In 2017 / 2018 wurde erstmals ein Tourismusentwicklungskonzept (TEK) für die Holsteinischen Schweiz erstellt, das den Rahmen für die strategische Entwicklung der Holsteinischen Schweiz bis 2030 festlegt.
Das TEK hat v.a. die Profilierung und notwendige Entwicklung der touristischen Infrastruktur in den Orten im Fokus gehabt. Hier noch einmal eine Übersicht der für Plön gemeinsam mit der Verwaltung / Fachbereich Bauen & Planen in 2018 erarbeiten Projekte und den Projektstand 2023:
Bereits bei der Erstellung wurde eine Evaluierung und ggf. Nachjustierung des TEK nach ca. fünf Jahren beschlossen. Zudem haben die Entwicklungen der letzten Jahre – Corona, Energiekrise, Fachkräftemangel –zu großen gesellschaftlichen Veränderungen geführt, die auch das Reiseverhalten und die Anforderungen an Urlaubsdestinationen betreffen. Vor dem Hintergrund hat die Verbandsversammlung der TZHS in 2022 beschlossen, die entsprechende Evaluierung zu beauftragen. Das Konzept lag Anfang 2024 vor, siehe Anlage.
Während im ersten Konzept ein großer Schwerpunkt auf die Infrastrukturprojekte in den Mitgliedorten gelegt wurde, stehen in der Evaluierung die konkreten Handlungsfelder der TZHS und die damit verbundene Weiterentwicklung der Region und des Verbandes im Vordergrund. Hintergrund hierfür ist, dass der Anforderungskatalog an Lokale Tourismusorganisationen (LTO) sehr lang ist und die finanziellen und personellen Ressourcen der TZHS diesem Anforderungskatalog diametral entgegenstehen.
Das Evaluierungskonzept wurde sowohl in der Konzeptionsphase als auch nach Fertigstellung in der TZHS-Verbandsversammlung diskutiert. Es gibt eine breite Unterstützung und Anerkennung der Arbeit der TZHS-Geschäftsstelle, allerdings verweisen die Verbandsbürgermeister auch auf die knappen kommunalen Haushalte und einem daher praktisch nicht vorhandenen Verhandlungsspielraum für Umlageerhöhungen.
Status Quo ist daher, dass
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sich die TZHS auf ihre Kernaufgabe /-kompetenz, nämlich die strategische Markenführung und das Destinationsmarketing, konzentriert
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Infrastrukturthemen wie Wandern, Radfahren, Wasserwandern kommunikativ begleitet
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die Zusammenarbeit mit dem Naturparkverein auf Projekteben vertieft wird
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die Themenfelder Gastronomie/Kulinarik, Beherbergung, Natur, Kultur, Regionalität/Shopping, Mobilität, Barrierefreiheit, Arbeits- und Fachkräfte, Tourismusbewusstsein, Innovation und Digitalisierung punktuell in Einzelprojekten bearbeitet werden und diese auch in der Produktentwicklung und im Marketing Beachtung finden. Es fehlen aber die Ressourcen, um diese Themen wirklich alle parallel und in der eigentlich erforderlichen Tiefe bearbeiten zu können.
Im Tourismusbericht „Rückblick 2024 / Ausblick 2025“, der Anfang 2025 im Ausschuss vorgestellt wird, wird noch einmal intensiver hierauf eingegangen.