Inhalt
ALLRIS - Vorlage

Verwaltungsvorlage - VO/RV/2023/2769

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

 

Die Verwaltung berichtet dem Hauptausschuss regelmäßig und detailliert im nichtöffentlichen Teil der Sitzungen über die Veränderungen im Personalbereich der Verwaltung und in den städtischen Einrichtungen.

 

Neben diesen laufenden Veränderungsberichten ist dem Hauptausschuss einmal im Jahr ein allgemeiner Personalbericht vorzulegen.

 

Der Jahresbericht soll dabei – entsprechend dem Berichtswesen der Stadt Plön – folgenden Inhalt umfassen:

 

  • Altersstruktur
  • Anzahl der Beschäftigten
  • Frauenquote
  • Schwerbehindertenquote
  • Krankenstand- und Ausfallzeiten nach Fachbereichen
  • Voll- und Teilzeitbeschäftigungen
  • Auszubildende

 

Die Datenlage bezieht sich dabei jeweils auf das Vorjahr, hier also auf das Jahr  2022.

Die obigen Angaben finden sich in den anliegenden Statistiken und Diagrammen wieder.

Bezüglich der Altersstruktur findet sich, betrachtet auf die Gesamtverwaltung mit den Einrichtungen, ein relativ ausgeglichenes Verhältnis in den verschiedenen Altersgruppen wieder. Beim Herunterbrechen in die einzelnen Bereiche verschiebt sich diese homogene Aufteilung jedoch zuweilen.

 

Der Anteil der Frauen gegenüber den Männern ist mit 60,19 % anzugeben. Dieser Anteil verstärkt sich nochmals bei der separaten Betrachtung im Teilzeitbereich.

 

In der Führungsebene besteht im Bereich der Fachbereichsleitung ein derzeit etwas unausgeglichenes Bild. Zurzeit sind vier männliche Kräfte und eine weibliche Kraft als Fachbereichsleitung/en eingesetzt. Hingegen zeigt sich im Bereich der Teamleitungen mit 7 weiblichen und 8 männlichen Leitungskräften ein relativ ausgeglichenes Bild. 

 

Die Stadt Plön ist bestrebt, Menschen mit Behinderungen bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt einzustellen. Der Anteil der beschäftigten Menschen mit einer Behinderung ist derzeit mit 2,78 % jedoch noch relativ niedrig, im Vergleich zum letzten Bericht sogar noch minimal gesunken und somit weiterhin „ausbaufähig“.

 

Die Stadt Plön bildet derzeit 7 Auszubildende aus. Davon absolvieren jeweils 3 Auszubildende (jedes Jahr ein:e Auszubildende:r) in der Verwaltung, zwei Auszubildende in der Tourist Information und jeweils ein:e Auszubildende:r in der Stadtbücherei sowie im PlönBad ihre Ausbildung.

 

Erfreulich ist anzumerken, dass es in den vergangenen Jahren gelungen ist, den Auszubildenden aus dem Verwaltungsbereich eine Übernahmemöglichkeit zu bieten. Auch für das Jahr 2023 konnte dieses Ziel in der Verwaltung erreicht werden. Da der betroffene Auszubildende seine Ausbildungszeit verkürzt hat, konnte diesem bereits Anfang 2023 eine Weiterbeschäftigung bei der Stadt Plön ermöglicht werden. Ebenfalls ist für 2023 vorgesehen, der Auszubildenden in der Tourist Info eine langfristige Weiterbeschäftigung zu bieten.

In den Einrichtungen (Stadtbücherei und PlönBad) besteht jedoch (leider) seltener die Möglichkeit, nach der erfolgreichen Ablegung der Abschlussprüfung auch langfristig übernommen zu werden. Dieser Umstand begründet sich in der Größe der städtischen Einrichtungen, die weniger Möglichkeiten für eine stetige Übernahme der Nachwuchskräfte bietet.

Der Fachkräftemangel wurde bereits von Seiten der Verwaltung mehrfach im Zusammenhang mit der Aufstellung der vergangenen Stellenpläne thematisiert. Die Entwicklung bereitet große Sorgen und die Besetzung offener Planstellen wird sich künftig weiterhin erschweren. Verschärfend kommt der Umstand hinzu, dass im öffentlichen Dienst auch Haustarife geschlossen werden, die sich vorteilhaft vom bestehenden TVöD abkoppeln. Dadurch entsteht zusätzlich ein großer Wettbewerb in Bezug auf die Personalgewinnung.

 

Die Stadt Plön stellt seit längerer Zeit fest, dass die Bewerberzahlen auf die ausgeschriebenen Stellen überwiegend rückläufig sind.

In vielen Bereichen, z.B. die klassische Verwaltung, der Reinigungsbereich, der gesamte technische  / Ing. Bereich, der IT Bereich, den Ausbildungsstellen oder auch im Bereich des Handwerks (Baubetriebshof) ist leider festzustellen, dass die Anzahl der qualifizierten Bewerbungen spürbar zurückgeht.

 

Diese Problematik ist jedoch nicht „Plön spezifisch“, sondern ein gesamtheitliches Problem in Deutschland, qualifiziertes Fachpersonal zu finden.

