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ALLRIS - Auszug

09.12.2020 - 7.1 Vorstellung von Neubauvorhaben durch die Plöner...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Beratungsverlauf:  

Herr Hentschel, Vorstandsmitglied der Plöner Gewerblichen Baugenossenschaft eG, berichtet eingangs darüber wie positiv die Stadt Plön und die PGB in den vergangen Jahrzenten in den verschiedensten Projekten zusammengearbeitet haben.

Herr Hentschel stellt unter Verwendung einer Präsentation den Tagesordnungspunkt vor.

Anmerkung zum Protokoll:

Die Präsentation ist diesem Protokoll als Anlage beigefügt.

 

Nach den Ausführungen von Herrn Hentschel zum Neubauvorhaben im Quartier Ölmühle möchte Ausschussvorsitzender Melzer wissen, ob die angesprochenen 96 modernisierten Wohnungen gleich angrenzend sind und abgeschlossene Bereiche haben.

 

Herr Hentschel erklärt, dass sich die 96 Wohnungen auf 5 Gebäude verteilen und sich hinter dem Kindergarten in der Ulmenstraße befinden. Das erste Gebäude ist in diesem Jahr saniert worden. Das nächste Gebäude wird im Frühjahr 2021 modernisiert und die nächsten in den folgenden 4 Jahren.

 

Herr Gampert möchte wissen, wie hoch die Preissteigerung bei diesen Wohnungen, die modernisiert und klimaneutraler gemacht werden, ist.

 

Herr Hentschel führt aus, dass sich die Grundmiete von 5,40 auf 6,20 pro qm² bei den modernisierten Wohnungen erhöht hat. Zudem hat man in den nächsten Jahren erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten.

 

Herr Möller fragt nach den angedachten Wärmepumpen im Bereich Nahversorgungszentrum / Neubau in der Breslauer Straße und möchte wissen wie viele Wohnungen damit versorgt werden können.

 

Herr Hentschel kann sich dazu noch nicht näher äußern. Der Auftrag der Wärmepumpe ist an ein Institut in Lübeck abgegeben worden.

 

Auf die Frage Ratsherrn Möllers, ob in den gesamten Wohnungen Fußbodenheizung vorgesehen ist, teilt Herr Henschel mit, dass dies geplant ist.

 

Herr Möller findet es gut, dass die Wärmepumpen für sehr viele Wohneinheiten eingebaut werden können und sich dies auch amortisiert.

 

Herrn Schröder stört es, dass die Nahversorgung in den Planungen nicht mehr vorgesehen ist. Er regt an, dass man darüber nachdenken sollte, für eine der geplanten Erdgeschosswohnungen evtl. einen Bäcker oder ähnliches zu integrieren.

Des Weiteren fragt Herr Schröder nach, wann in der Ulmenstr. 42 mit dem Baubeginn zu rechnen ist.

 

Herr Hentschel antwortet, dass die PBG mit dem Bau im März/April 2021 beginnen möchte. Ein Hindernis zum jetzigen Zeitpunkt allerdings sind die dortigen Birken.

Er führt weiterhin aus, dass die Situation mit dem Nahversorger auch die PGB sehr getroffen hat. Die PGB hat in diesem Bereich alles versucht, ein neues Nahkaufkonzept zu entwickeln, jedoch ohne Erfolg. Die Ölmühle hat für einen Versorger nicht genügend Einwohner und daher ist es nicht wirtschaftlich.

 

Herr Möller erklärt, dass es doch im Wesentlichen um zwei Themen geht. Zum einen um die bestehenden Birken und zum anderen, um den Ausbau der Stettiner Straße. In dem Zusammenhang lobt Herr Möller den Vortrag von Herrn Hentschel und die Vorstellung des Gesamtkonzeptes. Er stellt die Frage an den Umweltbeauftragten Herrn Kuhnt, wenn man das Ganze in Relation sieht, es nicht sinnvoll wäre, auf die Birken zu verzichten. Er selbst hat die Erfahrung gemacht, dass 60-70 Jahre alte Birken, aufgrund der Klimaveränderung (trockene Sommer) von einem Jahr aufs Nächste abgestorben sind.

