Der jährliche IT Bericht der Verwaltung an den Hauptausschuss soll – entsprechend dem Berichtswesen der Stadt Plön – folgenden Inhalt umfassen:
- Darstellung über die abgeschlossenen, die laufenden und die geplanten Projekte
Der aktuelle IT Bericht ist 2021 etwas umfassender ausgelegt, da er sich inhaltlich mit der Vorlage zum Stellenplan 2021 verknüpft. Die Verwaltung sieht die Erforderlichkeit, den Bereich des IT Teams um eine Vollzeitstelle aufzustocken.
Der nachstehende IT Bericht soll daher dem Hauptausschuss als eine ausführliche Entscheidungsgrundlage für die Veränderung im Stellenplan dienen.
- Rückblick und aktueller Stand:
Die Stadt Plön beschäftigt derzeit zwei Mitarbeiter jeweils in Vollzeit im IT Bereich.
In den Anfängen der IT Einführung in der Kommunalverwaltung, die in den Ende der 1980er / Anfang der 1990er Jahre startete, wurde die Betreuung der Rechner und der IT bei der Stadt Plön durch einen Verwaltungsmitarbeiter sichergestellt und neben dem eigentlichen Aufgabenbereich der klassischen Kernverwaltung wahrgenommen. Dieses anfängliche IT Betreuungsmodell der Stadt Plön war Standard in vielen Kommunen und wurde in der Praxis zu Beginn des Digitalisierungsprozesses umgesetzt. Die rasante Entwicklung der IT stellte die Kommunen und ihre Mitarbeiter:innen aus dem IT Bereich jedoch sehr schnell vor immer größere und komplexere Aufgaben und Problemstellungen.
Die Stadt Plön hatte sich daher im Jahre 2001 dazu entschieden, im Stellenplan eine IT Fachkraft aufzunehmen, um - neben dem „Quereinsteiger“ aus der Verwaltung – den IT Support für die Stadt Plön sicherzustellen.
Die Entwicklung im IT Bereich setzte und setzt sich weiter fort. Der Umfang der eingesetzten Hard- und Software zeigte steil nach oben.
Die Stadt Plön wies folgerichtig im Stellenplan 2012 eine zweite Vollzeitstelle im IT Bereich aus, die ab Juli 2013 mit einer weiteren IT Fachkraft erfolgreich besetzt werden konnte.
Die aktuelle Personalstärke von zwei Vollzeitstellen im IT Bereich besteht somit seit dem Jahre 2013 und auch die personelle Besetzung der Stellen ist seit dem erfreulicherweise konstant geblieben.
Die IT Teamleitung ist bereits seit September 2001, die Stellvertretung nunmehr auch schon seit Juli 2013 bei der Stadt Plön beschäftigt.
Der IT Bereich ist organisatorisch dem Fachbereich Finanzen und interner Service zugeordnet.
Die Anforderungen an die IT sind in den vergangenen Jahren weiter gewachsen.
Dieses bezieht sich zum einen auf die Quantität der eingesetzten Hard- und Software, aber auch auf die gestiegenen Anforderungen am technischen Support und Knowhow, der von der IT Abteilung zu leisten ist.
Als ein aktuelles Beispiel lässt sich die im Jahre 2020 installierte Firewall anführen. Die neue Firewall bietet einen sehr guten Schutz gegen Angriffe von außen, ist aber weitaus komplexer in der Administration. Dadurch wird zum einen entsprechender Schulungsbedarf ausgelöst und zum anderen sind höhere zeitliche Ressourcen für die Betreuung der Firewall erforderlich.
Die Corona-Pandemie hat zudem den Fokus auf die Digitalisierung nochmals verstärkt und die Umsetzungsprozesse beschleunigt.
- Entwicklung und aktueller Stand der IT Struktur:
a) Netzwerkumgebung:
Die Stadt Plön betreibt ein umfangreiches und modernes Netzwerk für die Stadtverwaltung Plön und die Stadtwerke Plön AöR.
