In den Sitzungen der Gemeindevertretung am 27.06.2019 und 27.02.2020 hat Bürgermeister Unterhalt bereits über den folgenden Sachverhalt informiert:
- Ab 2020 soll es in der Tourismus-Saison einen Bus geben, der im Stunden-Rhythmus in Uhrzeiger-Richtung um den Großen Plöner See fährt. Es wird die Fahrradmitnahme möglich sein durch entsprechende Vorhaltungen im Bus.
- Basis der Konzeption ist eine 2017 erstellte Machbarkeitsstudie für eine touristische
Buslinie um den Großen Plöner See. Es gibt allerdings wesentliche Unterschiede im
Streckenverlauf sowie der Bustyp-Wahl und v.a. hinsichtlich der Betreiberschaft. Im Konzept war hier eine Beauftragung der VKP durch die Kommunen vorgesehen, die
jetzige Planung sieht eine privatwirtschaftliche Betreiberschaft vor.
- Projektverantwortliche sind die Firmen Konzepte 21, Plön (Hr. Knoke) und Gert Karnick Consulitung (Hr. Karnick), diese werden auch die Betreiberschaft für den Bus
übernehmen.
- Der Bus fährt 18 Haltstellen rund um den See an. Alle Haltestellen sind bereits durch die Projektverantwortlichen und Vertreter der zuständigen Verwaltungen gesichtet und als geeignet bewertet worden. Notwendige Herrichtungen werden durch die jeweilige Kommune in Eigenleistung vorgenommen. Bei der Prüfung wurde auch die
Kompatibilität des geplanten Busverkehrs mit dem Busverkehr der VKP abgeprüft.
- Diese neue touristische Buslinie bedarf einer Konzession. Hierzu sind die Betreiber
bereits in Abstimmungen mit dem Kreis Plön, der Stadt Kiel (ist die konzessions-gebende Stelle) sowie den Verkehrsträgern auf den geplanten Strecken, der VKP und der Fa. Rohde.
- Die touristische Buslinie bekommt ein eigenes Corporate Design – mit Logo und einer
sichtbaren, einheitlichen Gestaltungslinie (grafische Gestaltung des Busses, Flyer,
Fahrkarten, Beschilderung der Haltestellen etc.).
- Seitens der Region gibt es eine Projektgruppe, der die Bürgermeister der Stadt Plön
sowie der Gemeinden Bosau, Bösdorf, Ascheberg, Dersau und Sepel sowie die Leitung der TI Plön angehören.
Aufgrund der COVID 19-Epidemie hat der Betreiber die Einführung der Buslinie auf 2021 verschoben.
Finanzierung / Marketingbudget 2021
Die Betreiber übernehmen das wirtschaftliche Risiko des Betriebs der touristischen Buslinie. Nichtsdestotrotz bedarf es einer finanziellen Unterstützung der Kommunen rund um den See.
Die Umlandgemeinden haben sich darauf verständigt, sich in 2020 (jetzt 2021) mit einmalig 10.000 € netto an einem Marketingbudget (v.a. Einführung und Umsetzung des Corporate Design) zu beteiligen. Der Betrag wird entsprechend der Haltstellen pro Ort verteilt, hieraus ergibt sich
folgende Verteilung:
- Plön: 6 Haltestellen (3.333,36 € netto bzw. 3.966,70 € brutto)
- Bösdorf: 2 Haltestellen (1.111,12 € netto bzw. 1.322,23 € brutto)
- Bosau: 3 Haltestellen (1.666,68 € netto bzw. 1.983,35 € brutto)
- Nehmten: 2 Haltestellen (1.111,12 € netto bzw. 1.322,23 € brutto)
- Dersau: 2 Haltestellen (1.111,12 € netto bzw. 1.322,23 € brutto)
- Ascheberg: 3 Haltestellen (1.666,68 € netto bzw. 1.983,35 € brutto)
Dieses Marketingbudget ist grundsätzlich förderfähig über die AktivRegion. Bei positivem Förderbescheid ergibt sich dann ein Gesamtbudget von ca. 20.000 € netto.
Um einen entsprechenden Förderantrag über die AktivRegion zu stellen, ist noch ein Beschluss der Gemeindevertretung hinsichtlich der Beteiligung der Gemeinde Bösdorf an dem Marketingbudget erforderlich
Herrichtung der Haltestellen in den Orten 2021
In Ortsterminen mit dem Bauamt der Stadt Plön im Sommer 2019 wurden u.a. auch die zwei Bösdorfer Haltestellen begutachtet. Es werden ausschließlich bestehende Bushaltestellen genutzt, an denen jeweils ein weiterer Haltestellenmast montiert wird.
Die Rechte und Pflichten, die sich aus der Einrichtung und dem Betrieb der touristischen Buslinie für Betreiber und Kommunen ergeben, werden noch in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten.