Beitrag Wirtschaftsförderung:
Im Rahmen der Fortführung des Bundesprogramms ZIZ „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ist nun beabsichtigt, die Maßnahmen Begrünung und Möblierung in der Innenstadt zur Attraktivierung umzusetzen.
Die grundsätzliche Umsetzung des Konzeptes über das Innenstadtmanagement wurde durch den Hauptausschuss in seiner Sitzung am 26.02.2024 beschlossen.
Die für die Begrünung der Innenstadt vorgesehenen 10.000 € könnten nun für die in dem Konzept genannte Maßnahme Heller, grüner, bunter eingesetzt werden.
Die für die Maßnahme Aufenthaltsmöglichkeiten/Verweildauer in der Innenstadt erhöhen vorgesehenen 13.000 € könnten für die im Konzept genannte Maßnahme Raum für Ruhe eingesetzt werden.
Hierzu wird auch das sog. Parklet der KielRegion, das zur Zeit gebaut und der Stadt Plön leihweise im Sommer geliefert werden soll, beitragen. Leider hat sich das Projekt Parklet verzögert, da ursprünglich ein früherer Liefertermin in Aussicht gestellt wurde. Aller Voraussicht nach wird es auf dem Wentorper Platz versuchsweise aufgestellt. Damit kann die Stadt Plön feststellen, ob solche Parklets angenommen und von den Besucher:innen der Innenstadt gewünscht sind.
Beitrag FB3/Umweltfachkraft:
Vorstellung der Begrünungsideen:
Eine gut durchdachte Begrünung steigert nicht nur das Wohlbefinden in der Stadt und das Erscheinungsbild der Innenstadt und verleiht ihr einen besonderen Charakter, sondern trägt auch zu einer Abkühlung an heißen Tagen, zu einer Verschattung und zu einer Erhöhung des Lebensraumangebotes für Vögel, Insekten und andere Lebewesen bei. Dies sind daher ebenfalls wichtige Aspekte im Hinblick auf die Steigerung der Artenvielfalt und dienen kleinräumig betrachtet der Klimaanpassung. Somit sind sowohl Belange des Konzeptes Stadtgrün naturnah als auch des Klimaschutzkonzeptes berücksichtigt.
Für die Bepflanzung unter den besonderen Standortbedingungen in der Plöner Innenstadt kommen kleinwüchsige Bäume und Sträucher sowie ausdauernde Stauden, Gräser und für den Frühjahrsaspekt eine Kombination aus verschiedenen Frühblühern in Betracht, die den Anforderungen an Raum, Wasser- und Lichtverfügbarkeit und den Windverhältnissen gewachsen sind. Auf die Verwendung von Arten für die Wechselbepflanzung sollte im Sinne der Nachhaltigkeit verzichtet werden.
Gepflanzt werden soll die neue Begrünung idealerweise sowohl in (im Rahmen des Fördermittelprojektes anzuschaffende) Pflanzbehälter als auch direkt in den Boden. Hierfür besteht die Idee, den Grundstückseigentümern der Innenstadt eine Pflanzung von z.B. niedrigen Kletterrosen (wie z.B. in der Johannisstraße) oder Stockrosen (wie in zahlreichen Straßen und Twieten in der Altstadt) mit passender Unterpflanzung (z.B. Lavendel, Katzenminze, Storchschnabel) vorzuschlagen und sie bei der Auswahl und Pflanzung zu unterstützen.
Der große Vorteil bei dieser Variante wäre ein deutlich geringerer Pflegeaufwand (gegenüber Kübelbepflanzung) vor allem beim Gießen, sobald sich die Pflanzen am Standort etabliert haben. Sowohl Rosen als auch Stockrosen wurzeln sehr tief und sind nicht ausschließlich von verfügbarem Oberflächenwasser abhängig.
Die Wirkung, die mit der Durchgrünung der Innenstadt und Platzierung von grünen Blickfängern erzielt wird, trägt maßgeblich zum Erscheinungsbild der Stadt bei. Die Aspekte Wind und Wasser (Gräser) spielen daher ebenso eine Rolle wie der Bezug zu vorhandenen Strukturen (alte, historische Apfelgärten, Nähe zur Schlossgärtnerei, begrünte Twieten und Straßen mit Stockrosen und Rosen).