Folgende Standorte werden dabei von der IT betreut:
- Rathaus
- Kaaktwiete
- Schlossberg 12 – Kämmerei
- PlönBad
- Schlossgarage
- Bücherei
- SDLZ (Soziales Dienstleistungszentrum)
- Bürgerbüro
- Freiwillige Feuerwehr
- Tourist Information Plön / Bahnhof / TZHS
- Tourist Information / Außenstelle Bosau
- OGTS / Jugendzentrum
- Kindergarten Bösdorf
- Gemeinde Bösdorf, Bauhof und Gemeindebüro
- Stadtentwässerung
- Baubetriebshof
b) IT-Tätigkeitsbereiche:
- Die technische IT-Betreuung im Netzwerk umfasst sämtliche Behebungen von Hard- und Softwarestörungen, Updates, Upgrades, Migrationen sowie die Einführung neuer Softwarelösungen in der Server-Client-Umgebung. Dazu gehören sämtliche Internetanschlüsse und Telefonanschlüsse der oben genannten zu betreuenden Einrichtungen.
- IT-Haushaltsplanung, IT-Vergabeverfahren, Einkäufe, Rechnungsabwicklungen sowie umfangreiche Umlagenberechnungen für Kostenaufteilungen.
- Die Vergaberichtlinien werden immer komplexer und erfordern daher einen steigenden Verwaltungsaufwand.
- Aufgrund des Anstiegs im Bereich der IT-Beschaffungen ist der damit verbundene Verwaltungsaufwand zur Rechnungsbearbeitung und -kontrolle ebenfalls erheblich angestiegen. Dieser wird eigenständig durch die IT bearbeitet und erfordert einen immer höheren Zeitaufwand.
- Die Betreuung und Instandhaltung des städtischen Glasfasernetzes mit den verlegten Leerrohren und Glasfaserstrecken obliegt ebenfalls der IT. Hierzu gehört auch die Verwaltung der entsprechenden Miet- und Kaufverträge der Leerrohre und Glasfaserkabel.
- Für die in der Verwaltung und den Einrichtungen eingesetzten rund 50 Fachverfahren werden allgemeine und EVB-IT-Verträge durch die IT gepflegt. Die Vielfalt der Administrierungsprogramme wird hier nicht im Einzelnen aufgeführt.
- Des Weiteren sind fortlaufende Schulungen für die Anwender:innen in den Bereichen Software und Hardware zu gewährleisten.
- Die Datenschutzbestimmungen sind für das IT Team ein weiterer wichtiger und zu beachtender Baustein, welcher eine immer größere Rolle einnimmt und in enger Abstimmung mit der behördlichen Datenschutzbeauftragten der Stadt Plön in der Praxis umzusetzen ist.
c) Clients / Server / WLAN / Mobile Endgeräte:
- Anzahl der eingesetzten Clients:
Zum Vergleich ein Rückblick:
Jahr 2016: Zu dieser Zeit waren 128 Clients (überwiegend Client-Microsoft- und Linux Betriebssysteme) im Netzwerk - ohne Smartphons und Tablets - zu verwalten.
Aktuell:
Jahr 2021: Es sind gegenwärtig ca. 227 Clients (überwiegend Client-Microsoft- und Linux Betriebssysteme) im Netzwerk - ohne Smartphones und Tablets - zu verwalten.
- Anzahl der eingesetzten Server:
Die Anzahl der eingesetzten Server ist aufgrund von Sicherheits-anforderungen sowie zusätzlichen Programmen und Diensten in den vergangenen Jahren stark angestiegen.
Die Entwicklung pro Jahr ist nachfolgend aufgeführt:
- 2015 12 virtuelle Server
- 2016 15 virtuelle Server
- 2017 22 virtuelle Server
- 2018 25 virtuelle Server
- 2019 28 virtuelle Server
- 2020 30 virtuelle Server
- 2021 38 virtuelle Server.
