Inhalt
ALLRIS - Vorlage

Verwaltungsvorlage - VO/RV/2024/2986

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

 

Die Stadt Plön betreibt im Schul.- und Sportzentrum Am Schiffsthal eine Sportanlage. Diese Sportanlage wurde im Jahre 1973 errichtet. Der Zustand der Laufbahn bzw. der gesamten Sportanlage ist mittlerweile in einem sehr sanierungsbedürftigen Zustand.

 

So haben sich die politischen Gremien im Jahre 2019 dazu entschieden die Laufbahn und das Kleinspielfeld zu erneuern.

 

r die Erneuerung der Laufbahn wurde im Frühjahr 2019 eine Kostenermittlung nach DIN 276 durchgeführt, die ermittelten Kosten lagen bei 536.364 € brutto.

 

Diese Kostermittlung war Grundlage für einen Fördermittelantrag beim Kreis und einem Fördermittelantrag beim Land

 

Am 28.07.2020 hat die Stadt einen Zuwendungsbescheid vom Kreis über 53.621,40 € erhalten, der Bewilligungszeitraum war ursprünglich bis zum 31.12.2021. Dieser ist mittlerweile verlängert worden bis 31.12.2025. Eine weitere Verlängerung ist nicht mehr möglich.

 

Am 08.09.2021 hat die Stadt einen Zuwendungsbescheid vom Land über 250.000 erhalten, der Bewilligungszeitraum war ursprünglich bis zum 31.12.2023. Dieser ist mittlerweile verlängert bis zum 31.12.2025. Eine weitere Verlängerung erscheint zurzeit nicht mehr möglich.

 

Ebenfalls in 2019, wurde ein Gefahrstoffgutachten für die Laufbahn und das Kleinspielfeld erstellt.

 

Im Frühjahr 2023 hat der Fachbereich 4 mit der Vorbereitung der Ausschreibung der Planungsleistungen für die Erneuerung der Laufbahn und des Kleinspielfeldes begonnen. Die Planung des Kleinspielfeldes wurde dabei als separates, optional zu beauftragendes Los betrachtet. Ein Auftrag für die Überplanung des Kleinspielfeldes wurde jedoch nicht erteilt.

 

Als Grundlage für die Ausschreibung standen das Gefahrstoffgutachten aus 2019 und die Kostenschätzung nach DIN 276 aus 2019 zur Verfügung.

 

Anfang Mai 2023 wurde die Ausschreibung gestartet, der Submissionstermin war der 05.06.2023.

Am 18.07.2023 hat das Ingenieurbüro Knoll den Auftrag für Los 1, Planung der Erneuerung der Laufbahn, nach Freigabe durch den Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus vom 06.07.2023, erhalten.

 

Am 28.08.23 fand das Startgespräch mit Herrn Knoll statt, in dem es unter anderem um die Grundlagen für die bevorstehende Planung ging. Insbesondere ging es um eine noch durchzuführende Bestandsvermessung und eine Baugrunduntersuchung.

Im September 2023 wurde das Vermessungsbüro Marquardt mit der Durchführung einer Bestandsvermessung beauftragt. Diese beinhaltete die Rundlaufbahn, die Rasenspielfläche und das Kleinspielfeld.

Anschließend fand ein erster Ortstermin zusammen mit Herrn Knoll auf der Sportanlage statt.

 

Am 12.10.23 wurde das Labor für Landschafts- und Sportstättenbau LLS mit der Baugrunduntersuchung für die Rundlaufbahn, den Rasenplatz und das Kleinspielfeld beauftragt.

 

Nach Vorlage der Vermessungsunterlagen und des Baugrundgutachtens wurde mit der Planung durch das Büro Knoll begonnen.

 

Nach Aufstellung eines ersten Planes, fand am 09.11.2023 einen Ortstermin mit Vertretern des TSV Plön, der Gemeinschaftsschule und der Umweltfachkraft der Stadt Plön statt. In diesem Termin wurde über die Nutzungsansprüche gesprochen, z.B. welche Sportarten auf der Anlage noch durchgeführt werden sollen (z.B. Weitsprung und Kugelstoßen) und welche Sportarten nicht durchgeführt werden sollen (z.B. Sperrwerfen).

