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ALLRIS - Vorlage

Verwaltungsvorlage - VO/RV/2024/3044

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

Beitrag Wirtschaftsförderung:

Im Rahmen der Fortführung des Bundesprogramms ZIZ „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ist nun beabsichtigt, die Maßnahmen Begrünung und Möblierung in der Innenstadt zur Attraktivierung umzusetzen.

Die grundsätzliche Umsetzung des Konzeptes über das Innenstadtmanagement wurde durch den Hauptausschuss in seiner Sitzung am 26.02.2024 beschlossen.

 

Die für die Begrünung der Innenstadt vorgesehenen 10.000 € könnten nun für die in dem Konzept genannte Maßnahme Heller, grüner, bunter eingesetzt werden.

Die für die Maßnahme Aufenthaltsmöglichkeiten/Verweildauer in der Innenstadt erhöhen vorgesehenen 13.000 € könnten für die im Konzept genannte Maßnahme Raum für Ruhe eingesetzt werden.

 

Hierzu wird auch das sog. Parklet der KielRegion, das zur Zeit gebaut und der Stadt Plön leihweise im Sommer geliefert werden soll, beitragen. Leider hat sich das Projekt Parklet verzögert, da ursprünglich ein früherer Liefertermin in Aussicht gestellt wurde. Aller Voraussicht nach wird es auf dem Wentorper Platz versuchsweise aufgestellt. Damit kann die Stadt Plön feststellen, ob solche Parklets angenommen und von den Besucher:innen der Innenstadt gewünscht sind.

 

Beitrag FB3/Umweltfachkraft:

Vorstellung der Begrünungsideen:

 

Eine gut durchdachte Begrünung steigert nicht nur das Wohlbefinden in der Stadt und das Erscheinungsbild der Innenstadt und verleiht ihr einen besonderen Charakter, sondern trägt auch zu einer Abkühlung an heißen Tagen, zu einer Verschattung und zu einer Erhöhung des Lebensraumangebotes für Vögel, Insekten und andere Lebewesen bei. Dies sind daher ebenfalls wichtige Aspekte im Hinblick auf die Steigerung der Artenvielfalt und dienen kleinräumig betrachtet der Klimaanpassung. Somit sind sowohl Belange des Konzeptes Stadtgrün naturnah als auch des Klimaschutzkonzeptes berücksichtigt.

 

Für die Bepflanzung unter den besonderen Standortbedingungen in der Plöner Innenstadt kommen kleinwüchsige Bäume und Sträucher sowie ausdauernde Stauden, Gräser und für den Frühjahrsaspekt eine Kombination aus verschiedenen Frühblühern in Betracht, die den Anforderungen an Raum, Wasser- und Lichtverfügbarkeit und den Windverhältnissen gewachsen sind. Auf die Verwendung von Arten für die Wechselbepflanzung sollte im Sinne der Nachhaltigkeit verzichtet werden.

 

Gepflanzt werden soll die neue Begrünung idealerweise sowohl in (im Rahmen des Fördermittelprojektes anzuschaffende) Pflanzbehälter als auch direkt in den Boden. Hierfür besteht die Idee, den Grundstückseigentümern der Innenstadt eine Pflanzung von z.B. niedrigen Kletterrosen (wie z.B. in der Johannisstraße) oder Stockrosen (wie in zahlreichen Straßen und Twieten in der Altstadt) mit passender Unterpflanzung (z.B. Lavendel, Katzenminze, Storchschnabel) vorzuschlagen und sie bei der Auswahl und Pflanzung zu unterstützen.

 

Der große Vorteil bei dieser Variante wäre ein deutlich geringerer Pflegeaufwand (gegenüber Kübelbepflanzung) vor allem beim Gießen, sobald sich die Pflanzen am Standort etabliert haben. Sowohl Rosen als auch Stockrosen wurzeln sehr tief und sind nicht ausschließlich von verfügbarem Oberflächenwasser abhängig.

 

Die Wirkung, die mit der Durchgrünung der Innenstadt und Platzierung von grünen Blickfängern erzielt wird, trägt maßgeblich zum Erscheinungsbild der Stadt bei. Die Aspekte Wind und Wasser (Gräser) spielen daher ebenso eine Rolle wie der Bezug zu vorhandenen Strukturen (alte, historische Apfelgärten, Nähe zur Schlossgärtnerei, begrünte Twieten und Straßen mit Stockrosen und Rosen).

 

Für die Bepflanzung von ansprechenden Pflanzbehältern werden im Wesentlichen vier verschiedene Varianten vorgeschlagen:

 

Variante 1: stadtklimaverträgliche Zierobstgehölze mit Unterpflanzung aus Stauden und Gräsern zzgl. Frühblüher (Zwiebelpflanzen)

 

Variante 2: Kleinbäume aus der Auswahl der sog. Zukunftsbäume ebenfalls mit Unterpflanzung aus Stauden und Gräsern zzgl. Frühblüher (Zwiebelpflanzen)

 

Variante 3: Blühsträucher (ohne Unterpflanzung)

 

Variante 4: Stauden- und Gräserkombination einschl. Blumenzwiebeln

 

Diese vier Varianten sind beispielhaft in der Anlage dargestellt.

 

Pflanzbehälter:

Die Form der Pflanzbehälter soll organisch sein, bei Einzelbehältern rund, in Kombination mit einem Sitzelement ist dieses in Anlehnung an die Form der Welle idealerweise geschwungen.

 

Beitrag FB2/Bauhof:

Die Begrünungsidee bildet ein wesentliches Kriterium zur Auswahl der passenden Pflanzbehälter. Angepasst an die festzulegenden Standorte wären dann Größe und Form festzulegen.

Die bisherige Recherche hat gezeigt, dass die Vielfalt von Pflanzbehältern für den kommunalen Bereich sehr umfänglich ist. Dementsprechend können derzeit noch keine näheren Kostenermittlungen vorgelegt werden. Es sollte zunächst eine allgemeine Auswahl über Materialien getroffen werden. Anhand dieser Auswahl werden kann die Kosten ermittelt. Die Auswahl wird passend zum Stadtbild erfolgen.

 

Beitrag FB5/TIP:

Markenbildungsprozess:

 

Idee Naturschöner Ankerplatz:

Um den Effekt der Attraktivierung noch zu steigern und eine noch höhere Wirkung zu erzielen, bietet sich eine Kombination aus Begrünung und Verweilmöglichkeit an. Es entsteht ein naturschöner Ankerplatz.

Durch eine - mit dem Fördermittelgeber noch abzustimmende - Kombination und Verwendung der zur Verfügung stehenden Fördermittel für die Themen Begrünung und Möblierung besteht die Möglichkeit, schöne Verweilorte und gleichzeitig neue grüne Kleinoasen zu schaffen.

Bei der Auswahl geeigneter Pflanzgefäße und Sitzmöbel sowie deren Form und Farbe kommt es zum jetzigen Zeitpunkt besonders darauf an, die Kernelemente des Marken- und Leitbild-Prozesses in der Innenstadt sichtbar zu machen. Dazu zählen zum Beispiel markante Formen wie z.B. die Welle und auch die Farben der Marke. Beides sollte bei der zukünftigen Auswahl von Innenstadt-Mobiliar (Pflanzgefäße, Sitzmöbel, Müllbehälter etc.) berücksichtigt werden und durch die passende Optik die Marke transportieren helfen.

Hierbei ergäbe sich Folgendes, wenn man die beiden Themen Begrünung und Möblierung von der Marke her ableitet:

 

-          Naturschön = natürliche Materialien wie Holz (Bezug zu Stegen an den Seen), natürliche geschwungene Formen

 

-          Verbindend = Sitzbank als verbindendes Element zwischen den Pflanzkübeln

 

-          Seenreich = runde Form der Kübel kann für Seen stehen, geschwungene Form für Uferlinie, Bepflanzung mit maritimem Charakter (z.B. Gräser, die im Wind schwingen)

 

-          Liebens- und lebenswert = Verweilort im Grünen

 

Beitrag Wirtschaftsförderung:

Standortauswahl:

 

Ab Lübecker Straße in Richtung Wentorper Platz kommen je nach Größe diverse Standorte für Pflanzkübel/Mobiliar in Betracht. Nach Festlegung der Pflanzgefäße/Mobiliar (Material, Form, Farbe) und Bepflanzung, muss der jeweilige Standort in Abstimmung mit den Eigentümer:innen/Geschäftsinhaber:innen und anhand weiterer Faktoren ausgewählt werden. Hierbei muss auf die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs (Fußgänger, Kfz., Barrierefreiheit etc.), bauliche Besonderheiten, wie Markisen, Warenständer, Sichtbarkeit der Werbung des jeweiligen Unternehmens, Zugänge für Versorgungsschächte, Winterdienst etc. Rücksicht genommen werden.

 

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Beschlussvorschlag

 

Für den Ausschuss für Soziales, Umwelt und Energie:

 

Der Ausschuss für Soziales, Umwelt und Energie nimmt die Vorschläge der Verwaltung zur Verwendung der Finanzmittel, die aus dem Bundesprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ) bezuschusst werden für die Bereiche Begrünung und Möblierung zur Kenntnis und spricht sich für eine Bepflanzung in Pflanzgefäßen nach Variante

 

1 (Zierobstgehölz plus Unterpflanzung),

2 (Kleinbaum plus Unterpflanzung),

3 (Zierstrauch ohne Unterpflanzung) oder

4 (Stauden- und Gräserbepflanzung)

aus.