- Hinweis: Zusätzlich werden 6 physikalische Server betrieben.
- Im Verlauf der letzten Jahre wurde die städtische WLAN-Umgebung stark ausgebaut. In folgenden Standorten wird WLAN bereitgestellt:
- Dienstliches WLAN:
- Rathaus
- Bahnhof
- Bücherei
- SDLZ
- Künftig auch Baubetriebshof
- Stadtentwässerung
- Aula am Schiffsthal
- Feuerwehr
- Künftig auch Bürgerbüro
Eine permanente Erweiterung der Accesspoints ist notwendig, damit möglichst
in sämtlichen Büros eine WLAN-Abdeckung erfolgt.
- Freies Bürger-WLAN:
- Es wird ein freies WLAN bereitgestellt. Dazu ist ein städtisches isoliertes Glasfasernetz über ein Gateway im Rathaus geschaltet. Freiwillige Feuerwehr, Bahnhof, Bücherei, Bürgerbüro, Rathaus und Teilbereiche der Fußgängerzone sind über Accesspoints abgedeckt. Der weitere Ausbau mit der gesamten Abdeckung der Langen Straße bis zur Förde Sparkasse ist langfristig geplant.
- Nachfolgend sind 35 aufgeführte Mobilfunkgeräte (IPADS, IPhones, Androids) und Verträge aufgeführt. Diese werden durch die IT verwaltet. Der Einkauf der Endgeräte sowie die Verwaltung der Verträge obliegt der IT. Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Anzahl der Verträge deutlich erhöht.
- 27 Mobilfunkverträge für die Stadt Plön
- 6 Mobilfunkverträge für den Schulverband der Stadt Plön
- 2 Mobilfunkverträge für die Gemeinde Bösdorf
d) Zusammenfassung:
Es werden derzeit insgesamt rund 230 Clients, 35 mobile Geräte sowie 44 Server durch die IT verwaltet.
Hinzu kommen eine nicht unerhebliche Anzahl von Druckern, Kopierern, Routern, Multifunktionsgeräten, Plottern, Switchen, DSL-Modems, Fritzboxen, Kameras etc.
- Projekte / Umsetzungen im Jahr 2020:
- Um äußeren Gefahren wie Hackerattacken und Computerviren entgegenzutreten, wurde im Jahr 2020 die veraltete Firewall durch eine neue redundante Securitylösung ersetzt. Der Verwaltungsaufwand der Firewall als Kernkomponente erfordert einen deutlich erhöhten Administrierungsaufwand. Verschlüsselte VPN-Verbindungen für Homeofficeanbindungen zum Rathaus sind mit dieser Firewall abgesichert und bieten einen hohen Schutz.
- Umsetzung Offene Bücherei, Vergabeverfahren, Leistungsbeschreibung und Begleitung der Umsetzung durch die IT. Für die umfangreiche IT-Ausstattung sind ca. 16 zusätzliche Endgeräte wie Kameras, Sensoren, Mikrophone/Lautsprecher in der Bücherei und weitere Hard-und Software, Server etc. in Betrieb genommen worden. Das Projekt wird in Teilbereichen im Jahr 2021 fortgeführt.
- Nach dem ca. 10-jährigen Betrieb musste im Jahr 2020 die Telefonanlage im Rathaus ersetzt werden. Der Administrierungsaufwand für die neue Telefonanlage ist höher als bisher, weil die Dienste umfangreicher sind. So ist besonders zu erwähnen, dass in der Coronazeit die Homeoffice Arbeitsplätze professionell durch die neue TK-Anlage in der Telefonie abgebildet werden. Es sind private Smartphones der Anwender datenschutzrechtlich unbedenklich für Dienstgespräche eingebunden. Insbesondere in der Schlossgarage waren umfangreiche Umsetzungen für den sicheren Betrieb der Anlage notwendig. Der Administrierungsaufwand hat sich mit dem Einsatz des Alamierungsservers, gekoppelt mit der Telefonanlage, deutlich erhöht.
