Sachverhalt:
Am 09.01.2008 hatte die Landesplanung zu einem Gespräch im Innenministerium eingeladen, um das Abstimmungsverfahren zwischen der Stadt Plön und der Gemeinde Ascheberg hinsichtlich ihrer Planungen wieder in Gang zu bringen. (Während die Plöner Stadtverwaltung von einem Behördengespräch ausgegangen war, erschienen für die Gemeinde Ascheberg neben dem Bürgermeister und dem leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Großer Plöner See noch vier weitere Gemeindevertreter). Ein Gesprächsvermerk ist als Anlage 1 beigefügt.
Weitere Absicht der Landesplanung war es, über die neuen Bevölkerungsvorausberechnungen und den in Aufstellung befindlichen neuen Landesentwicklungsplan (LEP) zu informieren (siehe hierzu Anlage 2). Dabei wurde deutlich, dass der Rahmen für die Wohnungsbauentwicklung bis 2025 angesichts der demographischen Entwicklung deutlich nach unten korrigiert werden wird. So wird auch die bisherige sog. 20%-Regel im neuen LEP auf einen Umfang von nur noch 8% des Wohnbestandes Ende 2006 gesenkt.
Für den gesamten Stadt-Umland-Bereich Plön wird ein Wohnungsneubaubedarf bis 2025 von etwa 380 bis 470 Wohneinheiten (WE) prognostiziert. Interessant ist hierbei, dass die Summe aller Planungen in Plön (ca. 200 WE), Rathjensdorf (ca. 40 WE) und Ascheberg (ca. 110 WE) rein rechnerisch kein quantitatives Problem ergeben würde. Kritisch ist vielmehr, dass bei einer absehbaren kurzfristigen Umsetzung aller Planungen alle Angebote gleichzeitig auf den Markt kommen und somit in starke Konkurrenz zueinander treten. Weiter berücksichtigen diese Zahlen auch nicht den sich bereits abzeichnenden zunehmenden Leerstand im Bestand, der künftig zusätzlich als (Über-?)Angebot zur Verfügung stehen wird.
Vor diesem Hintergrund mahnt die Landesplanung dringend an, die Fragen nach Art des Wohnungsangebotes und der –nachfrage sowie der regionalen Verteilung und der zeitlichen Streckung zu beantworten.
Am Ende des Gespräches waren sich die Teilnehmer einig, dass die bauleitplanerische Abstimmung zwischen Plön und Ascheberg auf der Basis einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung erfolgen solle. Es wurde vereinbart, dass die Gemeinde Ascheberg der Stadt Plön einen Entwurf zuleitet, den diese prüft und um eigene Vorstellungen ergänzt. Dieser Entwurf liegt mittlerweile vor (Anlage 3) und soll am 21.02.2008 im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung & Umwelt beraten werden.
Die Anlagen 1 – 3 werden zunächst nur an die Ausschussmitglieder per Post verschickt.