 

Zudem wird die Verwaltung beauftragt, Möglichkeiten zu eruieren, Rosen/Stockrosen in Abstimmung mit dem/der jeweiligen Gebäudeeigentümer:in in der Innenstadt zu pflanzen.

 

 

Für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung:

 

Bei der Auswahl eines geeigneten, für eine gute Pflanzenentwicklung ausreichend großen Pflanzbehälters/Sitzmobiliars werden die Markenwerte zu Grunde gelegt und sich auf die Verwendung des  Materials:

 

1 Holz,

2 Metall oder

3 eine Kombination aus Holz und Metall

festgelegt.

 

Die Verwaltung wird ermächtigt, entsprechend der vom Ausschuss beschlossenen Materialauswahl Form und Größe der Pflanzbehältnisse auszuwählen, die den Anforderungen der gewünschten Bepflanzung entsprechen. Dabei soll sich an den bislang in der Fußgängerzone aufgestellten Pflanzgefäßen orientiert werden. Zudem wird die Verwaltung ermächtigt, entsprechend der beschlossenen Materialauswahl Sitzmobiliar auszwählen.

 

Vorzugsweise sollen Standorte zwischen der Lübecker Str. und Wentorper Platz gewählt werden.   

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Finanz. Auswirkung

 

Finanzielle Auswirkungen:
Beitrag FB2/mmerei:

Im Haushaltsplan 2024 sind für die Umsetzung des Innenstadtmanagements insgesamt 100.000 € berücksichtigt. Aufgeteilt sind diese im Ergebnisbereich mit 75.000 € in 2024 und 5.000 € in 2025. Da auch investiv einzustufende Maßnahmen bei dem Innenstadtmanagement durchgeführt werden sollen, wurden pauschal 20.000 € verteilt auf die Finanzrechnungskonten 11101.78310000 (15.000 €) und 11101.78320000 (5.000 €) veranschlagt. Die Einzelmaßnahmen aus dem Konzept wurden nicht auf die Zuordnung Ergebnis- oder Finanzplan hin überprüft, da diese im Einzelnen nicht bekannt waren. Die 90%ige Förderung aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ist entsprechend im Ergebnis- und Finanzplan berücksichtigt. 

Von den investiven Mitteln sind zwischenzeitlich bereits rd. 10.000 €r die Anschaffung von neuen Mülleimern verplant. Hinzu kommen hier noch die Aufbaukosten, deren Höhe aktuell noch nicht feststeht. Die investiven Mittel stehen erst mit der Veröffentlichung der Haushaltssatzung 2024 zur Verfügung und stehen zusätzlich unter dem Vorbehalt eines Freigabebeschlusses des Hauptausschusses.

Von Seiten der Kämmerei folgt ergänzend der Hinweis, dass eine Umwidmung der Fördermittel innerhalb des Förderprogramms keine Auswirkungen auf die im Haushalt veranschlagten Mittel entfaltet. 


 

Klimarelevanz & Begründung:

X

Positiv

 

Negativ

 

keine

Beitrag Klimaschutzmanagement:

Die Begrünung in Bereichen, die sich durch ein hohes Maß an Versiegelung auszeichnen ist aus Gründen der Klimafolgenanpassung sinnvoll und wirkt sich positiv auf das Kleinklima aus. Laut dem Wuppertal-Institut ist unerlässlich neben der Reduktion der Treibhausgase auch Klimafolgenanpassung zu betreiben. So können die jetzt schon spürbaren Folgen und die, die sich auf Grund der bereits gezeigten Erwärmung noch einstellen gemindert werden.

Außerdem trägt Pflanzenwachstum grundsätzlich auf Grund von Wachstum der Pflanzen durch Photosynthese per se zur Bindung von CO2 bei. Selbsterklärend ist hier ebenfalls eine positive Auswirkung zu bestätigen.

Es sollten weitergehend den Aspekten der Biodiversität (als Sammelbegriff aller Bedeutungen) hohe Bedeutung beigemessen werden (Heimische Arten und Bedeutung für Insekten). Hier sollte unbedingt Schwerpunkt auf die Angepasstheit an den Standort gelegt werden. So kann ein optimales Wachstum und damit eine hohe Leistung der CO2 Bindung gefördert werden. Außerdem sollte berücksichtig sein, dass die zu beschaffenden Pflanzen an die zukünftigen Bedingungen angepasst sind (vornehmlich Trockenstress). In diesem Zuge wird auf den Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung hingewiesen.


 

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Anlagen

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