- Sämtliche relevanten Internet und Telefonanschlüsse mussten von ISDN auf ALLIP-Technik umgestellt werden.
- Einkauf und Inbetriebnahme des digitalen Whiteboard im Sitzungszimmer des Rathauses.
- Datenschutzrechtliche Umsetzungen konnten aufgrund der Arbeitsbelastung nicht umgesetzt werden. Hierzu gehören das IT-Sicherheitskonzept, Backupkonzept, Antivirus-Konzept und weitere. Besonders erwähnenswert sind die nicht angelegten Verfahrensakten und Verzeichnisse der Verarbeitungstätigkeiten.
- Sämtliche Arbeitsplätze werden, wie auch schon in den Vorjahren mit größeren Arbeitsplatzbildschirmen, teilweise mit Zweibildschirmbetrieb umgerüstet.
- Upgrade W7 auf W10 Betriebssysteme. Fortführend in 2021
- Upgrade W2012R2 Serverbetriebssysteme auf W2016 / 2019 fortführend in 2021
- Coronakonforme Umsetzungen und Einkauf von Notebooks. Eventuell weiterführend im Jahr 2021
- Die Stadt verfügt nun über 65 Notebooks für die Arbeit im Homeoffice.
- Die Stadtwerke haben über die IT im Jahr 2020 insgesamt 12 Notebooks für die Arbeit im Homeoffice angeschafft.
- Arbeitsschwerpunkte im Jahr 2021:
- Weiterhin Begleitung des Austritts der Gemeinde Ascheberg aus dem Verwaltungsverbund. Hier sind noch Restarbeiten notwendig.
- Die Gemeinde Bösdorf benötigt 20 bis 30 Geräte / IPADs für die digitale Gremienarbeit. Die Geräte sind im Jahr 2021 von der IT zu beschaffen. Es ist noch abschließend zu klären, wie die Geräte verwaltet werden.
- Durch den ITVSH wurden der Stadt Plön Projekttage kostenfrei zum Aufbau eines SiKoSH (Sicherheitskonzept Schleswig-Holstein) gestellt. Weitere Haushaltsmittel stehen zur Umsetzung mit externer Unterstützung bereit. Aufgrund der vielfältigen Arbeitsbelastung musste das ITVSH-Projekt nach zwei Tagen abgebrochen werden. Die Umsetzung kann nur mit intensiver Betreuung durch die IT erfolgen.
- Nachdem überraschend die Förde Sparkasse im Dezember 2020 für das Fachverfahren Sfirm den SQL Server 2014 als Grundlage voraussetzt, musste unplanmäßig im ersten Quartal 2021 ein neues Datenbankhaltungssystem mit SQL2019 eingekauft und installiert werden. Der bis dahin einzig bestehende SQLServer der Version 2012 wurde dadurch zwingend vorzeitig ersetzt. Der SQL2012 Server hat einen Microsoft Extended Support bis 07.2022. Bis dato werden Sfirm, G-Info und CIP auf dem neuen System gehalten.
- Wie bereits angeführt, wurden im Jahr 2020 und fortführend in 2021 rund 65 Stück Notebooks für den Homeoffice-Betrieb eingekauft und im Netzwerk sicher eingebunden. Für die Stadtwerke wurden 12 neue Notebooks für diesen Zweck eingekauft. Alle Geräte werden zusätzlich für Videokonferenzen Zoom, Jitsi etc. verwendet und in 2021 laufend weiter betreut sowie für den Homeoffice-Einsatz ausgebaut.
- Upgrade Betriebssystem W7 PCs auf W10. Durchführung im Jahr 2020. Im Jahr 2021 sind immer noch einige W7 durch W10 PCs zu ersetzen.