Für die Bepflanzung von ansprechenden Pflanzbehältern werden im Wesentlichen vier verschiedene Varianten vorgeschlagen:
Variante 1: stadtklimaverträgliche Zierobstgehölze mit Unterpflanzung aus Stauden und Gräsern zzgl. Frühblüher (Zwiebelpflanzen)
Variante 2: Kleinbäume aus der Auswahl der sog. Zukunftsbäume ebenfalls mit Unterpflanzung aus Stauden und Gräsern zzgl. Frühblüher (Zwiebelpflanzen)
Variante 3: Blühsträucher (ohne Unterpflanzung)
Variante 4: Stauden- und Gräserkombination einschl. Blumenzwiebeln
Diese vier Varianten sind beispielhaft in der Anlage dargestellt.
Pflanzbehälter:
Die Form der Pflanzbehälter soll organisch sein, bei Einzelbehältern rund, in Kombination mit einem Sitzelement ist dieses in Anlehnung an die Form der Welle idealerweise geschwungen.
Beitrag FB2/Bauhof:
Die Begrünungsidee bildet ein wesentliches Kriterium zur Auswahl der passenden Pflanzbehälter. Angepasst an die festzulegenden Standorte wären dann Größe und Form festzulegen.
Die bisherige Recherche hat gezeigt, dass die Vielfalt von Pflanzbehältern für den kommunalen Bereich sehr umfänglich ist. Dementsprechend können derzeit noch keine näheren Kostenermittlungen vorgelegt werden. Es sollte zunächst eine allgemeine Auswahl über Materialien getroffen werden. Anhand dieser Auswahl werden kann die Kosten ermittelt. Die Auswahl wird passend zum Stadtbild erfolgen.
Beitrag FB5/TIP:
Markenbildungsprozess:
Idee Naturschöner Ankerplatz:
Um den Effekt der Attraktivierung noch zu steigern und eine noch höhere Wirkung zu erzielen, bietet sich eine Kombination aus Begrünung und Verweilmöglichkeit an. Es entsteht ein naturschöner Ankerplatz.
Durch eine - mit dem Fördermittelgeber noch abzustimmende - Kombination und Verwendung der zur Verfügung stehenden Fördermittel für die Themen Begrünung und Möblierung besteht die Möglichkeit, schöne Verweilorte und gleichzeitig neue grüne Kleinoasen zu schaffen.
Bei der Auswahl geeigneter Pflanzgefäße und Sitzmöbel sowie deren Form und Farbe kommt es zum jetzigen Zeitpunkt besonders darauf an, die Kernelemente des Marken- und Leitbild-Prozesses in der Innenstadt sichtbar zu machen. Dazu zählen zum Beispiel markante Formen wie z.B. die Welle und auch die Farben der Marke. Beides sollte bei der zukünftigen Auswahl von Innenstadt-Mobiliar (Pflanzgefäße, Sitzmöbel, Müllbehälter etc.) berücksichtigt werden und durch die passende Optik die Marke transportieren helfen.
Hierbei ergäbe sich Folgendes, wenn man die beiden Themen Begrünung und Möblierung von der Marke her ableitet:
- Naturschön = natürliche Materialien wie Holz (Bezug zu Stegen an den Seen), natürliche geschwungene Formen
- Verbindend = Sitzbank als verbindendes Element zwischen den Pflanzkübeln
- Seenreich = runde Form der Kübel kann für Seen stehen, geschwungene Form für Uferlinie, Bepflanzung mit maritimem Charakter (z.B. Gräser, die im Wind schwingen)
- Liebens- und lebenswert = Verweilort im Grünen
Beitrag Wirtschaftsförderung:
Standortauswahl:
Ab Lübecker Straße in Richtung Wentorper Platz kommen je nach Größe diverse Standorte für Pflanzkübel/Mobiliar in Betracht. Nach Festlegung der Pflanzgefäße/Mobiliar (Material, Form, Farbe) und Bepflanzung, muss der jeweilige Standort in Abstimmung mit den Eigentümer:innen/Geschäftsinhaber:innen und anhand weiterer Faktoren ausgewählt werden. Hierbei muss auf die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs (Fußgänger, Kfz., Barrierefreiheit etc.), bauliche Besonderheiten, wie Markisen, Warenständer, Sichtbarkeit der Werbung des jeweiligen Unternehmens, Zugänge für Versorgungsschächte, Winterdienst etc. Rücksicht genommen werden.