Ratsherr Hagen bringt als Vorsitzender des
Hauptausschusses den 2. Nach-
tragshaushalt ein.
Er weist daraufhin, dass die Kommunalaufsicht des
Kreises Plön das Erstlingswerk des Produkthaushaltes ausdrücklich gelobt habe.
Der 1. Nachtrag sei wegen des 2. Konjunkturprogramms
der Bundesregierung notwendig gewesen, weil einerseits hohe Zuschussmittel
andererseits auch hohe Ausgaben für die Schwimmhalle zu berücksichtigen seien.
Ebenso seien Ausgaben für den Anschluss der
Stadtsanierung nach 35 Jahren erforderlich und die viel zu optimistischen
Steuerprognosen des Landes hätten korrigiert werden müssen.
Im 2. Nachtrag könnten jetzt Mehreinnahmen an
Gewerbesteuer und am Einkommensteueranteil dazu beitragen, dass das Defizit des
1. Nachtrags um 568.400,00 € auf 959.300,00 € zurückgeführt werde.
Dies liege zwar noch über dem Fehlbetrag der Ursprungssatzung, aber da die
Verwaltung sparsam wirtschafte, sei es nicht utopisch, wenn der Jahresabschluss
wiederum den Ursprungsansatz unterbieten werde.
Die Investitionen des Finanzhaushaltes stiegen bei
den Ein- und Auszahlungen um 170.500,00 € an, wobei hauptsächlich die
Sohlgleite an der Ascheberger Straße zu Buche schlage. Der Darlehensbedarf im
Finanzplan sinke um 76.800,00 €, weil die Stadt aus der Abrechnung der
Fördermittel für den Bahnhofsumbau in die neue Tourist-Info einen
nachschüssigen Zuschuss von rd. 82.200,00 € veranschlagen könne.
Zum Abschluss seiner Ausführungen weist der
Hauptausschussvorsitzende daraufhin, dass Prognosen für das kommende und das
übernächste Jahr nur schwer abgegeben werden könnten. Es sei nicht abzusehen,
was das 2. Konjunkturpaket für die Wirtschaft vor Ort bringe und das
Wachstumsbeschleunigungsgesetz sei in jedem Fall zweischneidig, denn zumindest
in der Anfangsphase würden sowohl beim Land als auch bei den Gemeinden
Einnahmen fehlen.
Ratsherr Hagen bittet um Zustimmung zum 2.
Nachtragshaushalt und zur 2. Nachtragshaushaltssatzung.
Bürgermeister Paustian geht seinerseits zunächst auf
den 1. Nachtrag ein, dem gegenüber der 2. Nachtrag schon wieder positiver
hervorgehoben werden könne. Auf breiter Basis sei eine Verbesserungstendenz
festzustellen, hervorzuheben sei besonders die Mehreinnahme beim Gemeindeanteil
an der Einkommensteuer in Höhe von 147.000,00 €.
Das gesamte Vorgehen der Stadt zunächst einen
„Puffer“ von 5 % weniger einzubauen findet somit letztlich seine
Bestätigung.
Eine zweite große Verbesserung betreffe die
Gewerbesteuer, für die ein langjähriger Durchschnittsbetrag von 800.000,00
€ eingeplant worden sei. Die Gewerbesteuermessbescheide der letzten zwei
Monate ließen aber die Hoffnung zu, dass das Aufkommen um 260.000,00 €
zunehmen werde. Hierbei dürfe aber nicht verkannt werden, dass es sich um
positive Auswirkungen der Vorjahre handele. In 2010 müsste man sich mit
Sicherheit auf schlechtere Zahlen gefasst machen, zumal die Wirtschaftskrise
auch Plön erreichen werde, zwar mit Verspätung aber unaufhaltsam. Im Endeffekt
stehe jetzt der Ergebnishaushalt ganz erheblich besser dar, als noch aus der
Sicht des 1. Nachtrages und zwar mit einem um 568.400,00 € geringeren Fehlbetrag,
der nunmehr statt vorher 1.527.700,00 €
nur noch 959.300,00 € betrage.
Sicher ist, dass im nächsten Jahr bedeutend weniger
Investitionen getätigt würden, wenngleich es auch gelungen sei, den
Kreditbedarf mit dem 2. Nachtrag um 76.800,00 € zu senken, so stünden
immer noch über 2,5 Mio. € in der Haushaltssatzung. Dies werfe die Stadt
beim Schuldenabbau um etliche Jahre zurück. Es sei aber gemeinsamer Wille der
gesamten Ratsversammlung die Kosten für die Schwimmhalle und die
Städtesanierung auszugeben. Bereits am 15. d. Mts. werde jetzt die Arbeitsgruppe
aus Politik und Verwaltung zur Haushaltskonsolidierung zusammentreten, um sich
mit der Haushaltsplanung für 2010 zu befassen, sicherlich keine leichte Aufgabe
.
Für das uns mit dem ersten doppischen Jahresabschluss
sicher ins Haus stehende Defizit 2009 werde er einen Antrag auf
Fehlbetragszuweisung stellen können. Für 2008 sei dies nicht möglich gewesen.
Bürgermeister Paustian bittet ebenfalls die
Ratsversammlung um die Zustimmung zum 2. Nachtragshaushaltsplan und zur 2.
Nachtragshaushaltssatzung.
Für die SPD-Fraktion zeigt sich Ratsherr Pfau
erfreut, dass der 2. Nachtrag jetzt wieder gegenüber dem 1. Nachtrag eine
finanzielle Verbesserung mit sich bringe. Aber selbstverständlich sei der
Fehlbetrag knapp unter der Millionengrenze weiterhin eine beachtenswerte Größe.
Er lobt die Finanzplanung als sehr vorausschauend. Er gibt auch an dieser
Stelle noch einmal seine Enttäuschung darüber Ausdruck, dass die Resolution der
SPD-Fraktion nicht auf die Tagesordnung gesetzt worden sei, weil infolge des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes
mit Sicherheit mit einem Griff auch in die Kommunalkassen zu rechnen ist. Er
würde sich freuen, wenn er dennoch im nächsten Jahr eine ähnlich optimistische
Stellungnahme zur Veränderung gegenüber der Haushaltsplanung abgeben könnte.
Nach Abschluss der Rednerliste lässt Bürgervorsteher
Kreuzburg über die Beschlussvorschläge abstimmen.