- Eine aufwendige Citrix-Migration auf eine aktuelle Version steht an. Mit diesem Programm werden die Terminalserverzugänge bereitgestellt.
- Migration Exchange 2010 auf Microsoft Exchange 2016 wurde im ersten Quartal 2021 abgeschlossen. Das endgültige Ziel, den Exchange Server auf die aktuelle Version 2019 zu migrieren, steht 2021 noch an.
- Migration zu W2019 AD=Active Directory (Verwaltungssoftware für PCs und Anwender) und Anpassungen.
- Das Altarchiv Meso für die Meldebehörde als 16 Bit Programm wurde Anfang 2021 mittels Emulators auf 64Bit-Betriebssystemen durch die IT lauffähig umgebaut. Hiermit wurden ca. 800 zusätzliche Sachbearbeitungsstunden für eine manuelle Datenübernahme vermieden.
- Nachdem in 2020 ein neuer A0-Plotter in Betrieb genommen wurde, erfolgte nunmehr der Einkauf und die Inbetriebnahme eines A0-Scanner-Arbeitsplatzes in der Bauverwaltung.
- Inbetriebnahme einer Videostreaminglösung für die Bürgerbeteiligung mit Einbindung von Zoom für Gremiensitzungen.
- Für den Fachbereich 4 wurde im ersten Quartal 2021 eine Gebäudemanagementsoftware (G-Info) in Betrieb genommen.
- Update Office 2010 auf Office 2019 auf sämtlichen Systemen steht unmittelbar bevor und wurde aufgrund anderer Umsetzungen leider bisher immer wieder verschoben.
- Weiterer Umbau der Schlossgaragentechnik mit einem neuen Server (Abacus) für die Schranken-/Kassenanlagentechnik.
- Aufbau eines Dokumentenmanagementsystems Regisafe. Der Umfang im Laufenden und der Folgejahre ist noch abzustimmen. Dieser Bereich wird erhebliche IT-Zeit binden.
- Umsetzung Onlinezugangsgesetz mit Einkauf Meso-Online und Paymanagement-System im ersten Schritt. Wie und in welcher Reihenfolge die weiteren Umsetzungen erfolgen, ist noch abzustimmen. In Planung ist die Umsetzung VOIS-Fundbüro kurzfristig und im vierten Quartal die Migration Meso zu VOIS.
- In welchem Umfang die E-Rechnung bereitgestellt wird, ist noch abzustimmen.
- Fortsetzung Datenschutzprojekt: Auch dieses wichtige Thema ist aufgrund der Arbeitsbelastung zurzeit ausgesetzt.
- LargeFile Management zum Versand / Empfang großer Datenmengen ist in der Umsetzung.
- Verschlüsselter E-Mailversand steht an im vierten Quartal 2021.
- Die Drucker und Tonerverwaltung soll zukünftig zumindest in Teilbereichen für den Bereich von Hardwaredefekten und Tonerbereitstellung ausgelagert werden, um die IT zu entlasten. Die Umsetzung ist für 2021/2022 geplant.
- Die Stadtwerke Plön planen derzeit ebenfalls Digitalisierungsmaßnahmen. Hier ist noch durch den Vorstand der AöR zu entscheiden, in welcher Art die Digitalisierung in 2021 und in den Folgejahren umzusetzen ist. Für den Betrieb eines wirtschaftlichen Netzwerkes wäre die Beteiligung der Stadtwerke am städtischen DMS-Regisafe sinnvoll. Ein zweites Digitalisierungssystem/Stadtwerke Plön wäre eine zusätzliche massive Arbeitsbelastung für die IT.
- Ertüchtigung des Strom- und Datennetzes der Stadtverwaltung Plön.
