Inhalt
ALLRIS - Auszug

21.02.2008 - 6 Ausbau des Gänsemarktes, Beratung des Entwurfs

Reduzieren

Wortprotokoll

 

Fachgruppenleiter Klink informiert den Ausschuss von einer Stellungnahme der VKP zu den in der letzten Sitzung vorgestellten Planung. Die VKP äußert Bedenken wegen der vorgesehenen zu geringen Breite des Baumtors, sie bemängelt fehlende Sichtachsen und beurteilt die Linienführung der Trasse als gefährlich für die Passanten auf dem Fußweg durch den aus der Kurvenfahrt sich ergebenden Überstand der Fahrzeuge sowie durch Spiegel.

Diese Kritik konnte zusammen mit dem Planungsbüro entkräftet werden: die lichte Durchfahrtsbreite des Baumtors kann aufgeweitet werden, die Sichtachsen sind angesichts der zur Verfügung stehenden Entfernung von 30 m zum Anhalten des Fahrzeuges für eine angemessene Reaktionszeit mehr als ausreichend und die Gefährdung der Fußgänger durch überstehende Teile des Busses wie Spiegel kann durch eine Verbreiterung der Wasserrinne minimiert werden.

In der Diskussion wird die Frage gestellt, warum das Baumtor stadtauswärts vor der Einmündung des Kannegießerbergs platziert ist und ob die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs schon weiterverfolgt worden ist. Die Lage des Baumtors ergibt sich aus den für Großfahrzeugen wie Müllabfuhr etc. erforderlichen Schleppkurven mit den notwendigen Kurvenradien. Zum Schutz der Besucher der Bücherei, der VHS und des Mehrgenerationenhauses ist das Baumtor zweckmäßiger vor der Einmündung angeordnet.

Die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs ist bislang noch nicht thematisiert worden, die baulichen Voraussetzungen dazu werden allerdings mit dem vorgesehenen Ausbau geschaffen. In diesem Zusammenhang wird gebeten, den verkehrsberuhigten Geschäftsbereich auf den Bereich der Einmündung zur Lübecker Straße auszudehnen.

Weiterhin diskutiert der Ausschuss über die Notwendigkeit, auf der östlichen Seite der Straße einen Gehweg anzulegen. Dagegen spricht, dass auf dieser Seite der Straße oft Lieferantenfahrzeuge zum Be- und Entladen halten, da die Zufahrt in die Fleethörn hinein durch parkende Autos verstellt ist. Unterstützt wird diese Beobachtung durch die offensichtliche Tatsache, dass diese Seite der Starße von Fußgängern selten benutzt wird, da diese bereits schon auf Höhe des Gänsemarktes die Straße wechseln, um auf die andere Seite Richtung Innenstadt zu gelangen.

Für die Anlage eines Fußweges spricht eigentlich nur den Fakt, dass die aus den Gebäuden Gänsemarkt 1 und 2 herausführenden Eingangstreppen ansonsten direkt auf die Fahrbahn führen würden und auch die vom Strohberg herunterkommenden Fußgänger eine Gelegenheit erhalten müssen, sicher zur nächsten Querungsmöglichkeit zu gelangen.

Diese Argumente betrachtend gelangt der Ausschuss zumindest mehrheitlich zu der Überzeugung, dass auf den Gehweg nicht verzichtet werden kann, so wünschenswert dies auch wäre.

Die 2 Halteplätze für die Videothek, die in Senkrechtaufstellung vor dem Gebäude Gänsemarkt 4 vorgesehen sind, sollten wenn möglich gedreht werden.

 

Der Ausschuss wiederholt sich in seiner Auffassung, dass die Fleethörn im Rahmen dieser Planung mit überplant und saniert werden sollte.

 

Differenzen bestehen nach wie vor in der Materialwahl für die Fahrbahn. Während die Verwaltung einen Asphaltbelag aus Gründen der Haltbarkeit und der Geräuschminimierung favorisiert, gehen die Mehrzahl der Ausschussmitglieder von einer Pflasterung aus. Da diese unterschiedlichen Auffassungen während dieser Sitzung nicht aufgelöst werden können, sollen die Fraktionen darüber beraten und in der nächsten Sitzung ihre Vorstellungen offenbaren.

 

Abschließend stellt der Ausschuss aber fest, dass eine grundsätzliche Übereinstimmung zur Planung mit lösbaren Differenzen in Einzelheiten besteht.