Finanzielle Auswirkungen:
Aufgrund der nach Landeswaldgesetz bestehenden Wiederaufforstungspflicht müssen entsprechende Mittel in Höhe von 11.000 € als investive Auszahlung in den Haushalt 2024 eingestellt werden. Gemäß der Erläuterung im Sachverhalt kann aktuell nicht mit diesbezüglichen Fördermitteln gerechnet werden. Der Betrag ist daher zunächst in voller Höhe über Kreditmittel zu finanzieren.
Für die Fortsetzung der in den Jahren 2020 und 2021 begonnenen Waldumbaumaßnahme im Steinbergwald besteht eventuell die Möglichkeit, Erträge aus der Bewirtschaftung/Durchforstung der Waldfläche zu generieren. Die Höhe und der zeitliche Horizont dieser möglichen Erträge stehen aktuell noch nicht fest, so dass über die weiteren finanziellen Auswirkungen von Seiten der Kämmerei keine Auskunft gegeben werden kann.
Klimarelevanz & Begründung: | x | Positiv | | Negativ | x | keine |
Die Kohlenstoffspeicherung von Bäumen ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Es können nur sehr wenige pauschale Aussagen darüber getroffen werden. So speichern Laubbäume mehr CO2 als Nadelbäume, wenn sie ausgewachsen sind. Allerdings wachsen Nadelbäume in der Regel schneller, so dass die Menge des Kohlenstoffspeichers nicht nur von der Baumart, sondern auch vom Alter, der Größe und dem Stammdurchmesser abhängt. Die Menge und Größe des Zuwachses hängt wiederum mit den Standortbedingungen zusammen. Diese können ihrerseits durch die Folgen des Klimawandels (Klimaanpassung) Veränderungen unterliegen.
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Aufforstung einer Brache, die an sich keine besondere CO2-Speicherleistung erbringt (eine Moorfläche wäre ein Gegenspiel), positive Auswirkungen auf das Klima, hinsichtlich des Klimawandels, hat. Die vorliegende Betrachtung, die die Entnahme bestimmter Bäume zusätzlich annimmt, die jedoch altersentsprechend abgängig sind und kurz bis höchstens mittelfristig eh durch neue Bäume ersetzt werden müssten, ist zu komplex, als dass eine konkrete Aussage getroffen werden kann. Daher bewertet das Klimaschutzmanagement der Stadt Plön die vorliegende Vorlage als Neutral mit der Tendenz zu Positiv.
Sofern möglich, ist es äußerst sinnvoll, das anfallende Holz nicht als Brennmaterial, sondern als Baustoff zu wenden. Noch besser für die indirekte Klimabilanz ist es, wenn das geschlagene Holz als Baustoff bei der Sanierung von Altbauten eingesetzt werden könnte. Der THG-Einsparungseffekt wäre in diesem Fall als enorm hoch anzunehmen.