- Um den laufenden Dienstbetrieb der Verwaltung, der städtischen Einrichtungen und der AöR so gering wie möglich zu beeinträchtigen, hat das IT Team in Zusammenarbeit mit extern beauftragten Firmen am Oster-wochenende (ab Gründonnerstag, 01. April, bis einschließlich Ostermontag 05. April 2021, die ca. 10 Jahre alte Switchanlage im städtischen Netzwerk ausgetauscht. Folgende Standorte waren davon betroffen: Rathaus, Kämmerei-Schlossberg 12, Schlossgarage, Kreisverwaltung, Stadtentwässerung, Bücherei, SDLZ, Freiwillige Feuerwehr, Baubetriebshof, Bürgerbüro und Kaaktwiete. In den aufgeführten Standorten wurde zusätzlich die Glasfasergeschwindigkeit von 1Gbit auf 10 Gbit im stadteigenen Glasfasernetz erhöht. Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit wurde eine redundante Switchanlage geplant und verbaut. In diesem Zuge erfolgte auch eine umfangreiche Serverraumbereinigung, so dass sich das Herzstück der IT Anlage der Stadt Plön nunmehr wiederum auf einem aktuellen Stand befindet.
- Zusammenfassung:
Besonders in den letzten Jahren sind die Projekte des IT Teams und die Anforderungen an das IT Team stark angestiegen. In vielen Teilbereichen werden immer häufiger IT-Lösungen gefordert. Besonders mit zusätzlichen Notebook-Homeoffice Arbeitsplätzen, der umfangreichen Umsetzung des OZGs, der Einführung eines Dokumentenmanagementsystems, dem neuen Verfahren der offenen Bücherei, der Soft-/Hardwarebetreuung für die Schlossgarage, der Betreuung des WLANs, der Umsetzung des Datenschutzes und vielen zusätzlichen Erfordernissen ist es nicht mehr leistbar, die Anforderungen mit den vorhandenen personellen Ressourcen zu bewältigen.
Im IT Team fallen bereits seit einiger Zeit regelmäßig Mehrarbeitsstunden an. Der Abbau von diesen Mehrarbeitsstunden durch Gleittage gestaltet sich zumeist schwierig, da sich die freien Tage des einen Mitarbeiters umgehend negativ auf die Belastung des anderen Mitarbeiters in einem Zwei-Personen-Team auswirkt.
Auch die Netzwerkdokumentation, das IT Sicherheitskonzept sowie die Belange des Datenschutzes sind im Rahmen der Digitalisierung von großer Bedeutung. Hier sind ebenfalls personelle Zeitaufwände dringend bereitzustellen.
Ein weiteres Augenmerk gilt der Zertifikatsverwaltung und dem Lizenzmanagement im Netzwerk. Der Arbeitsaufwand für Einkauf und Konfiguration ist erheblich und wird überwiegend durch die Firma Microsoft und weiteren Firmen vorgegeben. Insbesondere das Zertifikatsmanagement erfordert erhebliche zusätzliche personelle Zeitaufwände, die bis vor 1-2 Jahren nicht notwendig waren. Nicht selten sind zur Lösung von Zertifikatsproblemen externe Firmen zu beauftragen.
Die IT leistet, wie oben beschrieben, auch den Support für die Stadtwerke Plön AöR. Auch hier setzt der Digitalisierungsprozess unvermindert fort. Die AöR beteiligt sich über den Verwaltungsbeitrag an den Kosten des IT Teams. Von Seiten der AöR ist weiterhin ein zufriedenstellender Support des IT Teams der Stadt Plön gewünscht. In der Vergangenheit konnte das IT Team den Anforderungen durchaus gerecht werden. Jedoch hat sich 2020 gezeigt, dass die IT an Grenzen gekommen ist und die Belastung weiterhin zunehmen wird. Eine Verstärkung des IT Teams kommt auch dem Support für den Bereich der AöR zu Gute und würde anteilig auch über den Verwaltungsbeitrag der AöR gedeckt werden.
- Lösungsvorschlag:
Bereits eingangs der Vorlage ist der Lösungsvorschlag der Verwaltung angeführt.
