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ALLRIS - Vorlage

Verwaltungsvorlage - VO/2009/466

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Umrüstung:

 

Am 13.08.2003 hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung & Umwelt beschlossen, aus Gründen der Energieeinsparung bei der Straßenbeleuchtung künftig nur noch Natriumdampf-Hochdrucklampen (gelbes Licht) als Leuchtmittel zu verwenden. Diese haben bei besserer Lichtausbeute einen deutlich geringeren Stromverbrauch. So konnten bei vielen Straßenlaternen 2 80-Watt-Quecksilberdampflampen durch eine 70-Watt-Natriumdampf-Hochdrucklampe ersetzt werden. Neue Straßenlaternen wurden gleich mit Natriumdampftechnik beschafft.

 

Die am 13.04.2009 in Kraft getretene sog. Ökodesign-Verordnung Nr. 245/2009 der EU-Kommsion bestätigt dieses Vorgehen. Sie stellt hohe Energieeffizienz-Anforderungen an Lampen, Vorschaltgeräte und Leuchten auch im Dienstleistungssektor (Büro-, Industrie und Straßenbeleuchtung). Diese Vorgaben sollen bis 2020 zu Energieeinsparungen von ca. 38 TWh (das entspricht ungefähr dem Stromverbrauch von 11 Millionen europäischen Haushalten) sowie zu einer Verringerung der CO2-Emissionen um jährlich mehr als 15 Mio. t führen. Ineffiziente Lampen und Leuchten werden schrittweise vom Markt genommen.

 

Durch drei Umsetzungsstufen (2010 –> 2012 –> 2017) wird den Herstellern Gelegenheit zur Umstellung ihrer Produkte auf effiziente Alternativen gegeben. Betreiber von Beleuchtungsanlagen müssen im Hinblick auf zukünftig nicht mehr zulässige Leuchtmittel wie die Quecksilberdampflampen in zahlreichen Straßenleuchten rechtzeitig Alternativprodukte einplanen.

 

Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche mit Vertretern von Leuchten- und Leuchtmittelherstellern, mit Elekto-Fachfirmen für Straßenbeleuchtung und mit dem Energieversorger geführt, um eine für die Stadt Plön praktikable und wirtschaftliche Lösung zu finden.

 

Dabei hat sich gezeigt, dass der bisher von der Stadt eingeschlagene Weg grundsätzlich richtig ist. Effiziente-Natriumdampf-Hochdrucklampen werden auch künftig zulässig sein und laut einer aktuellen Handreichung des baden-württembergischen Umweltministeriums (s. Anlage) gibt es derzeit auf dem Markt kein wirtschaftlicheres Licht. Zwar werden auch in die LED-Technik große Hoffnungen gesetzt, doch ist die Technik derzeit leider noch nicht so ausgereift, dass sie sich für den Standardeinsatz eignet.

 

Allerdings steht die Stadt Plön vor dem Problem, dass die bisher bei der Umrüstung verwendeten sog. Plug-In-Lampen, das sind Natriumdampf-Hochdrucklampen mit integriertem Zünder für vorhandene Vorschaltgeräte, ab 2013 nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen, genauso wie die Quecksilberdampflampen.

 

D.h., dass der Wechsel auf effizientere Leuchtmittel in vielen Fällen den vorherigen Austausch des Vorschaltgerätes und anderer technischer Komponenten erfordert. Bei Leuchten ab einem gewissen Alter erscheint es jedoch wirtschaftlicher, gleich den ganzen Leuchtenkopf auszutauschen, was den zusätzlichen Vorteil hätte, dass die stark streuenden Pilzleuchten durch nach unten gerichtete Lichtquellen ohne vandalismusanfällige Glasköpfe ersetzt werden könnten. Dies erfordert zwar kurzfristig erhöhte Investition, die sich allerdings schon nach relativ kurzer Zeit amortisieren werden.

 

Die Verwaltung wird bis zur Haushaltsberatung 2010 einen Kostenplan für eine schrittweise Umrüstung aller Leuchten im Stadtgebiet gemäß den Vorgaben der EU-Öko­design-Vorgaben in den Jahren 2010 bis 2012 erarbeiten.

 

Erneuerung:

 

Da aufgrund der oben beschriebenen neuen Vorgaben zunächst Klärungsbedarf bezüglich des weiteren Vorgehens bestand, wurde in diesem Jahr noch keine weiteren Erneuerungmaßnahmen veranlasst. Im Haushalt 2009 stehen unter dem Sachkonto 54100.04502000 noch rund 47.000für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung zur Verfügung. Vorschläge zur Verwendung dieser Mittel sind in Vorbereitung und werden dem Ausschuss vorgelegt werden.

 

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Anlagen

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