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ALLRIS - Auszug

06.03.2008 - 5 Ausbau des Gänsemarktes; weitere Beratung des E...

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Wortprotokoll

 

Der Vorsitzende stellt zu Beginn fest, dass es bei der heutigen Beratung nicht mehr um die prinzipielle Art des Ausbaus, sondern um die Materialwahl geht. Er bittet Herrn Keller, die Vorstellungen des Planungsbüros zu erläutern.

 

 Herr Keller geht zunächst auf den Wunsch ein, die Fahrbahn mit Natursteinpflaster herzustellen.  Als Vorteile sieht er den Altstadtcharakter der Pflasterung, es wirkt geschwindigkeitsdämpfend und es ist bei Reparaturen generell günstiger.

Nachteilig ist, dass es generell teurer als Asphalt ist, dass wenig anfallendes Pflastermaterial zur Wiederverwendung zur Verfügung steht und infolgedessen teuer hinzugekauft werden muss, dass Pflasterflächen höhere Geräuschemmissionen verursachen, dass Pflasterflächen insbesondere an den steileren Stellen höhere Unfallgefahren für Fahrradfahrer bedeuten und dass die Gewährleistungsarbeiten schwieriger zu handhaben sind.

Die Kosten beziffert er für Asphalt mit Betonrecycling als Unterbau mit 40 €/m², für Pflaster ohne Fugenverguß 75 €/m², für Pflaster mit Fugenverguß 100 €/m² und einen Zuschlag von 25 €/m² für das Verlegen in Beton, das an einigen Stellen wegen des Busverkehrs zwingend notwendig werden wird.

 

In der anschließenden ausführlichen Diskussion werden folgende Argumente für oder gegen Pflaster bzw. Asphalt genannt, wobei einige Argumente für ein Material ebenso gut als Argument gegen das andere Material verwendet werden können.

 

Argumente:

 

·        Pflaster zu teuer für Stadt und auch für die Anlieger, im Sinne der Anwohner kostenvernünftige Entscheidung treffen

·        Ursprünglicher Kostenanschlag gesenkt auf 130.000 €, deshalb Pflaster nicht möglich

·        Hoher Reparaturbedarf und Folgekosten bei Pflaster aufgrund Busverkehr

·        Höhere Geräuschemmissionen bei Pflaster, Lärmschutz ist Umweltschutz

·        Altstadtcharakter kann auch durch andere Gestaltungsmaßnahmen erreicht werden, z. B. durch entsprechende Gestaltung der Fleethörn, Natursteinborde und Natursteinrinne, möglichst auch der Verwendung von Natursteinpflasterung für die Parkplätze

·        Niedrigere Geschwindigkeiten auf Pflaster, Umbauziel Verkehrsberuhigung wird erreicht

·        Höhere Geschwindigkeiten auf Asphalt werden kompensiert durch entsprechende Gesamtgestaltung

·        „Aspaltband“ Fahrbahn kann aufgebrochen werden durch phasenweise Pflasterung

·        lieber einheitliche Linienführung mit Asphalt, Altstadtcharakter durch andere Gestaltungsmaßnahmen

·        Entscheidung für Pflasterung bereits in der 57. und 58. Sitzung gefallen

·        Verkehrsberuhigung durch Baumtor stimmt nicht, da aus dem Vierschillingsberg ausfahrende Fahrzeuge automatisch in die Stadt und nicht in Richtung Bundesstraße gelenkt werden

·        Baumtor Richtung Stadt verschieben und damit die Ausbaustrecke reduzieren, mit den eingesparten Kosten Mehrkosten für Pflasterung auffangen

·        Bei Verschiebung des Baumtores reduziert sich auch die zu pflasternde Fläche, deshalb lieber gleich bei Asphalt bleiben

·        Bei Verschiebung des Baumtores Straßenquerung besonders für behinderte Fußgänger weiterhin schwierig

·        Asphalt sicherer für Fahrradfahrer

·        Asphalt ist geeigneter für den Winterdienst

·        Bei Verschiebung des Baumtores Vierschillingsberg abgekoppelt von der Verkehrsberuhigung

·        Zwei Parkplätze vor der Videothek weg, dafür ein Parkplatz parallel zur Straße Kannegießerberg

·        Zwei Parkplätze vor der Videothek beibehalten, aber in der Richtung drehen

 

Die ausführliche Diskussion wird unterbrochen durch einen Antrag der CDU-Fraktion auf Sitzungsunterbrechung.

 

Die Sitzung wird für 5 Minuten unterbrochen.

 

Nach der Sitzungsunterbrechung stellt Dr. Fehlberg für die CDU-Fraktion folgenden Antrag:

„Der Ausschuss möge beschließen,

·        dass das Baumtor in Richtung Gänsemarkt verlegt wird,

·        dass von der Bahnhofstraße her der steile Streckenabschnitt vor dem ehemaligen Nürnberger Trichter mit Asphalt belegt wird,

·        dass daran anschließend der Streckenabschnitt unter Einbeziehung der Fleethörn und zur Betonung des Platzcharakters bis zum Baumtor hin gepflastert wird,

·        und dass für die Pflasterung eine günstige Pflasterart mit sehr kleiner Fuge gewählt wird, um Lärmbelästigung aufgrund der Pflasterung zu vermeiden.“

 

 

Der Vorsitzende stellt für die SPD-Fraktion den nachfolgenden Antrag:

„Der Ausschuss möge beschließen,

  • dass die Ausbausituation so , wie dies in der letzten Sitzung beschlossen wurde,

belassen wird,

  • dass die Fahrbahn mit einem Asphaltbelag hergestellt wird,
  • dass die Gehwege mit Klinker und die Rinne aus Naturstein hergestellt werden,
  • und dass der Altstadtcharakter der Fleethörn durch geeignete Gestaltungsmaßnahmen betont wird.“

 

Der Vorsitzende lässt dann über den Antrag der CDU- Fraktion abstimmen. Für den Antrag stimmen 5 Ausschussmitglieder, gegen den Antrag stimmen 2 Ausschussmitglieder und ein Ausschussmitglied enthält sich der Stimme:

5 Ja-Stimmen

2 Nein-Stimmen

1 Enthaltung.

 

Der Vorsitzende stellt fest, dass damit der Antrag der CDU- Fraktion mehrheitlich angenommen worden ist und eine Abstimmung über den SPD- Antrag folglich keinen Sinn mehr ergibt.