Die Verwaltung schlägt vor, das IT Team um eine weitere Vollzeitstelle zu verstärken.
Mit den vorstehenden Ausführungen ist aus Sicht der Verwaltung eingehend dokumentiert, dass der Umfang der Arbeiten, die Bandbreite der Thematik sowie die technischen Anforderungen an den IT Bereich in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen sind.
Neben dem Ansatz der personellen Verstärkung wurde innerhalb der Verwaltung mehrfach das Thema diskutiert und beraten, ob zur Entlastung auch die Beauftragung von externen Firmen eine ausreichende Entspannung beitragen könnte. Dieses ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, wäre aus Sicht der Verwaltung aber keine optimale Gesamtlösung. Die Stadt Plön hat sich, wie oben ausgeführt, ein umfangreiches, sicheres und gut funktionierendes städtisches Netzwerk in den vergangenen Jahren aufgebaut und versorgt hierüber neben fast allen städtischen Einrichtungen auch die AöR. Die Praxis zeigt, dass der Support des Netzes, der Server und der Clients hier vor Ort unmittelbar erfolgen muss und schnelle und einfache Wege erforderlich sind.
In diesem Zusammenhang ist anzuführen, dass die Stadt Plön für besondere Problemstellungen bereits jetzt schon auch auf das Spezialwissen von externen Fachfirmen zurückgreift. Weiterhin ist anzumerken, dass die Zusammenarbeit mit dem Kreis Plön sehr gut läuft und durch die direkte Glasfaseranbindung an den Kreis Plön auch technisch optimal ausgebaut ist. Die Historie der Serverentwicklung und die heutige Anzahl der virtuellen Server, die die Stadt Plön beim Kreis Plön hostet, zeigt, dass damit zu rechnen ist, dass diese Zusammenarbeit weiter wachsen wird. Aktuell sind virtuelle Serverkapazitäten beim Kreis Plön für den Einsatz des anstehenden Dokumentenmanagementsystems (DMS) erforderlich.
Mit den beiden Mitarbeitern des IT Teams verfügt die Stadt Plön über erfahrene IT Experten, die aufgrund ihrer langjährigen Beschäftigung die IT Struktur der Stadt Plön „in -und auswendig“ kennen.
Die Verwaltung sieht daher vor, auch durchaus eine:m IT Neustarter:in eine Einstiegschance zu geben. Als Aufgabenfeld für die gewünschte neue IT Kraft ist insbesondere zu Beginn vorgesehen, dass sich diese um das „Alltagsgeschäft“ der Nutzerbetreuung „kümmert“ und den „leichteren“ Vor-Ort-Service übernehmen soll.
Somit werden zeitliche Ressourcen bei den etablierten IT Fachkräften frei, die dann für die strategischen und größeren Problemstellungen eingesetzt werden können.
Mittelfristig ist vorgesehen, den oder die neue Mitarbeiter:in in alle Bereiche der städtischen Infrastruktur einzubinden und nach und nach mehr Verantwortung zu übertragen. Diese Planung erfolgt dabei auch im Hinblick auf den voraussichtlichen Renteneintritt des jetzigen Teamleiters. Es wird angestrebt, bereits frühzeitig damit anzufangen, eine:n weitere:n Mitarbeiter:in mit allen Gegebenheiten des städtischen IT Netzes vertraut zu machen.
Die wichtigsten Punkte der Erforderlichkeit der personellen Verstärkung nochmals in Stichworten:
- Wachstum der IT Infrastruktur der vergangenen Jahre
- Anforderungen an die IT Sicherheit und den Datenschutz
- erhöhte Anforderungen an den IT Support in fast allen Bereichen
- zeitgerechtere Umsetzung der anstehenden Projekte
- laufender Ausbau des Digitalisierungsprozesses (OZG, DMS, AöR)
- aktuelle Belastung des IT Teams
- „agieren“ statt nur „reagieren“