Ebenso wurde über eine für 2024 geplante Rasenspielfeldsanierung in Form einer „einfachen Sanierung“ gesprochen.

Da man sich einig darüber war, dass man diese Arbeiten mit der Sanierung der Laufbahn kombinieren sollte, wurde diese Leistung vom Ingenieurbüro mit in die Betrachtung aufgenommen.

 

Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen aus dem Termin vom 09.11.2023 wurde durch das Ingenieurbüro Knoll eine Entwurfsplanung mit den dazugehörigen Kosten aufgestellt.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Baugrunduntersuchungen wurde ebenfalls eine Grundhafte Sanierung der Rasenspielfläche alternativ mitbetrachtet und bepreist.

 

Hierbei wurden die Kosten aufgeteilt in Ursprungsprojekt „Erneuerung Laufbahn“ und zusätzliche Maßnahmen wie z.B. Rasenspielfläche, um die einzelnen Kostenblöcke auseinanderhalten zu können.

 

Im Januar 2024 wurde die Entwurfsplanung mit der Kostenaufstellung durch Herrn Knoll der Verwaltung vorgestellt.

 

Aufgrund der ermittelten Kosten für die grundhafte Sanierung der Rasenspielfläche und der Nutzungsnotwendigkeiten entstand die Überlegung, als Alternative zu einer Rasenspielfläche erneut das Thema Kunstrasen zu betrachten.

Diese Thematik wurde in der Vergangenheit mehrfach durch sporttreibende Vereine angesprochen und vorgebracht.

Im Nachgang zum Termin vom 11.01.2024 hat das Ingenieurbüro verschiedene Varianten einer Ausführung als Kunstrasen erarbeitet.

Das gesamte Projekt, mit seinen möglichen Varianten, wurde im Rahmen einer nicht öffentlichen Informationsveranstaltung am 06.03.2024 vorgestellt.

 

Die verschiedenen Varianten sind:

 

Varianten 

 

Ermittelte Gesamtkosten in € brutto

 

V1 2024-03-12 Plön Laufbahn und Segmente

 

1.581.920,57

V2 2024-03-12 Plön + Naturrasenplatz

 

1.980.490,11

V3 2024-03-12 Plön + Kunstrasen + Biofaser

 

2.569.359,05

V4 2024-03-12 Plön + Kunstrasen gewebt

 

2.682.526,88

V5 2024-03-12 Plön + Kunstrasen PurPT (neuste Generation Kunstrasen)

 

2.702.894,16

 

Die dazugehörigen Kostenermittlungen befinden sich im Anhang.

 

 

 

 

 

 

 

Reduzieren

Beschlussvorschlag

 

Ausschuss für Soziales, Umwelt und Energie:

 

Der Ausschuss für Soziales, Umwelt und Energie beschließt die Freigabe der Variante … der vorgestellten Entwurfsplanungen für die Erneuerung der Sportanlage Am Schiffsthal. Auf Grundlage der gewählten Variante wird die Ausführungsplanung und Ausschreibung erstellt.  

 

 

Reduzieren

Finanz. Auswirkung

 

Finanzielle Auswirkungen:
 

r die Erneuerung der Laufbahn im Schiffsthalstadion wurden im Haushalt 2023 Mittel in Höhe von 100.000 €r die Planung in 2023 und 437.000 €r die Umsetzung in 2024 bei dem Finanzrechnungskonto 42400.78520460 veranschlagt. Die Mittel stehen unter dem Vorbehalt eines Freigabebeschlusses des Ausschusses r Soziales, Umwelt und Energie. Des Weiteren wurden die für die Umsetzung benötigten Mittel über eine Verpflichtungsermächtigung abgesichert. Rd. 97.600 TEUR  werden als Haushaltsauszahlungsrest in das Jahr 2024 übertragen.

