Umweltschutzbeauftragter Achim Kuhnt trägt den
Bericht persönlich vor.
Der Bericht ist dem Original der Niederschrift als
Anlage beigefügt.
Ratsherr Krüger dankt für die CDU-Fraktion Herrn
Kuhnt zunächst für die gewohnt sachliche Weise, in der er sowohl seine
Mitarbeit im Fachausschuss Stadtentwicklung und Umwelt als auch seine Berichte
gestaltet.
Ratsherr Krüger geht auf drei Punkte gesondert ein.
Im Zusammenhang mit dem Lärmschutz an der B 76 / B
430 stellt er sich einen fairen Interessensausgleich vor, da es nach Ansicht
seiner Fraktion auch eine „optische Umweltverschmutzung“ gebe z.B.
wenn Lärmschutzwände in geeigneter Form und Größe aufgestellt würden.
Im Zusammenhang mit dem Projekt Seewiesen weist er
daraufhin, dass eine Kritik hieran zwar verständlich sei und auf Unsicherheit
beruhe, dass man aber nicht bei allen Projekten auf schon vorliegende
Erfahrungen zurückgreifen könne. Die CDU-Fraktion würde hier aber fair und ohne
Vorbehalte auf das umfangreiche Planfeststellungsverfahren vertrauen.
Bei der vorgesehenen Bebauung des Klinkerteichgeländes
halte auch die CDU-Fraktion eine genaue Abwägung der vorhandenen Interessen für
notwendig, es sei hierdurch schon erreicht worden, nur einen Baukörper zu
errichten. Auch hier müsse ein fairer Interessenausgleich oberste Maxime sein.
Für die SPD-Fraktion dankt Ratsherr Pfau Herrn Kuhnt
für seinen engagierten und informativen Bericht und wünscht, dass er als Umweltschutzbeauftragter
noch sehr lange die Beratungen der Stadt begleite.
Ein Klimaschutzkonzept halte er für die Stadt Plön
wegen fehlender finanzieller Ressourcen für schwierig.
Im Zusammenhang mit der Sohlgleite könne er erneut
feststellen, dass durch diese dem Bericht entsprechend höchstwahrscheinlich
auch der Schilfbestand positiv beeinflusst werden könne.
Das Baugebiet Seewiesen werde bekanntermaßen in der
SPD-Fraktion sehr kontrovers diskutiert. Insgesamt sei der gemeinsame Nenner,
dass die Auswirkungen auf Natur und Umwelt hier sehr genau beachtet werden
müssten.
Abschließend kritisiert Ratsherr Pfau, dass die
Landesregierung mit einer Stärkung des ländlichen Raumes gleichzeitig die
Siedlungsentwicklung insofern negativ beeinflusse, als dass sie eine Schwächung
der zentralen Orte bewirke. Diese Entwicklung sei auf lange Sicht nicht
tragbar.
Bürgermeister Paustian dankt Herrn Kuhnt ebenfalls für
seinen konstruktiven Bericht und die engagierte Begleitung der Beratung, vor
allem des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt.
Ratsherr Buth, SPD-Fraktion, dankt Herrn Kuhnt
ebenfalls und schließt sich den Stellungnahmen der Vorredner bis auf eine
Ausnahme an. Ratsherr Buth bemängelt, dass das von den Investoren in Auftrag
gegebene Gutachten zur voraussichtlichen Entwicklung der Wasserqualität seiner Ansicht nach zu spekulativ sei.
Ratsherr Dr. Lorenzen, FWG-Plön-Fraktion, weist
ebenfalls auf den hier bestehenden Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie hin.
Er lobt ebenfalls die jetzt vorgesehene stadtnahe Bebauung, da mit einer
stadtnahen Bebauung gleichzeitig ein Chaos des Verkehrs in der Innenstadt
verhindert werde.
Im Zusammenhang mit dem Lärmschutz an der B 76 / B
430 weist er daraufhin, dass er persönlich Plöner Bürger bei einer Petition an
Land und Bund unterstützt habe, um dieses Verfahren endlich voranzutreiben und
die ärgerliche Verzögerung wieder aufzuholen.
Die Ratsversammlung nimmt den Bericht zur Kenntnis.