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Klimaschutz

„Wir müssen den Klimaschutz mindestens für die nächsten dreißig Jahre zu einem Hauptthema der politischen Agenda machen.“

Anders Levermann
Professor für die Dynamik des Klimasystems an der Universität Potsdam und Leitautor des Weltklimarats IPCC, im August 2019

Die hier zitierte Notwendigkeit, sich mit dem Thema Klimaschutz zu beschäftigen, ist nicht erst seit diesem Jahr gegeben. Im Gegenteil: Die Vereinten Nationen (UN) warnen im sogenannten Emissions Gap Report 2019 davor, dass die aktuell stattfindenden weltweiten Klimaschutzmaßnahmen bei weitem nicht ausreichen, um das im Pariser Abkommen angestrebte Ziel, die Erderwärmung auf maximal 1,5°C gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, erreichen zu können. Wenn weiter so gelebt werden würde wie derzeit, ist sogar mit einem Temperaturanstieg von bis zu 3,9°C bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu rechnen.

Vorhaben "KSI: Integrierter Klimaschutz in der Stadt Plön“

Förderkennzeichen: 03K11316

Laufzeit: 01.11.2019 – 31.10.2021

Mit dem Erstvorhaben „KSI: Integrierter Klimaschutz in der Stadt Plön“ wird das Thema Klimaschutz als Querschnittsaufgabe nachhaltig im politischen Geschehen der Stadt Plön verankert. Das Vorhaben beinhaltet die Einstellung eines Klimaschutzmanagers sowie die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes, das der Stadt Plön als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten dienen wird. Das Klimaschutzkonzept wird aufzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen, insbesondere von Kohlenstoffdioxid (CO2), bestehen und wird kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen festlegen. Im Rahmen der Ausarbeitung des Konzeptes ist der Start eines zivilgesellschaftlichen Prozesses vorgesehen, der die Durchführung von Workshops und Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet, um eine Ideensammlung mit den Plöner Bürgerinnen und Bürgern zu initiieren und Inhalte sowie Fortschritte des Vorhabens mit allen relevanten Akteuren zu diskutieren.

Das Vorhaben wurde am 30.01.2019 beim Projektträger Jülich (PTJ) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) eingereicht und am 25.10.2019 bewilligt. Es hat ein Fördervolumen in Höhe von 182.991,00€, von denen 164.691,00€ gefördert sind vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen (Förderschwerpunkt 2.7).

Klimaschutzmanager

Unter der Förderung durch den Projektträger Jülich (ptj) wurde zum 1.11.2019 Herr Sönke Hartmann als kommunaler Klimaschutzmanager in der Stadt Plön angestellt. Er sorgt für die Erstellung eines Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes. In den kommenden zwei Jahren wird es eine starke Zusammenarbeit mit den Plöner*innen, den Vereinen und Verbänden, den Umweltgruppen und der politischen Ebene geben.

Im Anschluss sollen die unterschiedlichen Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umgesetzt werden.

Themenfelder & mögliche Maßnahmen

Das Thema Klimaschutz deckt eine Vielzahl an Themen ab und bietet eine Bandbreite an möglichen Maßnahmen. Höchste Priorität jedoch hat stets die Reduzierung von Treibhausgas- bzw. CO2-Emissionen.

Klimaschutz ist aber auch Teamarbeit. Um einen auf die Stadt Plön zugeschnittenen, ziel- und umsetzungsorientierten Maßnahmenkatalog auszuarbeiten, bedarf es der Beteiligung aller Akteure. In den kommenden zwei Jahren wird es deshalb eine starke Zusammenarbeit mit den Plöner*innen, den Vereinen und Verbänden, den Umweltgruppen und der politischen Ebene geben. Im Rahmen einer Analyse des Status Quo, aber auch mit Hilfe von öffentlichen Veranstaltungen, Workshops und Szenarien sollen Maßnahmen identifiziert werden, die eine reale Chance auf Umsetzbarkeit haben.

Mögliche Maßnahmen sind u.a. die folgenden:

  • Erstellung eines Quartierskonzepts, in dem neben der Wärme- und Energieversorgung auch die Themen Gebäudesanierung und ggf. Mobilität sowie Barrierefreiheit Platz finden können
  • Förderung der E- und Fahrrad-Mobilität durch ein Radverkehrskonzept, Car-Sharing, Leihfahrräder, Mitfahrbänke
  • Verwaltung als Vorbild: Betrachtung eigener Liegenschaften
  • Beratungsangebote zu Energiemanagement u. Solarenergie, Müll- u. Plastikvermeidung sowie zu klimafreundlicher Alltagsgestaltung
  • Bewusstseinsbildung mit und in den Plöner Schulen
  • Grünflächengestaltung u. Dachbegrünung

Über den Fortschritt des Vorhabens wird laufend in der Presse und über die stadteigenen Kanäle berichtet werden. Für Fragen und Anmerkungen steht Ihnen jederzeit Sönke Hartmann unter soenke.hartmann@ploen.de und Tel.: 04522 – 505 733 zur Verfügung.