Beratungsverlauf:
Ausschussvorsitzender Melzer erteilt Frau Sabine Hübner, Beauftragte für barrierefreies Angeln im Landesportfischerverband, zu diesem TOP das Wort.
Frau Hübner erläutert sehr ausführlich, die dem Protokoll beigefügte Präsentation zum Netz der barrierefreien Angelplätze in Schleswig-Holstein. Sie hatte hierzu bereits mit dem ehemaligen Bgm. Winter Kontakt. Mittlerweile ist Frau Hübner zum 3. Mal hier, 2019 war der Anfang, nun möchte sie erläutern, wie das Projekt fortgeschritten ist.
Die blauen Zahlen auf Seite 1 der Präsentation zeigen die Standorte der älteren Angelplätze, die modernisiert werden. Die roten Punkte markieren die geeigneten Standorte, wo Angelplätze gebaut werden sollen und erhöhter Bedarf besteht, wie auch in Plön und Timmdorf.
Die gelben Punkte markieren die geplanten Standorte am Nord-Ostsee-Kanal. Dies geht leider nicht so schnell, da hier eine Bundesbehörde zuständig ist.
Wichtig ist Frau Hübner, der Name „barrierefreier Angelplatz“ und nicht „Behindertenangelplatz“. Die Barrierefreiheit ist für jedermann gedacht: Personen mit Rollstuhl, Rollatoren, Kinderwagen oder auch kurzzeitigen Beeinträchtigungen, wie Verletzungen. Diese Angelplätze sollen für jedermann zugängig sein, auch ohne einen entsprechenden Nachweis.
Die Aufgabe der Planung hat das Land S-H, nachdem es diverse Einzelanträge bekam, an den Landessportfischerverband übertragen. Es ist ein Teil des Landesaktionsplanes.
Die Präsentation zeigt Fotos von barrierefreien Angelplätzen z.B. Oldenburg, Lübeck, Bad Segeberg oder an der Wakenitz.
Geeignete Standorte sind für Schleswig-Holstein bereits ausfindig gemacht. Die Förderung in Höhe von 85 % kommt aus der Fischereiabgabe, die restlichen 15 % sind anderweitig zu finanzieren. Für Plön erfolgt die Finanzierung über den Landesfischereiverband, so dass für Plön dahingehend keine Kosten entstehen.
Zum Ende der Planung müssen Nutzungsverträge mit den Grundstückeigentümern geschlossen werden und die Informationen auf der Internetseite zugänglich gemacht werden.
Als Standort in Plön ist der Stadtsee angedacht, zwischen dem Parkplatz Appelwarder und den Glascontainern, sei ein geeigneter Platz. Dieser hat auch einen Durchstich zum kleinen Plöner See. Der Untergrund würde mit Paddockplatten befestigt werden, worüber eine dünne Erdschicht und eine Einfassung mit Rasenkantensteinen erfolgen würde. Somit wäre es auch für Blinde geeignet. Alle Nutzer sind sich aber darüber bewusst, dass sie sich in der Natur bewegen.
Ein spezieller Behindertenparkplatz würde, laut Fr. Hübner, an dieser Stelle nicht notwendig, da sich die barrierefreien Angelplätze als Angebote für diverse Menschen richten, die nicht unbedingt einen Behindertenausweis haben.
Abschließend möchte Frau Hübner noch mit auf den Weg geben, dass ist ihr wichtig ist, Dinge selbst bestimmt zu machen, aber mit allen anderen gemeinsam. Es geht ihr um das Miteinander.
Ausschussvorsitzender Melzer bedankt sich für den tollen Vortrag, dem schließen sich die Ausschussmitglieder an.