 

Herr Kuhnt gibt zu bedenken, dass das geltende Recht, die Baumschutzsatzung der Stadt Plön, dem Bauvorhaben in der Stettiner Straße entgegensteht und grundsätzlich so nicht verwirklicht werden kann. Es muss gut Gründe geben, um die Birken aus der Baumschutzsatzung zu entlassen. Es muss im Vorwege eine Prüfung erfolgen, in wie weit man die Birken erhalten kann, z.B. mit baulichen Veränderungen. Herr Kuhnt führt weiterhin aus, dass die Birken gesund sind. Es muss eine Abwägung erfolgen. Sollte man dann feststellen, dass man es durch bauliche Veränderung nicht hinbekommt, erst dann kann man über eine evtl Fällung reden.

 

Herr Melzer stellt die Frage an Herrn Kuhnt, ob die Argumentation von Herrn Möller bezüglich des Gesamtkonzeptes, eine Ersatzbepflanzung vorzunehmen, dann ein Argument wäre, das man in die Abwägung mit einfließen lassen kann.

 

Herr Kuhnt erklärt, dass die Birken formal über die Baumschutzsatzung geschützt sind. Ausnahmen sind unzumutbare Beeinträchtigungen.

 

Herr Winter zeigt anhand einer Folie, dass die Gebäude um die Sichtachse zu erhalten gestaffelt gebaut werden. Aufgrund dessen rutscht der gesamte Komplex weiter nach hinten, so dass dann die Birken im Weg wären bzw. zu dicht an den Gebäuden stehen. Eine Abwägung, ob es Möglichkeiten gibt, die Birken zu erhalten, hat die Verwaltung auch schon vorgenommen. Die Verwaltung könnte sich vorstellen, die Gebäude anders zu staffeln, z.B. in einer Wellenform oder alle Gebäude werden weiter nach vorne gesetzt.

 

Herr Hentschel erläutert, dass die PGB für die Bewohner dieses Quartier optimal entwickeln möchte. Die PGB ist von der jetzigen Planung überzeugt. Die Baumschutzsatzung lässt Ausnahmen zu. Er weist darauf hin, sollten die Birken stehen bleiben, muss auf einige PKW- und Fahrradstellplätze verzichtet werden. Die PGB ist davon überzeugt, durch die Ersatzbepflanzung von 12-14 neuen Bäumen, die gemeinsam mit der Stadt Plön vorgenommen wird, in 20 Jahren mehr CO² zu absorbieren als wenn man die Birken stehen lässt.

 

Herr Schröder teilt die Ausführungen von Herrn Möller. Er kann sich vorstellen, sollten die Solarzellen auf die Dächer gesetzt werden, die Birken in ihrer Größe zukünftig die Solaranlagen störend beeinflussen würden. Aus diesem Grund ist Herr Schröder auch für eine Fällung der Birken und befürwortet eine Ersatzbepflanzung von bis zu 16 neuen Bäumen.

 

Frau Meyer findet es aus städtebaulicher Sicht nicht so dramatisch, wenn die Häuser  nicht in der Flucht gebaut werden, wie es ursprünglich vorgesehen ist.

 

Herr Hentschel sieht es als optimaler an, wenn die Gebäude ein wenig Abstand in Form eines Grünstreifens zu dem Gehweg hätten.

 

Herr Möller findet es aus städtebaulicher Sicht auf jeden Fall besser, dass die Gebäude eine gewisse Fläche um sich haben. Herr Möller formuliert abschließend folgenden Beschluss:

 

Der Ausschuss ist der Auffassung, dass aus städtebaulicher Sicht, die drei Häuser Ulmenstr. 42, 42a und 42b gemäß der Planung der Plöner Baugenossenschaft eG errichtet werden sollten und die Kompensation der dafür erforderlichen Birkenfällung in Form von 16 Neubepflanzungen durchgeführt wird.

Frau Meyer stellt den Antrag, dass über das Bauvorhaben samt Birken und Ersatzbepflanzung erst im nächsten Ausschuss entschieden wird, damit die Fraktionen die Möglichkeit haben, sich intern zu beraten.

 

Herr Melzer lässt über den Antrag von Frau Meyer abstimmen.

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen: 2   Nein-Stimmen: 9  Enthaltungen:0

 

Herr Melzer stellt den Antrag von Herrn Möller zur Abstimmung.

 

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Beschluss:

Der Ausschuss ist der Auffassung, dass aus städtebaulicher Sicht, die drei Häuser Ulmenstr. 42, 42a und 42b gemäß der Planung der Plöner Baugenossenschaft eG errichtet werden sollten und die Kompensation der dafür erforderlichen Birkenfällung in Form von 16 Neubepflanzungen durchgeführt wird.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen: 9

Nein-Stimmen: 2

Enthaltungen: 0

 

 

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Anlagen