 

Die Stadt Plön versucht in diesem „Konkurrenzkampf“ mit anderen Arbeitgebern zum Erhalt von Fachkräften mit den nachstehenden Punkten zu „bestehen“:

  • Regelmäßige Aus- und Fortbildung von Mitarbeiter:innen
  • Einstellung und Qualifizierung von Quereinsteiger:innen (hier konnten bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt werden)
  • Attraktivität als Arbeitgeberin stärken (z. B. flexible Arbeitszeitmodelle, Möglichkeit des mobilen Arbeitens, Arbeitsplatzsicherheit, gutes Betriebsklima, aktuelle Stellenbewertungen, faire und angemessene Bezahlung, Entgeltumwandlung unter Anwendung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Betriebssportangebote)
  • Nutzung von modernen E-Dienstkraftfahrzeugen über „Stattauto“
  • Für 2023 ist geplant, zusätzlich E-Bikes für kurze innerstädtische Dienstfahrten anzuschaffen
  • Stellenausschreibungen: moderne und ansprechende Zeitungsannoncen / breitere Streuung / Nutzung von digitalen Jobbörsen und fachbezogener Internetportale
  • Geplant ist für das Jahr 2023 die Anschaffung eines digitalen Bewerbungsmanagementportals, welches auf der Internetseite der Stadt Plön integriert werden soll
  • Zuschüsse und Förderung für den ÖPNV, PKW Stellplätze und Zuschuss für Fahrradkauf oder -leasing
  • verstärkte Anzeigen und Werbung als moderne Arbeitgeberin im öffentlichen Dienst

 

Neben der Personalgewinnung ist auch die Personalhaltung ein wichtiger Faktor. Die Flexibilität, insbesondere der jüngeren Arbeitnehmer:innen, hat sich ebenso im Vergleich zu den Vorjahren gewandelt und wird durch den bestehenden Arbeitnehmer:innen-Markt auch „gelebt“.

In vielen Betrieben und Unternehmen wird derzeit auch über die Einführung der Vier-Tage-Woche diskutiert bzw. wurde diese bereits umgesetzt.

Erst jüngst wurde in den Medien berichtet, dass die Stadt Wedel (Kreis Pinneberg) als erste Kommune in Schleswig-Holstein ebenfalls die Vier-Tage-Woche anbietet, um als Verwaltung für die Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen attraktiv zu sein und zu bleiben.

Der öffentliche Dienst hat bereits jetzt einen großen Personalbedarf, der sich in den kommenden Jahren durch anstehende Renteneintritte und Aufgabenzuwächse noch weiter steigern wird. Deutschlandweit werden in den nächsten acht bis zehn Jahren voraussichtlich rund 1,3 Millionen Beschäftigte den öffentlichen Dienst verlassen.

Der Konkurrenzkampf mit der freien Wirtschaft, aber auch der Konkurrenzkampf zwischen den Kommunen und öffentlichen Trägern, wird sich somit erheblich verschärfen.

 

Da der öffentliche Dienst im Vergleich zu weiten Teilen der freien Wirtschaft nicht so gute Verdienstmöglichkeiten bietet, geht die Stadt Wedel insbesondere diesen neuen Weg, um als Arbeitgeberin an anderen Stellen zu punkten.

Dabei verweist die Stadt Wedel auch mit Sorge auf die Studie des „Bleibebarometers“ aus 2022, nach der sich bis zu 80 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst vorstellen können, den Arbeitgeber zu wechseln.

 

Die Stadt Plön sieht sich durchaus als attraktive Arbeitgeberin. Jedoch gilt es, aus den bekannten Gründen, sich dem zunehmenden Konkurrenzkampf zu stellen und stetig weiter daran zu arbeiten, als Arbeitgeberin „Stadt Plön“ attraktiv zu bleiben und möglichst noch attraktiver zu werden.

Ob dabei das Modell einer Vier-Tage-Woche für die Stadt Plön eine in der Praxis umsetzbare Lösung darstellt, wird noch mit allen beteiligten Bereichen näher zu beleuchten und abzustimmen sein.

Festzuhalten ist, dass die Stadt Plön mit den bestehenden Dienstvereinbarungen zur Arbeitszeitflexibilisierung sowie der Möglichkeit des mobilen Arbeitens bereits zwei elementare Bausteine bietet, um der Vereinbarung von Familie und Beruf eine große Grundplattform zu geben.

 

Ausblick auf die aktuelle Personalplanung / Stellenplan 2023:

Im Zusammenhang mit der Haushaltsplanung 2023 wird derzeit der Stellenplan 2023 beraten. Der Hauptausschuss hat sich mit der Vorlage zum Stellenplan bereits in einer ersten Beratung in seiner Sitzung am 03. April 2023 ausführlich beschäftigt. Hierbei wurde einstimmig beschlossen, den Bereich der Verkehrsüberwachung mit einer vierten Teilzeitstelle zu ergänzen.

Auf die Ausführungen der Vorlage VO/RV/2023/2759 sowie die hierzu erstellte Bezugsvorlage 2759-1 wird an dieser Stelle verwiesen.

 

Abschließend bleibt anzumerken, dass insgesamt eine zunehmende Belastung der Arbeitsanforderungen innerhalb der Verwaltungsbereiche festzustellen ist.

Selbstverwaltung und Verwaltung sind daher permanent im Austausch, über Maßnahmen und / oder Stellenplanveränderungen den Anforderungen auch künftig gerecht werden zu können.

 

Insbesondere in 2021 / 2022 erfolgten diverse Veränderungen und Stellenanhebungen, die sich quer durch alle Fachbereiche der Verwaltung gezogen haben.

 

 

 

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Der jährliche Personalbericht wird zur Kenntnis genommen.

 

Reduzieren

Finanz. Auswirkung

 

Finanzielle Auswirkungen:
Die finanziellen Auswirkungen, die sich im Bereich des Stellenplans / Personaleinsatzes ergeben, werden im Rahmen der Stellenplanvorlage bzw. der Haushaltsberatung entsprechend dargestellt.

 


 

Klimarelevanz & Begründung:

 

Positiv

 

Negativ

X

keine

 

 



 

Reduzieren

Anlagen

Loading...