugendrat. Alles in Allem ist festzustellen, dass die Pandemie einen großen Anteil der Amtszeit gekostet hat. Dennoch lässt auch positives bilanzieren: In Bezug auf den Schulbusverkehr wurde z. B. beim Kreis Plön, beim Schulverband und den Verkehrsbetrieben interveniert; die Zusatzbusse, die in diesem und im letzten Jahr eingesetzt wurden und werden, gehen sicherlich zu einem Teil auf die vom Rat hergestellte Aufmerksamkeit zurück. Auch im Klimaschutzkonzept hat der Kinder- und Jugendrat seine Spuren hinterlassen. Es wurde ein erster Antrag gestellt: Stichwort Rettungsringe. Ein großer Verdienst, wie der pädagogische Begleiter, Herr Jaudzim stets hervorgehoben hat, ist die Etablierung des Kinder- und Jugendrates in der Kommunalpolitik der Stadt Plön. Die Ziele waren nicht immer deckungsgleich; Meinungsverschiedenheiten prägten die Kinder- und Jugendratszeit, innerhalb des Rates und mit der Politik. Doch in den kontroversen Debatten und das Ringen um die besten Lösungen bedankt er sich insbesondere beim Bürgermeister, der                            

dem Rat stets mit Rat und Tat zur Seite stand und ihn unterstützt, gefördert und ernst genommen hat. Er bedankt sich im gleichen Zug bei der Verwaltung für ihre Unterstützung, insbesondere bei der Stadtjugendpflegerin, Frau Elke Springer und ganz besonders bei dem Bindeglied zwischen Erwachsenenwelt und Jugendrat, Jörg Jaudzim, dem er an dieser Stelle seinen ganz besonderen Dank ausspricht.

Er dankt des Weiteren der Lokalpresse, die dem Kinder- und Jugendrat  in hochqualitativem Maße mediale Präsenz verschafft hat. Er spricht ebenfalls seinen Kollegen aus dem Kinder- und Jugendrat seinen Dank aus, weil ihr Engagement deutlich über das durchschnittliche Maß hinausgegangen ist. Sein weiterer Dank gilt den Mitgliedern der Ratsversammlung und der Ausschüsse, die dem Kinder- und Jugendrat viele Einblicke in ihre Arbeit gewährten und ihn stets unterstützten. Er zeigt sich weiterhin dankbar für das Projekt „Kinder- und Jugendrat als solcher“, das nunmehr entfristet wurde, als das effektivste Instrument der Kinder- und Jugendbeteiligung.

Anlässlich der heutigen konstituierenden Sitzung übergab er sein Amt an seine Nachfolgerin, Antonia Boy, die ebenfalls aus der Gemeinde Bösdorf stammt. Die Interessen des Kinder- und Jugendrates werden nun mit noch mehr Kindern und Jugendlichen verfolgt. 

Herr Paustian bedankt sich bei seiner Zurerschaft für die ihm entgegengebrachte Aufmerksamkeit.

 

rgervorsteherin Gräfin von Waldersee wünscht sich, dass er den neuen Mitgliedern bei Bedarf hilfreich zur Seite steht. Sie konstatiert, dass der Rat nun überwiegend aus weiblichen Mitgliedern besteht, und bittet die neue Vorsitzende sowie weitere Mitglieder zum Podium.

 

Die neue Vorsitzende stellt sich vor und verleiht ihrer Freude darüber Ausdruck, dass sie für die nächsten zwei Jahre die Geschicke des Kinder- und Jugendrates mitgestalten kann.

 

Drei weitere Mitglieder, Raja, Mark und Julian, schließen sich ihr vor dem Publikum an.               

 

Sodann bittet sie den pädagogischen Begleiter des Kinder- und Jugendrates an das Mikrofon. Herr Jörg Jaudzim empfindet die vergangenen zwei Jahre ebenfalls als eine überwiegend positive Erfahrung. Obwohl er zu Beginn der Amtszeit noch Zweifel hegte, vermag er sich nun der Aussage des ehemaligen Vorsitzenden anzuschließen, dass sich der Kinder- und Jugendrat in der Stadt Plön als eine Institution etabliert hat. Er blickt zuversichtlich in die neue Amtsperiode.

 

rgervorsteherin Gräfin von Waldersee wünscht für die zu bewältigende Arbeit viel Freude und ein gutes Gelingen. Sie sichert zu, dass die Ratsversammlung das Ihrige dazu beitragen wird.