Kämmerer Titze erläutert den vorgelegten Bericht.
Das
vorläufige Jahresabschlussergebnis des Haushaltsjahres 2007 wurde von der Fachgruppe Finanzen ermittelt;
die Bildung der erforderlichen Haushaltsreste ist erfolgt. Die Jahresrechnung
mit den vorgeschriebenen Anlagen wurde ebenfalls aufgestellt und sodann im
Einzelnen erläutert.
Zum Jahresabschlussergebnis
ist folgendes festzustellen:
Verwaltungshaushalt:
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Haushaltssatzung
1. Nachtrag
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Jahresabschluss-
ergebnis
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Einnahmen
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14.316.500,00 €
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14.899.156,26 €
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Ausgaben
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17.234.000,00 €
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17.418.952,12 €
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Fehlbedarf /
Fehlbetrag
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2.917.500,00 €
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2.519.795,86 €
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Der Verwaltungshaushalt
schließt nach Durchführung der Jahresabschlussbuchungen im Haushaltsjahr 2007
mit einem
Fehlbetrag in Höhe von 2.519.795,86 €
ab. Somit ist eine Abschlussverbesserung
gegenüber dem 1. Nachtrag in Höhe von 397.704,14 € festzustellen.
Die Fehlbetragszuweisung für
das Defizit des Haushaltsjahres 2006 in Höhe von 509.000 € ist mit dem
Kasseneinnahmerest der Fehlbetragsabdeckung verrechnet worden, so dass diese
sich auf den Haushaltsansatz 2008 mindernd ausgewirkt hat, das
Abschlussergebnis 2007 aufgrund der Neutralisation in Einnahme und Ausgabe aber
nur hinsichtlich des Volumens tangiert.
Im Verwaltungshaushalt war es
zur Absicherung von bereits erteilten Aufträgen notwendig,
Haushaltsausgabereste in Höhe von 189.780,07 € (Vorjahr: 274.198,92 €)
anzuordnen und in das Haushaltsjahr 2008 zu übertragen.
Nicht verbrauchte
Haushaltsausgabereste aus dem Vorjahr waren in Höhe von 49.305,96 € in Abgang
zu stellen.
Die Abschlussverbesserung
ergibt sich zum einen aufgrund von Mehreinnahmen (z.B. Gemeindeanteil an der
Einkommensteuer: 90.900 €, Konzessionsabgaben EON -Hanse: 38.400 €) sowie zum
anderen aus Minderausgaben (z.B. Zinsen für Kommunaldarlehen und
Kassenkrediten: 12.000 €, Personalausgaben: 98.300 €).
Bezogen auf die
Haushaltsplanung betragen die prozentualen Abweichungen auf der Einnahmeseite +
rd. 0,51 % und auf der Ausgabeseite ./. rd. 1,88 %, jeweils bereinigt um die
nicht veranschlagte Fehlbetragszuweisung.
Vermögenshaushalt:
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Haushaltssatzung
1. Nachtrag
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Jahresabschluss-
ergebnis
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Einnahmen
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1.854.100,00 €
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1.739.068,50 €
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Ausgaben
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1.854.100,00 €
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1.739.068,50 €
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Der Vermögenshaushalt schließt
aufgrund des Ausgleichsfaktors der Darlehensmittel in Einnahme und Ausgabe in
Höhe von 1.739.068,50 € ausgeglichen ab.
Zur Absicherung der begonnenen
Investitionsmaßnahmen wurden Haushalts-ausgabereste in Höhe von 536.612,38 €
(Vorjahr: 1.025.120,80 €) angeordnet. Diese Reste beziehen sich insbesondere
vor allem auf Bauinvestitionen, wie z. B. Bau- und Planungskosten Gänsemarkt
(156.200 €), restliche Baukosten Tourist Info Großer Plöner See (208.117,99 €)
sowie restliche Bau- und Planungskosten Sohlgleite Spitzenort (75.000,00
€).
Insgesamt wurden
Haushaltseinnahmereste (Darlehensmittel, Zuweisungen, Beiträge) in Höhe von
540.013,35 € (Vorjahr: 1.013.624,58 €) angeordnet und in das Haushaltsjahr 2008
übertragen.
Des Weiteren konnten insgesamt
Abgänge auf Haushaltsausgabereste aus Vorjahren in Höhe von 29.837,99 €
vollzogen werden, die zur Finanzierung
von Investitionsmaßnahmen vergangener Haushaltsjahre nicht mehr benötigt
wurden.
Ein ausführlicher Bericht zum
Jahresabschlussergebnis des Haushaltsjahres 2007 folgt nach Vorprüfung der
Jahresrechnung durch Mitglieder des Hauptausschusses.
Vorprüfung der Jahresrechnung durch Mitglieder
des Hauptausschusses
Gem. § 94 Abs. 5 der
Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein ist die Jahresrechnung in Gemeinden, in
denen kein Rechnungsprüfungsamt besteht, durch einen Ausschuss der
Gemeindevertretung vorzuprüfen.
Diese Aufgabe nimmt gem. § 1
Ziff. 5 der Zuständigkeitsordnung der Hauptausschuss wahr. Die Vorprüfung der
Jahresrechnung des Haushaltsjahres 2006 wurde von den Mitgliedern des
Hauptausschusses, Ratsherren Dietz und Thielscher, vorgenommen.
Kämmerer Titze weist daraufhin, dass für das Jahr 2007 zwar
eindeutig der höchste Fehlbetrag in der Geschichte der Stadt Plön festgestellt
werden müsse, dass aber die aktuelle Entwicklung deutlich mache, dass der
Fehlbetrag auch in der absehbaren Zukunft erheblich abgebaut werde.
Auf Anfrage von Dr. Lorenzen, FWG-Plön, erklärt er, dass ein
Antrag auf Fehlbetragszuweisung gestellt wurde, aber noch nicht bekannt sei, in
welchem Rahmen das Gemeindeprüfungsamt eine Förderung vorschlage.
Ebenfalls auf Nachfrage von Dr. Lorenzen teilt Kämmerer
Titze mit, dass
der originäre Fehlbetrag des Jahres 2007 sich auf
rd. 396.000 € belaufen habe. (2.520.000 € Fehlbetrag 2007 abzügl.
2.124.000 € Fehlbetrag 2005 = 396.000 € orig. Fehlbetrag in 2007).