Im November 2019 wurde das Feinkonzept des Naturerlebnisraumes Ölmühle mehrheitlich im Hauptausschuss beschlossen. Der Beschluss lautete:
- Für die Planung und Umsetzung der Errichtung des Naturpark-Erlebnisortes an der Ölmühle stellt die Stadt Plön Haushaltsmittel in Höhe von 50.000 € zur Verfügung.
- Die Haushaltsmittel sollen in den Haushaltsjahren 2020, 2021 und 2022 abgerufen werden. Die Höhe der jährlichen Summe richtet sich nach dem Projektstand.
- Die Verwaltung wird beauftragt, durch Einbindung von Fördermitteln das Gesamtbudget weiter zu erhöhen.
- Der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus ist regelmäßig über den Projektfortschritt zu unterrichten.
Daraufhin wurde verwaltungsseitig zunächst das Projekt weiter vorangetrieben, die Abstimmung des Konzeptes mit weiteren Partnern vorgenommen (z.B. Umweltschutzverbände, Kinder- und Jugendrat, Klima- und Umweltverantwortliche in der Stadt Plön), eine erste grobe Folgekostenschätzung vorgenommen (laufende Betriebskosten, Reparatur-, Instandhaltungs- und Fortentwicklungskosten).
Das Projekt "Naturerlebnisort Ölmühle" wurde Anfang des Jahres 2021 zunächst eingestellt, da die Klärung des Standortes des Naturparkhauses abgewartet werden sollte. Die Entscheidung ist Ende April 2021 gefallen. Das Naturparkhaus und damit die Verwaltung des Naturparks Schwentine-Holsteinische-Schweiz ziehen nach Eutin.
In der Sitzung des Hauptausschusses vom 08.03.2021 wurde beschlossen:
Der Hauptausschuss empfiehlt der Ratsversammlung, folgenden Beschluss zu fassen:
Die Plöner Ratsversammlung befürwortet als endgültigen Standort für eine dauerhafte Naturparkausstellung die Kreisstadt Plön und sieht das Uhrenhaus im Plöner Schlossgebiet als attraktiven Standort an.
Die Verwaltung wird beauftragt, Gespräche mit dem Vorstand des Naturparkvereins sowie der Marius - Böger - Stiftung hinsichtlich der Erfüllung der Anforderungen des Naturparkvereins an den künftigen Ausstellungsstandort zu führen.
Die weiteren Planungen für die Umsetzung des Naturerlebnisortes Ölmühle werden vorerst zurückgestellt.
Da nunmehr die finale Entscheidung zum Umzug des Naturparkhauses nach Eutin gefallen ist, wird das Projekt nun erneut wieder aufgegriffen.
Intensive Gespräche mit der Marius-Böger-Stiftung wurden noch nicht geführt. Jedoch wurde mitgeteilt, dass derzeit Verhandlungen mit Interessenten geführt werden. Bei dem Gedanken, das Uhrenhaus als Alternative zur Ölmühle zu betrachten, gibt es aber zu bedenken, dass die Folgekosten dadurch stark steigen, denn dann ist Personaleinsatz erforderlich.
Die anteiligen Haushaltsmittel für den Standort Ölmühle wurden in den Haushalt 2020 eingestellt. Die Kommunalaufsicht hat die Maßnahme unter Einzelgenehmigung gestellt und eine Folgekostenberechnung gefordert. Seitens des Kreises Plön wurden 50.000 Euro zur Verfügung gestellt und die Kreise Ostholstein und Segeberg haben insgesamt 38.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn das Projekt umgesetzt wird. Somit stehen 138.000 Euro für die Einrichtung zur Verfügung, die mit schon avisierten Fördermitteln auf bis zu 216.000 Euro gesteigert werden können.
Die Hochrechnung ergibt jährliche Bewirtschaftungskosten in Höhe von ca. 14 TEUR. Darin enthalten sind die Pflege der Außenanlagen und die Müllbeseitigung. Darüber hinaus ist ab dem zweiten Betriebsjahr 3,5TEUR an Reparaturen und jedes dritte Jahr rd. 11,5 TEUR für die Teilerneuerung der Ausstellung erforderlich. Das entspricht 1,5% der Investitionskosten.
Angesichts der Haushaltslage der Stadt Plön stellt sich die Verwaltung die Frage, ob es opportun ist, zur Konsolidierung des Haushaltes z.B. die Hallenzeiten des PlönBades einzuschränken oder die Gebühren der Stadtbücherei zu erhöhen und gleichzeitig ein Projekt zu starten, das weitere laufende Kosten entwickelt.
Festzuhalten bleibt, dass der Kreis Plön ein sehr großes Interesse an der Weiterführung des Projektes hat. So sollte aus Sicht der Verwaltung versucht werden, dass der Kreis Plön die Bewirtschaftungskosten und die Kosten für die turnusgemäße Aktualisierung der Ausstellung übernimmt. Diese Gespräche sollten in jedem Fall geführt werden.
Die Verwaltung sieht eine große Notwendigkeit etwas für die Bildung des Naturschutzgedankens bei Kindern und Jugendlichen aber auch für Erwachsene zu tun. Von daher sollte in jedem Fall ein entsprechendes Bildungsangebot in Plön eingerichtet werden.
Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass der Naturparkverein beabsichtigt, ein Umweltmobil zu kaufen und zu betreiben. Hier könnte man sich auch für eine verstärkte Präsenz in Plön stark machen. Betrachtet man das gesamte Gebiet des Naturparkvereins, so wird es tatsächlich eher seltener der Fall sein, dass das Mobil nach Plön kommt. Da ein Mobil auch nicht förderfähig ist, bleibt abzuwarten, ob die Umsetzung tatsächlich vorgenommen wird. Ein Förderantrag bei der AktivRegion wurde gestellt. Sollte ein Infomobil angeschafft werden, muss sich Plön dafür stark machen, dass mindestens ein fester Tag die Woche, das Infomobil mit einem Angebot in Plön ist.