Fachgruppenleiter
Klink trägt den Inhalt der vorgeschlagenen Vereinbarung vor und weist darauf
hin, dass die Gesamtzahl der von Ascheberg beabsichtigten zusätzlichen
Wohneinheiten mit den nach dem neuen Landesentwicklungsplan bis 2025 zulässigen
Wohneinheiten übereinstimmt.
Die einzelnen
Tranchen, die abschnittsweise verwirklicht werden sollen, sind jeweils
entsprechend großen Wohngebieten zugeordnet, die an der vorgesehenen
Entlastungsstraße liegen. Diese Tatsache demaskiert natürlich das Argument, die
Wohngebiete seien eine direkte Finanzierungsfolge dieser dringend benötigten
Entlastungsstraße, denn wenn der Bau der Entlastungsstraße zeitlich mit der
Realisierung der einzelnen Wohngebiete korrespondiert, dann wird die Entlastung
durch die Straße erst 2025 eintreten.
In der anschließenden
Diskussion wird deutlich, dass der Vereinbarungsvorschlag suggeriert, die
Gesamtzahl der zulässigen Wohneinheiten würde gleich auf den zur Verfügung
stehenden Zeitraum geteilt. Dies ist aber nur vordergründig richtig, denn bei
der Bemessung der einzelnen Tranchen wird jeweils der Endzeitpunkt des
Verwirklichungszeitraums definiert. Das bedeutet aber, dass die Zahl der
zulässigen Wohneinheiten auch
bereits zu Beginn des Abschnitts verwirklicht werden können, so dass es nach
dieser Vereinbarung möglich und zulässig wäre, bis 2011, also bereits in drei
Jahren, 57 Wohneinheiten errichtet zu haben. Dies stünde auch im Gegensatz zu
dem im neuen Landesentwicklungsplan aufgestellten Grundsatz für die Gemeinden,
dass die 8 % der zu verwirklichenden Wohneinheiten über den gesamten Zeitraum
bis 2025 gleichmäßig verteilt werden sollen.
Die Vereinbarung geht
im übrigen von der falschen Voraussetzung aus, dass Plön und Ascheberg die
gleichen Startbedingungen haben. Dies ist aber definitiv falsch, da die
Gemeinde das ihr zustehende Soll bis heute mehr als übererfüllt hat, während
die Stadt das ihr zustehende Kontingent noch nicht annähernd erreicht hat.
Tendenz im Ausschuss
ist es, darauf hinzuarbeiten, dass bis 2015 zunächst die Zahl der in Plön zu
verwirklichenden Wohneinheiten angeboten werden kann, und die Gemeinde
Ascheberg erst danach beginnen kann, ihre Baugebiete mit wenigen Ausnahmen zu
entwickeln. Dadurch könnte eine gewisse Entflechtung erreicht werden.
Der Ausschuss ist
sich weiterhin einig, dass über die Gewerbeflächendarstellung bezüglich einer
gemeinsamen Entwicklung gesprochen werden muss.
Die Diskussion steht
unter dem Vorbehalt, dass die Angelegenheit noch in den Fraktionen diskutiert
werden muss.