Im Haushaltsentwurf 2024 wurden aufgrund der zwischenzeitlich vorliegenden neuen Kostenschätzungen und vorbehaltlich der noch ausstehenden Beschlussfassung hinsichtlich der gewählten Variante investive Mittel in Höhe von 300.000 € in 2024 und 2.370.000 in 2025 veranschlagt, welche über eine Verpflichtungsermächtigung abgesichert werden. Die Mittel stehen unter dem Vorbehalt eines Freigabebeschlusses des Ausschusses für Soziales, Umwelt und Energie.

Bereits 2021 hat die Stadt Plön eine Förderung vom Land für die Erneuerung der Laufbahn im Schiffsthalstadion in Höhe von 250.000 € erhalten. Der Kreis Plön fördert diese Maßnahme ebenfalls mit einem Betrag in Höhe von rd. 53.600 €. Entsprechend der geplanten Umsetzung wird die Vereinnahmung des Zuweisungsbetrages in 2025 veranschlagt.  

Je nach Entscheidung der möglichen Ausführungsvariante gestalten sich auch die Folgekostenberechnung für die Pflege und Unterhaltung des Sportplatzes unterschiedlich. Hierbei wird auf die entsprechenden Ausführungen des Planungsbüros verwiesen. Die Nutzungsdauer von Naturrasen und Kunstrasen liegt jeweils bei 10 Jahren. Bei den teureren Kunstrasenvarianten wären die Abschreibungsaufwendungen in den Folgejahren höher als bei der Naturrasenvariante. Die Aufwendungen für die Pflege wären wiederum bei den Kunstrasenvarianten deutlich geringer.


 

 


 

Klimarelevanz & Begründung:

 

Positiv

X

Negativ

 

keine

 

Die Bewertung der Klimarelevanz erfolgte auf Basis zweier Studien:

  • Fraunhofer Umsicht:  Kunstrasenplätze – Systemanalyse unter Berücksichtigung von Mikroplastik- und Treibhausgasemissionen, Recycling, Standorten und Standards, Kosten sowie Spielermeinungen
  • Ökobilanzierung von Rasensportfeldern: Natur-, Kunststoff- und Hybridrasen der Stadt Zürich im Vergleich - für Grün Stadt Zürich

r die Bewertung der Treibhausgasemissionen ist es wichtig, auf die Nutzungsstunden des Sportplatzes zu schauen. Ein Sportplatz mit Kunstrasen weist in vielen Lebenszyklusbereichen deutlich höhere THG-Emissionen als ein Naturrasen vor. Da Kunstrasenplätze aber deutlich intensiver genutzt werden können (ca. drei- bis viermal so hohe Spielstunden), können die Emissionen im Vergleich zum Naturrasen ausgeglichen werden. Wichtig dabei ist, dass die maximale Nutzungszeit des Kunstrasenplatzes in Anspruch genommen wird. Die Nutzungsdauer sollte durch ein Nutzungskonzept geplant werden, um eine hohe Nutzungsintensität weit oberhalb des Naturrasenplatzes zu erreichen.

r die Produktion und Pflege von Naturrasen entstehen auch THG-Emissionen. Die Emissionen, die vor allem durch Pflege und Düngung auf einem Naturrasen entstehen, können mit Hilfe von Mulchen mit Rasenschnitt und einem nachhaltigen Düngekonzept reduziert werden.

Sollte ein Kunstrasen genutzt werden, ist es wichtig, auf infill-freie Kunstrasenvarianten zu achten, im besten Fall ist der Kunstrasen mit einem Umweltzertifikat (Blauer Engel) zertifiziert. Zudem ist es wichtig, eine herstellerunabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen.

Um die Treibhausgasemissionen durch einen Kunstrasen zu reduzieren, sollte der Großteil des genutzten Materials rezyklierbar sein, da auch die Entsorgung große THG-Mengen freisetzt.

 

 



 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...