Die Gebäude der derzeitige Obdachlosenunterkunft in der Gartenstraße wurde in den 50er Jahren gebaut. Der bauliche Zustand entspricht schon lange nicht mehr den grundlegenden Anforderungen von Wohngebäuden. Es muss dringend ein Ersatz geschaffen werden.
Die Verwaltung sucht schon länger nach Grundstücken für einen Neubau. Zunächst wurde eine Fläche in der Breslauer Straße untersucht. Die Fläche hätte ausgereicht. Die Selbstverwaltung hat aus verschiedenen Gründen entschieden, dort keine neue Obdachlosenunterkunft zu planen.
Als weitere Fläche wurde die Fläche der Gemeinschaftsunterkunft in der Rautenbergstraße geprüft. Der Kreis Plön will das Gebäude verkaufen. Das Gebäude selbst ist nicht ausreichend für eine Obdachlosenunterkunft. Zwischenzeitlich wurde auch Schimmel und Asbestrückstände festgestellt. Das Grundstück selbst ist schlauchartig und eignet sich nicht für eine aufwendige Überplanung.
Die Wankendorfer Baugenossenschaft (WBG) plante Am Rodomstor einen Ersatzneubau für die abgerissenen Wohngebäude. Aus wirtschaftlichen Gründen hat die WBG von einer weiteren Planung abgesehen. Der Hauptausschuss hat die Verwaltung beauftragt, mit der WBG Verhandlungen über den Erwerb des Grundstückes zu führen, um dort eine neue Obdachlosenunterkunft zu bauen. Als Höchstsumme wurden 450 TEUR aufgerufen. Die Verhandlungen haben einen Kaufpreis von 400 TEUR zzgl. Nebenkosten ergeben. Ein Entwurf des Grundstückskaufvertrages liegt vor. Die Ratsversammlung hat in der Haushaltsberatung 2022 einen Haushaltsansatz in Höhe von 450 TEUR für den Erwerb des Grundstückes beschlossen.
Der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus (GUT) hat zu entscheiden, in welcher Form eine zukünftige Obdachlosenunterkunft betrieben werden soll. Zur Beratung steht die Teilnahme an dem Programm des Landes „Housing first“ oder aber der Betrieb einer klassischen Obdachlosenunterkunft.
Natürlich wurde auch geprüft, ob eine neue Obdachlosenunterkunft auf dem Gelände der jetzigen Unterkunft gebaut werden könnte. Derzeit leben 30 Menschen in der Obdachlosenunterkunft. Einige wenige haben einen Mietvertrag, die große Masse sind eingewiesen worden. Es handelt sich bei den Menschen um Einzelpersonen, Paare und Familien mit Kleinkindern und Jugendlichen. Für die Zeit des Abrisses des Gebäudes und der Bauzeit einer neuen Unterkunft sind die Menschen anderweitig unterzubringen. Wohnraum ist derzeit in diesen Ausmaßen nicht zu finden. Es bestünde die Möglichkeit ein Containerdorf zu errichten. Dafür bedarf es einer entsprechenden Planung und Baugenehmigung. Und auch dafür ist eine Fläche zu finden.
Deswegen ist in der Verwaltung die Entscheidung gereift, dass die Fläche Am Rodomstor für eine neue Obdachlosenunterkunft die geeignetste ist. Wie oben bereits beschrieben hat sich der Hauptausschuss dieser Meinung angeschlossen.