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ALLRIS - Auszug

15.12.2015 - 8 Ausnahmelage - Regelung Plön und Umland

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Beratungsverlauf:  

Herr Paustian erklärt kurz, dass die satzungsgemäße Aufgabe des Feuerlöschverbandes die gemeinschaftliche Unterhaltung des Löschfahrzeuges ist und erteilt dem stellv. Kreiswehrführer das Wort zu der Thematik Ausnahmelagen.

 

Herr Meier-Lürsdorf bedankt sich für die Einladung und führt anhand der allen Bürgermeistern zugegangenen Dienstanweisung in die Thematik ein.

 

Ursächlich waren die großen Sturmlagenereignisse im Jahr 2013 von der der nördliche Kreis Plön stark betroffen war. Der Notruf 112 war seinerzeit überlastet, der Funk war zusammengebrochen. Die Leitstelle Mitte hätte 60 Arbeitsplätze besetzt haben müssen, auch die früherer Plöner Leitstelle wäre überlastet gewesen.

Für die Kreise Plön, Rendsburg-Eckernförde und die Stadt Kiel haben die Feuerwehren gemeinsam die Dienstanweisung erarbeitet.

 

Kernpunkt sind die Abschnittsführungsstellen (AFüSt), die die Leitstelle entlasten sollen. Im Kreis Plön bedeutet das zehn AFüSt anstatt 104 Einzelwehren, die über FAX ihre Einsätze erhalten und nur in schweren Ausnahmelagen über Funkgeräte kommunizieren sollen.

 

Die AFüSt sollen führen, das heißt ggf. Material verlagern, Personal verschieben etc.. Die Leitung vor Ort verbleibt auch bei den einzelnen Wehrführern vor Ort.

 

Dem Abschnittsführer bleibt frei gestellt, was er von der Mindestausstattung vorhält, ratsam sind Fax und Funk. Die Feuerwehren der Ämter, Gemeinden und Städte können sich für die Ausnahmelagen zusammenfinden. Dies empfiehlt er auch den Wehren Plön, Ascheberg, Bösdorf und den anderen beim Amt Großer Plöner See verbliebenen Gemeinden mit ihren Feuerwehren.

 

Ergänzend führt Herr Meier-Lürsdorf aus, dass vom Kreisfeuerwehrverband noch Handlungsanweisungen in naher Zukunft herausgegeben werden für Ausnahmelagen wie Sturm, Starkregen, Stromausfall, hohem Schneeaufkommen und man dann auch gemeinsam gerüstet sei für etwaige Katastropheneinsätze und dadurch Vorreiter in Schleswig-Holstein ist.

 

Für den 19. Januar 2016 kündigt er eine Übung an und schließt seinen Vortrag.

 

Amtswehrführer Manzke wird das Wort erteilt.

 

Für die amtsangehörenden Feuerwehren hatte er sich mit der FF Plön in Verbindung gesetzt aber auch mit dem THW in Plön am Behler Weg, letzteres wurde jedoch wegen abweichender Strukturen nicht als geeignet angesehen.

 

Im Amtsbereich gibt es kein Feuerwehrhaus, welches mit stationärem Funk ausgestattet ist. Zwei FF hatten sich aber bereit erklärt als AFüSt zu fungieren und der Amtswehrführer hatten bei den Gemeinden entsprechend um finanzielle Mittel geworben. Die Gemeindevertretungen baten jedoch darum Synergieeffekte mit den FF zu nutzen, die bereits entsprechend gerüstet sind, das sind die FF Plön, Ascheberg und Bösdorf.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt hat Herr Manzke die personelle Besetzung der AFüSt gegenüber dem Kreisfeuerwehrverband gemeldet, jedoch noch keinen Ort.

 

Der Verbandsvorsteher bittet Wehrführer Stüwe dazu Stellung zu nehmen.

 

Der Plöner Wehrführer erklärt, dass die gemeldete AFüst für Plön, Ascheberg und Bösdorf rund 14.000 Bürger und 80 km² umfasst und ausgelastet sei auch mit Blick auf vermehrt eingehende Anrufen von Bürgern, die bei besonderen Lagen zusätzlich abzuarbeiten sind.

 

Funk, Fax und Telefone sind im Plöner Feuerwehrhaus vorhanden, doch wirbt Wehrführer Stüwe bei einer etwaigen zusätzlichen Aufnahme weiterer Wehren für die Anschaffung eines mobilen Notstromaggregats, welches in Ausnahmelagen ins Haus eingespeist werden könnte und um eine entsprechende Kostenbeteiligung der anderen Gemeinden. Aggregat und Einspeisung halten sich an die empfohlene Mindestausstattung. Ergänzend führt er aus, dass nur das Netz der Telekom bei Stromausfall noch funktionieren wird und eine Stromeinspeisung erforderlich macht, auch mit Hinblick auf die Aufrechterhaltung des gesamten Feuerwehrgerätehauses.

 

Bürgermeister Schnathmeier, Gemeinde Kalübbe schlägt vor, die Bereiche anders aufzuteilen, zum Beispiel einen Abschnitt rund um das Feuerwehrhaus der Gemeinde Ascheberg und einen weiteren von Plön/Bösdorf nach Lütjenburg.

 

Bürgermeister Usinger, Gemeinde Grebin hält die Kosten und Notwendigkeit für ein Notstromaggregat für unangemessen. Plön sei ein zentral gelegener Ort, das Feuerwehrhaus ist das größte und aus seiner Sicht müsste es möglich sein, rein organisatorisch und technisch darin zwei AFüSt einrichten zu können.

 

Aus der Gemeinde Lebrade lobt Bürgermeister Prüß die gut funktionierende Zusammenarbeit im täglichen Feuerwehrleben und hinterfragt deshalb, warum es nicht möglich sei in Ausnahmelagen in einem Feuerwehrhaus nebeneinander mit zwei AFüSt agieren zu können.

 

Verbandsvorsteher Paustian erklärt, dass die Ausnahmelagen evtl. mit einem Erhalt der früheren Kreisleitstelle leistbar gewesen wäre. Er pflichtet dem Vorschlag des Amtswehrführers bei, dass es noch Gesprächsbedarf für das Herbeiführen einer einvernehmlichen Lösung besteht und spricht im Namen der Bürgermeister die Empfehlung aus, dass die Gemeindewehrführer Plön, Ascheberg und Bösdorf sowie der Amtswehrführer sich zeitnah, noch vor der geplanten Übung, im Plöner Feuerwehrgerätehaus treffen und gemeinsam eine Lösung erarbeiten.

 

Sollte es keine Lösung geben, stellen einige Bürgermeister den Feuerlöschverband in Frage. Dazu hebt Bürgermeister Paustian hervor, dass dies keine klassische Aufgabe des Verbandes ist, sondern die Unterhaltung eines gemeinsamen Löschfahrzeugs, wie der Verbandssatzung zu entnehmen ist.

 

Nachdem es keine weiteren Wortmeldungen gibt, schließt der Verbandsvorsteher die Sitzung und wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2017.

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Anlagen zur Vorlage